Die Gralsburg in Albrechts 'Jüngerem Titurel'. Deutung einer Metapher
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.04.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
3390 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640584031
einzige architektonische Beschreibung des zum Gral gehörigen Heiligtums in der deutschen Literatur des Mittelalters. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Wissenschaftler sich in ihren Arbeiten zum einen mit der Frage auseinandergesetzt haben, inwie weit der Tempel des Heiligen
Gral einer tatsächlichen, architektonischen Realität entsprach. Wieder andere dagegen, versuchten zu klären, ob und, wenn dies zu bejahen ist, wie die von Albrecht beschriebene Tempelanlage zu einer Realität gemacht werden können.
So interessant und unterhaltsam diese Ausführungen im Einzelnen auch sein mögen, wird sich diese Arbeit dennoch jenseits dieser eher kunstgeschichtlichen oder architektonischen Fragestellungen bewegen.
Im Zentrum dieses Aufsatzes steht also der Gralstempel als literarische Idee, als Metapher, deren Bedeutung sich über die einzelnen Komponenten der Beschreibung erschliessen und zu einem harmonischen Gesamtbild zusammenfügen lässt. Dabei spielen intertextuelle Beziehungen eine ebenso grosse Rolle wie Aussagen des Autors selbst. Obwohl die Fragestellung primär auf den Gralstempel als solchen abhebt, darf jedoch keineswegs die
geographische Lage des Heiligtums vernachlässigt werden.
Deswegen wird ein kurzes Kapitel über die Lage des Gralstempels
voranstehen, gefolgt von Abschnitten, die ihr Augenmerk auf spezielle Fragen richten: zum einen soll die Zahlensymbolik des Grastempels untersucht werden, daraufhin müssen die im Tempel verwendeten Materialen einer Untersuchung in Bezug auf ihren allegorischen Gehalt unterzogen werden, darüber hinaus dürfen einige wichtige Aspekte der Tiersymbolik nicht vernachlässigt werden. Zudem muss das Verhältnis der Teile zum Ganzen beleuchtet werden. Daneben muss gefragt werden, in welchem Verhältnis die Tempelbeschreibung als Ganzes oder auch nur Teile davon Teil einer literarischen Tradition sind, die es zu beleuchten gilt.
Um dies erreichen zu können, wird sich die Arbeit vom Äusseren des
Gralstempels in das Innere vorarbeiten, wobei keine der oben genannten Komponenten einzeln betrachtet werden soll. Vielmehr muss bereits in den Anfängen das Zusammenspiel der Einzelteile Betrachtung finden.
Daraufhin soll eine Sythese der einzelnen Funde versucht werden, bevor kurz die Frage nach möglichen Vorbildern, realen als auch literarisch-theologischen, gestellt werden soll. ...
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