Produktbild: Der Mensch im Kosmos
Band 1055

Der Mensch im Kosmos

Aus der Reihe Beck Paperback
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.08.2018

Abbildungen

mit 4 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

12.3/19.1/2.3 cm

Gewicht

330 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

6

Originaltitel

Le Phénomène humain

Übersetzt von

Othon Marbach

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-72793-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.08.2018

Abbildungen

mit 4 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

12.3/19.1/2.3 cm

Gewicht

330 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

6

Originaltitel

Le Phénomène humain

Übersetzt von

Othon Marbach

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-72793-1

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

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  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    2/5

    06.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Der Versuch einer ganzheitlichen Sicht

    "Von denen, die versucht haben, diese Seiten bis ans Ende zu lesen, werden viele das Buch unbefriedigt und nachdenklich schließen und sich fragen, ob ich sie in einer Welt der Tatsachen, der Metaphysik oder des Traumes herumgeführt habe." (Teilhard de Chardin) Bei diesem Buch handelt es sich um den Versuch einer ganzheitlichen Weltschau. Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955) war gleichzeitig Naturwissenschaftler und Theologe, was auch sein Lebenswerk bestimmte. Er beschäftigte sich mit dem Ursprung des Kosmos, der stammesgeschichtlichen Entwicklung des Lebens und präsentierte eine ganzheitliche Darstellung des Universums. Der Preis für diese Synthese ist hoch. Seine Ausführungen stehen einerseits im Widerspruch zum biblischen Fundamentalismus und überschreiten andererseits den Rahmen der etablierten Naturwissenschaften. Er verknüpfte auf visionäre Weise Kausalität und Sinn miteinander, baute eine Brücke zwischen empirischen Forschungen und Offenbarungen und befand sich damit – bildlich gesprochen - zwischen allen Stühlen. Zahlreiche Autoren haben Gedanken von Teilhard de Chardin in ihre Werke einfließen lassen. So beeinflusste er maßgeblich die New Age- Bewegung. Fritjof Capra beschreibt in "Wendezeit" (338) Ähnlichkeiten mit seiner Systemlehre. Nach Teilhard de Chardin verläuft die Evolution in Richtung zunehmender Komplexität, die wiederum von einem entsprechenden Aufstieg des Bewusstseins begleitet wird und ihren Höhepunkt in der menschlichen Spiritualität erreicht. Diese Auffassung einer Teleologie - muss deutlich gesagt werden - steht nicht im Einklang mit den Naturwissenschaften. Kritiker sehen in dem Buch daher eine Art Naturphilosophie. Kritik kam auch seitens der Kirche. Für die Kirche stellte seine evolutionäre Synthese eine Bedrohung traditioneller Theologie dar. Das führte dazu, dass viele seiner Werke zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht werden durften. Hoimar von Ditfurth schreibt in "Im Anfang war der Wasserstoff" (246), dass sich die Entwicklung der Welt in kosmischen Maßstäben abspielt und dass sie nicht zum Stillstand kommen würde, wenn die Menschheit eines Tages aus ihr ausschiede. Dies steht im Gegensatz zu Teilhard de Chardins Ausführungen (285), dass Leben einmal und nur einmal fähig war, die Schwelle zum Ich-Bewusstsein zu überschreiten. Unabhängig davon, wie man persönlich zu Teilhard de Chardins Thesen steht, handelt es sich um ein historisches Werk, mit dem sich an Ursprungsfragen interessierte Menschen auseinandersetzen können. Es handelt sich um eine frühe ganzheitliche Beschreibung der Entwicklung der Welt, in die Erkenntnisse der Evolution und der Glaube an einen transzendenten Endpunkt der Evolution einfließen. Mit heutiger Naturwissenschaft hat das nichts zu tun.

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