Produktbild: Summer

Summer Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.08.2018

Verlag

Insel

Seitenzahl

350 (Printausgabe)

Dateigröße

2522 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Christian Kolb

Sprache

Deutsch

EAN

9783458760092

Beschreibung

Rezension

»Ein sehr intensives Buch, das auch vieles erzählt über das Trauern, die Hilflosigkeit, die einen ... überkommt, wenn man über den Verlust eines Menschen im Unklaren gelassen bleibt. Unbedingt lesenswert!«
Rainer Glas, lesenswert 30.01.2019

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Erscheinungsdatum

15.08.2018

Verlag

Insel

Seitenzahl

350 (Printausgabe)

Dateigröße

2522 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Christian Kolb

Sprache

Deutsch

EAN

9783458760092

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  • gst

    aus Pirna

    5/5

    04.09.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Trauma

    Benjamin war 14, als Summer, seine 19jährige Schwester, spurlos verschwand. Inzwischen ist er 38 und durchlebt einen tiefen Absturz. Er kann nicht mehr arbeiten und beginnt eine Therapie. Das ist nicht seine erste, doch es geht ihm so schlecht, dass er dieses Mal dran bleibt – bis zum bitteren Ende. 250 Seiten benötigt Monica Sabolo, um das ganze Drama seines Lebens zu erzählen. Diffuse Rückblicke in Bens Kindheit schicken den Leser auf verwirrende Spuren. Er habe seine Kindheit in einem „Papierschloss“ verbracht, erzählt Benjamin seinem Therapeuten: „Aber niemand, absolut niemand kannte meine wahre Natur, nicht einmal meine Eltern, die immer einen Tennis-Champion aus mir machen wollten (und einfach nicht zur Einsicht kamen, dass ich nie einer werden würde) und sich (vergeblich) mühten, mich (den Legastheniker, der ein T nicht von einem D unterscheiden konnte) genauso zu lieben wie Summer, die Klassenbeste, der aller Herzen zuflogen.“ (Seite 59) Als Leser taucht man ein in ein geselliges Leben am Genfer See ein, doch entdeckt schnell, dass der Schein größer ist als das Sein. So gibt es nach Summers Verschwinden keine Freunde und Gäste mehr. Und der verstörte Benjamin zieht sich immer stärker in seine eigene Welt zurück, in der er angeblich nicht mehr an seine Schwester denkt. Mich hat dieser Roman sehr angesprochen. Ich fand die langsame Entwicklung mit den vielen Rückblicken und den diffusen Bildern äußerst spannend. Da konnte ich leicht über die teilweise verschachtelten Sätze hinwegsehen.

  • Charley

    aus Wennigsen

    4/5

    17.09.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein gutes Buch mit Längen

    Cover / Artwork / Aufbau des Romans Das Cover von „Summer“ hatte mich schon sehr interessiert – die intensiven Farben haben für mich eine gewisse Spannung erzeugt, die mich in Kombination mit dem Klappentext und den ersten Eindrücken in der Ausschreibung zur Leserunde schnell gehabt haben. Der Roman an sich ist über weite Strecken in einer Art Rückblende erzählt und zwar aus der Sicht von Benjamin. Da das Buch keine 300 Seiten umfasst und sehr flüssig geschrieben wurde, kann man die Geschichte auch schnell lesen. Inhalt Benjamins ältere Schwester Summer verschwindet spurlos, als er 15 ist. Aus seiner Sicht betrachtet, hat sich bis zu diesem Tag immer alles um sie gedreht, ihr Leben schien perfekt zu sein und auch die Eltern wirkten mit Summer wie eine glückliche Familie, zu der er so gar nicht richtig dazu gepasst hatte. Während Summer mit der Mutter um die Wette strahlt und schon morgens wie ein Hollywood Star erwacht, wirkt er wie ein fünftes Rad am Wagen und kämpft mit diversen Problemen, die auch psychischer Natur sind. In diesem Verständnis wird er älter und das Loch, das das Verschwinden der Schwester gerissen hat, wird irgendwie verdeckt – bis es eines Tages wieder aufbricht und er kaum noch klarkommt. Inzwischen sind gut zwanzig Jahre vergangen und er beginnt, die Vergangenheit zu hinterfragen. Fazit Ich musste mir tatsächlich ein paar Tage Zeit nehmen für die Rezension, da ich nach dem Auslesen des Romans nicht recht wusste, was ich von dem Buch halten sollte. Meine erste Reaktion war eher negativ, da das Buch irgendwann gefühlt aufhört. Ich hatte noch so viele Fragen, die aber nicht beantwortet worden – zumindest augenscheinlich nicht. Jetzt, also mit einigen Tagen Abstand, muss ich sagen, dass mir das Buch streckenweise gut gefallen hat, vor allem, da mir die Schreibe der Autorin gut gefallen hat. Die Flashbacks von Benjamin, die psychischen Probleme, seine Innenansichten und auch die Art und Weise, wie er seinen Platz in der Welt sucht haben mich wirklich beeindruckt. Im Mittelteil des Romans sehe ich eine Länge, die es eigentlich nicht braucht und ich hatte oft das Gefühl, dass ich eine Vorabversion des Romans vor mir habe. Die Länge die ich in der Mitte gespürt habe, hätte es eher am Ende gebraucht, das mir dann fast schon zu schnell ging. Ein weiteres Manko das ich im Buch sehe ist, dass die Autorin ihre eigene Stärke, die in der Beschreibung der inneren Verfassung von Benjamin liegt, selbst verspielt, in dem sie die Außensicht teilweise ganz außer Acht lässt. Doch dies wäre gerade zum Ende noch einmal sehr interessant gewesen und hätte zum Beispiel dadurch gelöst werden können, in dem die Schwester ebenfalls aus ihrer Sicht beschreibt.

  • rem member

    aus munich

    4/5

    06.09.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Summer“ ist ein ehr tiefgründ…

    „Summer“ ist ein ehr tiefgründiger Roman von Monica Sabolo. Summer ist der Name des verschwundenen Mädchens und initiiert zuerst den Gedanken an Sommer, Sonne und Heiterkeit, doch das Coverbild erinnert mehr an einen See im Abendrot, verwunschen und auf geheimnisse hindeutend. Im Buch taucht man dann auch langsam unter die schöne Oberfläche und entdeckt zusammen mit dem Protagonisten Benjamin, die versteckten Details im Familienleben, die letztendlich für das Verschwinden seiner Schwester verantwortlich waren! Mit einem sehr extravaganten Schreibstil, voller blumiger Worte und außergewöhnlichen Vergleichen, präsentiert uns die Autorin einen sehr sensiblen, verletzlichen und etwas verträumten jungen Mann, der bislang eigentlich nur mit sich selbst beschäftigt war. Sein Leben gerät aus den Fugen, ist es eigentlich schon immer gewesen. Eine Rätselsuche der besonderen Art, in vielen kleinen Schritten erweckt ausgewählte Assoziationen über den kompletten Roman hinweg. Ein sehr gefühlvoller und unterhaltsamer Roman, mit Blick auf den Genfer See und die Welt der Schönen und Reichen. Wenn man sich einmal an den ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnt hat, kann man das Buch wirklich genießen, denn die Story fand ich wirklich ganz interessant gestrickt. Bitte keinen spannenden Thriller erwarten, das Buch ist mehr eine tragische Familiengeschichte. Ein Satz über den ich gestolpert bin und der mir im Gedächtnis haften blieb: „Die Wasseroberfläche reflektiert in der Sonne einen glitzernden Lichtstreif, auf der winzige Lebewesen zu hopsen scheinen“ (Summer)

  • Bewertung

    aus Siegen

    4/5

    06.09.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Ende der Leichtigkeit

    Ein abwechslungsreiches Leben in einer prachtvollen Villa am Genfer See, viele Feste, viele Freunde, viele Aktivitäten am und im Wasser, ein beruflich erfolgreicher Vater, eine schöne Mutter, eine hinreißende Schwester von 19 Jahren - das alles sind Attribute, die Benjamins Leben beschreiben könnten, bevor ein schwerer Schicksalsschlag alles auf den Kopf stellt. Seine von ihm verehrte und bewunderte Schwester Summer verschwindet spurlos und beendet das sorglose und oberflächliche Leben der ganzen Familie. Monica Sabolo beschreibt in ihrem Roman die verzweifelten Versuche Benjamins, wieder Klarheit in seine Welt zu bringen, denn alle seine Gedanken drehen sich nur um Summers Verschwinden. Wo könnte sie sein? Warum ist sie gegangen? Lebt sie noch? Ist sie entführt worden? In dieser kritischen Zeit lebt Benjamin teilweise in einer grausamen Fantasiewelt, die aus glitschigen Fischen, Algen, tödlichen Wellen und saugenden Wasserpflanzen besteht. Mit Hilfe dieser Metaphern schafft die Autorin eine düstere und bedrohliche Atmosphäre, die Benjamins Trauma umgibt. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, er ist bildhaft, abwechslungsreich und sehr präzise. Die langen Satzverschachtelungen passen wunderbar zu der verfahrenen Situation. Ich mag solche Sätze, auch wenn ich ab und an das Geschriebene zweimal lesen muss. Der Spannungsaufbau geschieht direkt von Anfang an, wird aber in der Mitte des Buches leider weniger, z.B. durch die langatmigen Sitzungen bei Benjamins Therapeuten oder die ständig wiederkehrenden Furchtmetaphern, die auf Dauer langweilen. Das ist schade, aber gegen Ende nimmt die Spannung wieder zu und gipfelt in einem überraschenden Ende. Dieses Buch handelt von dem spurlosen Verschwinden eines jungen Mädchens, aber es ist in erster Linie kein Krimi, auch kein Psychokrimi, sondern eher eine Auseinandersetzung mit Benjamins stark strapazierter Gefühlswelt und seiner Sehnsüchte, bis es ihm schließlich gelingt, seinen traumatisierenden Erfahrungen zu entkommen. Das Buch ist eine empfehlenswerte, aber keinesfalls leichte Lektüre. Sie wirkt noch nach und macht nachdenklich.

  • Bewertung

    aus Köln

    4/5

    04.09.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Düstere Familiengeheimnisse einer mondänen Familie vom Genfer See

    Eine mondäne Villa am Genfer See. Eine Bilderbuchfamilie. Der Vater erfolgreicher Anwalt, die Mutter schlank und schön, die Tochter der Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Ausschweifende Parties, Nur der Sohn des Hauses fällt aus dem Rahmen: Gehemmt, kaum Freunde, Schulprobleme. Alles andere als der Stolz der Familie. Und dann verschwindet die Tochter des Hauses, mit 19. Und die Familie zerbricht innerlich daran. Und die Freunde sind weg. Und der Sohn, Benjamin, kann den Verlust der Schwester nicht verwinden, obwohl er es irgendwann schafft, ein Studium zu absolvieren und einen Beruf zu ergreifen. 24 Jahre später, Benjamin ist inzwischen 38, wird er durch ein Detail wieder an die Zeit damals erinnert. Und Benjamin begibt sich in eine Spurensuche in der Vergangenheit. Wird er das Rätsel um das Verschwinden seiner Schwester Summer lösen? Dieses Buch erzählt in vielen Rückblenden und Fragmenten in einer sehr bildhaften Sprache von den Erinnerungen und Bewältigungsstrategien eines Bruders, dessen Schwester plötzlich verschwand. Wasser, Schlingpflanzen, Düsternis und Schatten spielen bei diesen Bildern eine große Rolle. Ist Summer im Genfer See ertrunken? Oder warum träumt Benjamin immer diese Wasser-Träume? Und warum kann er sich nur teilweise an den Tag des Verschwindens erinnern? Warum hat er die Stelle, an der Summer verschwand, zunächst nicht wieder erkannt? Die Geschichte hat für mich einen düsteren Sog entwickelt. Es war auf eine gewisse Weise spannend. Aber ein Krimi ist das Buch nicht. Eher das Psychogramm einer Familie, bei der einiges nicht in Ordnung ist. Erzählt in einer sehr bildhaften Sprache - wobei es auch manchmal ein wenig zu viel an bildhafter Sprache gab. Zwischendurch hatte man das Gefühl, dem Geheimnis nie auf die Spur zu kommen vor lauter Wasser-Assoziationen. Ich habe das Buch am Bodensee gelesen - nicht am Genfer See. Aber auch am Bodensee war der See oft düster, verhangen und in ein geheimnisvolles graues Licht getaucht. Die perfekte Kulisse für dieses sprachlich anspruchsvolle Buch, das viele düstere Aspekte zeigt. Aber auch den Weg eines Traumatisierten hinaus ins Leben.

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