Kompetenzprofile, Leistungsvermögen und Arbeitsmarktvulnerabilität älterer Arbeitnehmer. Empirische Befunde und Zukunftsprognosen
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.08.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
34 (Printausgabe)
Dateigröße
442 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638406468
Doch auch wenn sich alle relevanten Akteure mit dieser Praxis der Frühausgliederung mehr oder weniger anfreunden können, bringt sie verheerende Konsequenzen für die Älteren selbst, die Unternehmen, die sozialen Sicherungssysteme sowie die Volkswirtschaft insgesamt betrachtet mit sich: Den Älteren wird das Recht auf Arbeit abgesprochen, in den Betrieben entstehen Probleme beim Wissens- und Erfahrungstransfer, Arbeitslosen- und Rentenversicherung werden enorm belastet und das volkswirtschaftliche Produktionspotential ist nicht voll ausgelastet. Auch angesichts des demografischen Wandels, der Deutschland in den nächsten 50 Jahren bevorsteht, wird ein Umdenken unumgänglich sein: Schrumpfung und zunehmende Alterung der Erwerbsbevölkerung werden das Fortbestehen der Frühausgliederungspraxis schier unmöglich machen.
Die Unternehmen werden aufgrund des knapper werdenden Angebots an jungen Arbeitskräften in Zukunft verstärkt ältere Arbeitnehmer einstellen und diese länger als bisher im Betrieb halten müssen.
Ein Produktivitätseinbruch ist dadurch nicht zu befürchten. Denn Defizite wie mangelnde Lern- und Leistungsfähigkeit, die Unternehmen pauschal ihrer älteren Belegschaft zuschreiben, sind in erster Linie hausgemachte Probleme. Häufig werden sie aufgrund dieser Vorurteile von Weiterbildungsmassnahmen ausgespart bis sie das Lernen selbst verlernen. Nur mit veralteten Kenntnissen und Fähigkeiten ausgestattet können sie dann nicht mit den Leistungen ihrer jüngeren Kollegen mithalten - womit sich die Vorurteile der Arbeitgeber selbst bestätigen.
Daher ist eine Umorientierung in Richtung einer präventiven Personalpolitik nötig, die gezielt auf Humankapitalerhaltung setzt.
Von Seiten der Politik müssen die Anreize zum frühzeitigen Ausscheiden aus dem Erwerbsleben beseitigt werden.
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