Betrachtungen zum Deutschen Bauernkrieg (1524-1525). Unterschiede im gestrigen und heutigen Bewusstsein
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Produktdetails
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Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
18.09.2018
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
989 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668800779
Der Deutsche Bauernkrieg, eigentlich müsste es ja - die Deutschen Bauernkriege - heissen, denn sie waren eine Aneinanderreihung mehrerer kleinerer, von Bauern, aber auch von Handwerkern sowie Bergknappen, getragener, regionaler Aufstände. Vorwiegend fanden diese in Süd- bzw. Südwestdeutschem Raum statt. Die Ereignisse um den "Deutschen Bauernkrieg" in einen direkten Zusammenhang mit Luthers Thesenanschlag und der damit eigeleiteten Kirchenreform zu bringen, ist nur bedingt richtig.
Martin Luther verstand seine "Reformation" ausschliesslich als eine Erneuerung der Kirche. Er stellte zu keiner Zeit die weltliche Ordnung in Frage. Deshalb wendet sich Martin Luther auch ganz energisch gegen die aufflammende Bauernkriegsbewegung. Er greift dabei einen der Führer dieser Bewegung, Thomas Müntzer, in mehreren Schriften, wie z.B. den Brief an die Fürsten zu Sachsen im Juli 1524 mit dem Titel "Wider den aufrührerischen Geist" an. Die Bauern jedoch, die nicht alle zu den ärmsten der damaligen Gesellschaft zählten
und durchaus mehr als ihr Leben zu verlieren hatten, griffen eben nicht zu ihren Dreschflegeln und benutzen sie als Waffen, um einer Erneuerung der Kirche Nachdruck zu verleihen. Nein, sie sahen vielmehr ihre alten althergebrachten Rechte massiv gefährdet. Die Bauern verstanden ihre Reformation, ihren Aufstand eher als
eine Bewegung, die altes (bäuerliches) Recht wiederherstellen sollte.
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