Die Entlassungssituation forensischer Patienten aus der Psychiatrie
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
19.03.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
127 (Printausgabe)
Dateigröße
521 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638023559
Sie beschäftigt sich mit Personen, die aus Sicht unserer Bevölkerung mit ihrer doppelten Stigmatisierung - krank und kriminell - am äusseren Rand der Gesellschaft stehen. Auf einer deutschen Fachtagung zum Massregelvollzug in Eickelborn (Nordrhein-Westfalen) berichtete ein noch stationär behandelter Patient: "Als Patient weiss ich was ich will: Ich will entlassen werden. Geredet und diskutiert wurde bisher im Massregelvollzug viel. Aber zu wenig mit uns, dafür mehr über uns. (...) Wir Patienten wünschen uns mehr Klarheit, Offenheit und Akzeptanz. Wir wollen ernst genommen werden." (Lüdtke, 1990: 254)
Durch meine berufliche Tätigkeit als Krankenschwester in der Allgemeinpsychiatrie erlebe ich es allerdings nicht gerade selten, dass Patienten im Sinne des "Drehtüreffekts" nach ihrer Entlassung aus der Psychiatrie nach kurzer Zeit wieder stationär aufgenommen werden. Deshalb ist das Ziel dieser Arbeit, Antworten darauf zu geben, inwieweit sich die ehemaligen forensischen Patienten auf die Entlassung vorbereitet fühlen, welchen Schwierigkeiten und Problemen sie nach dem Auszug aus der Massregelklinik begegnen und welche Rolle Ängste, Erfahrungen, Hoffnungen, Erwartungen, Bedürfnisse und Zukunftsperspektiven dabei einnehmen.
Aber auch die psychische Erkrankung, die begangene Straftat und die damit verbundene Therapie und Behandlung in der Massregelklinik sollen durch die retrospektive Sichtweise des Betroffenen einen bedeutungsvollen Aspekt bilden. Hierzu wurden insgesamt elf männliche Patienten und eine Stationsleitung nach dem qualitativen Verfahren des problemzentrierten Interviews nach Witzel befragt. Anschliessend wurden alle zwölf Interviews nach dem Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.
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