Der Einfluss von Medizin auf Literatur anhand von Foucaults Theorie in „Die Geburt der Klinik“ und Büchners „Woyzeck
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
24.09.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
307 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638219341
Die Entstehung der pathologischen Anatomie wird präsentiert als entscheidend prägender Faktor für die Entstehung der Humanwissenschaften und hiermit der Diskurse über das Individuum und der philosophischen Selbstverortung des Menschen, die Entstehung der modernen Identitätsvorstellungen und hiermit der Festlegung von individuellen wie gesamtkulturellen Grenzen, die Vorstellungen und Manifestationen von Wahrheit und Objektivität, die Organisation von Wahrnehmung und Sprache sowie letztendlich auch für die moderne Literatur, explizit des 19. Jahrhunderts. Während die "Geburt der Klinik" eine sehr genaue, explizite und strukturelle Beschreibung der klinischen Diskurse vornimmt, ist das (fünfseitige) Nachwort eine esoterische Verdichtung, weniger ein abschliessendes Resümee, mehr ein Feld, das Spuren des Vorherigen aufnimmt und gleichzeitig Verweise andeutet. Es stellt die Behauptung auf, dass aus dem Vorhergesagten diese gesamtkulturelle Dimension ersichtlich ist, ohne die Wege explizit zu erläutern. Es handelt sich um eine provokative Technik, welche den Leser herausfordert, die Bezüge selbst herzustellen.
Wie wird eine sich zum Ende des 18. Jahrhunderts rapide verändernde medizinische Praxis zum (geheimen) Paradigma moderner Literatur? Wie lässt sich der Transformationsweg vom einen zum anderen verstehen.
In Georg Büchners "Woyzeck" befinden sich zu den Ansätzen in der "Geburt der Klinik" Absätze, welche verschiedene Weisen und Formen der Beeinflussung von Literatur durch den medizinischen Diskurs verdeutlichen. "Absatz" als die Beeinflussung und Interdependenz, als etwas, das sich von einem vermeintlich anderen Ort, hier, in einem literarischen Text, absetzt, seine Spuren lässt. Es geht um Absätze, welche die subtilen Wege von einer wissenschaftlichen Praxis und einem wissenschaftlichen Diskurs zu einem literarischen Text verdeutlichen.
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