Depeschen nach Mailland
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
28.09.2018
Abbildungen
Mit Abbildungen
Herausgeber
Michel MettlerVerlag
SuhrkampSeitenzahl
187
Maße (L/B/H)
20/12/1.4 cm
Gewicht
216 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-518-24185-1
»Bei mir war Pfingsten, und bei dir?«
Im Februar 2002 lädt das Schweizer Radio DRS die Autoren Jürg Laederach und Michel Mettler zu einem Gespräch über Jazz ein. Ausgehend von dieser Begegnung im Aufnahmestudio entwickelt sich ein intensiver E-Mail-Diskurs, zunächst über Musik, dann, von der Tonspur des Lebens abweichend und immer wieder fulminant zu ihr zurückkehrend, eine laufende Mitschrift des Alltags, hier ausschliesslich aus der Feder von Jürg Laederach, einem grossen Meister der Freisprechprosa. Einmal mehr betört er mit vokabularischer Brillanz und der frappierenden Winkelschiefe seiner Art, das zu sehen, was wir, bevor wir ihn lasen, »Wirklichkeit« nannten.
Ausgewählte Teile dieser Minutenmitschriften Jürg Laederachs gibt Michel Mettler heraus. Ergebnis ist Depeschen nach Mailland, ein Stück Stegreifliteratur, dessen improvisatorischer Drive so mitreissend ist, dass der Leser sich fragt: Warum bloss ist dies eines der ersten E-Mail-Bücher?
Jürg Laederach, geboren 1945 in Basel, studierte Mathematik in Zürich, Romanistik, Anglistik und Musikwissenschaften in Basel. 1974 erschien sein erstes Buch, der Erzählband
Einfall der
Dämmerung
. Zahlreiche Romane, Erzählungen, Theaterstücke folgten. Laederach war auch als Literatur- und Musikkritiker tätig. (
Der zweite Sinn
enthält seine Grazer Poetik-Vorlesungen,
Eccentric
eine Auswahl seiner Kritiken.) Er übersetzte aus dem Englischen und dem Französischen – Werke von Walter Abish, Frederick Barthelme, Maurice Blanchot, William Gass, Harry Mathews und anderen. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, 2005 mit dem Italo-Svevo-Preis. Zuletzt veröffentlichte er den Erzählband
Harmfuls Hölle
. Er starb 2018 in seiner Heimatstadt Basel.
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