Studien zu Max Ernsts Loplop
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
10.10.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
91 (Printausgabe)
Dateigröße
3403 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638553445
Schriften Ernsts berichten von Erlebnissen mit Vögeln, die dem Loplop eine biographische Bedeutung zukommen lassen und auf eine Identifikation mit der Vogelfigur hinweisen. Neben diesen biographischen Berichten hat sich Ernst nie konkret zu Loplop geäussert. Daher kursieren eine Fülle von Spekulationen über vermeintliche Quellen, die Ernst zu Loplop angeregt haben könnten und dessen Bedeutung und Funktion.
Die Vielschichtigkeit der möglichen Quellen zur Vogelfigur kann zurückgeführt werden auf Ernsts umfassende Bildung. Kenntnisse aus vielfältigen Wissensgebieten wie der Psychoanalyse, Mythologien unterschiedlicher Kulturen, aber auch Themen der Kunstgeschichte fanden Eingang in seine Kunst.
Diese Arbeit zeigt zunächst die Entwicklung der Identifikation des Künstlers mit dem Vogel in den biographischen Schriften von Ernst auf, dann den Identifikationsverlauf in seinem künstlerischen Werk von ersten Verwendungen des Vogelmotivs bis hin zum erstmalig namentlichen Auftauchen des Loplop.
Das Vogelwesen ist zudem Hauptfigur einer Serie mit dem Titel Loplop présente in den Jahren 1929 bis 1932, die hier auszugsweise vorgestellt wird.
Die Figur des Loplop taucht bemerkenswerterweise zu einer Zeit auf, da die surrealistische Gruppe, der Ernst angehörte, in einer Krise steckt. In dieser Zeit äussert sich Ernst zum ersten Mal mit theoretischen Schriften über seine künstlerischen Verfahrensweisen. Um zu einem umfassenderen Verständnis des Loplop und seiner Serie zu gelangen, ist es notwendig, diese Schriften zu untersuchen.
An diese Untersuchung schliesst die Analyse der Funktion der Figur für das Werk des Künstlers an und die Rolle, die sie für seine künstlerische Selbstauffassung spielt. Eine zusätzliche Funktion ist im grossen Kontext der Gruppe der Surrealisten zu sehen. Diese versuchten sich an der Erfindung kollektiver neuer Mythen. Einer dieser neuen Mythen, hier insbesondere der von der Gradiva, wurde von Salvador Dalí auf seine Frau Gala angewandt. Anhand der Gegenüberstellung von Gradiva und Loplop sollen die Gemeinsamkeiten dieser neuen Privatmythen aufgezeigt werden und ihre Rolle für die Surrealisten.
Ziel dieser Arbeit ist es, ein umfassendes Bild der komplexen Figur Loplop darzulegen, das die neuesten Entwicklungen der Forschung mit aufnimmt
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