Die stunde mit dir selbst Gedichte
Aus der Reihe
Fischer Taschenbibliothek
1
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB 3
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.07.2018
Verlag
Fischer E-BooksSeitenzahl
72 (Printausgabe)
Dateigröße
4839 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783104908571
Zehn Jahre nach »Lindennacht« erscheinen neue Gedichte von Reiner Kunze. In originären poetischen Bildern lässt er die Leser teilhaben an dem, was ihn beglückt oder erschüttert. Wohin es ihn in der Welt auch verschlägt, sei es nach Helsinki, Czernowitz und Kiew - man erfährt niemals nur, was er sieht, sondern stets auch, was in ihm geschieht. Entschieden bezieht er Position gegen Gewalt, Verrohung und gegen das Vergessen. Ein besonderer Charakterzug der Gedichte ist Behutsamkeit. Mit grosser Schönheit und Zartheit spricht Reiner Kunze vom Alter und vom Abschiednehmen. »Verneigt vor alten bäumen euch, / und grüsst mir alles schöne.«
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Das schmale Bändchen versammel…
MaWiOr aus Halle am 01.09.2021
Bewertungsnummer: 2750716
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Das schmale Bändchen versammelt Gedichte des Lyrikers Reiner Kunze, die zumeist in den Jahren 2015 bis 2017 entstanden sind. Die rund vierzig Gedichte sind in fünf Kapitel aufgeteilt. Den Auftakt machen jahreszeitliche Verse wie „verstreutes kalenderblatt“ oder „augustmetapher“. Die Gedichte des nächsten Kapitel kreisen um das Thema „Reisen“ (u.a. „Helsinki, im morgendämmer entschwindend“ oder „ukrainische nacht“). Danach setzt sich Kunze lyrisch mit dem Schreiben auseinander wie in dem titelgebenden Vers „die stunde mit dir selbst“: „Du suchst das wort, von dem du mehr nicht weißt, als daß es fehlt“. Kapitel vier und fünf versammelt einige kritische, ja selbstkritische Gedichte. Hier geht es u.a. ums Altern und Abschiednehmen. Alle Gedichte zeichnen sich durch eine lyrische Verknappung aus. Oft werden Gedanken nur skizziert oder angerissen. Ergänzt wird die Neuerscheinung durch die „Dankrede vor Abgeordneten des Europäischen Parlaments“, die Kunze am 16. Mai 2013 anlässlich der Verleihung der Robert-Schumann-Medaille gehalten hatte, in der an die Erhaltung der Muttersprache appellierte.