Manchmal braucht es einen fremden Besen, um Platz zu schaffen für das Glück Die Hamburger Modelegende Ella Castello, die den Sternen mehr vertraut als den Menschen um sich herum, zieht es zurück in ihre Heimat Rom. Doch zuvor muss sie sich von ihrer Villa an der Alster trennen - und von ihren Vintagekleidern, die sie wie einen Schatz hütet. Um endlich loslassen zu können, sucht die alte Dame Hilfe bei Aufräumberaterin Merle. Bei der disziplinierten jungen Frau scheint alles strikt nach Plan zu laufen. Aber nach und nach zeigt sich, dass auch in Merles Leben nur oberflächlich Ordnung herrscht, vor allem in Liebesdingen ... Kann sie womöglich noch etwas von der temperamentvollen Ella lernen? Und schafft sie es endlich, auch in ihr eigenes Herz Klarheit zu bringen? Eine charmante Freundschafts- und Liebesgeschichte für alle, die endlich aufräumen wollen in ihrem Leben.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
15.02.2020
eBook (ePUB 3)
So ist es der richtige Ansatz
Ich kannte bisher noch keine Bücher von Ulrike Schäfer. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob die Journalistin und PR-Beraterin zuvor bereits Romane geschrieben hat, Sachbücher auf jeden Fall. Aber das Thema interessierte mich, so dass ich diesem Buch eine Chance gegeben habe. Außerdem war eine Freundin von mir ganz begeistert von dem Buch.
Ich muss Ihnen dieses Mal tatsächlich nicht zum Inhalt sagen. Ich bin mit der Inhaltsangabe zur Abwechslung zufrieden.
Der Buchtitel „Macht das glücklich, oder kann das weg“ ist meiner Meinung nach genau der richtige Ansatz für das Thema „Aufräumen und Entrümpeln“. Denn ob dieser ganze Minimalismuswahn, der gerade überall propagiert wird, wirklich glücklich macht, wage ich persönlich zu bezweifeln. Ja, Erinnerungen haben wir im Kopf. Aber können wir die so ohne weiteres abrufen? Und helfen da Bilder von den Objekten weiter? Wann nimmt man sich denn wirklich einmal ein Fotoalbum vor, oder guckt sich die Bilder an, die man auf dem Computer gespeichert hat? Ich liebe meine ganzen Dekorationsartikel. Sie wecken bei mir warme Gefühle. Und ich denke gerne daran, warum sie mir etwas bedeuten. Also, wenn sie glücklich machen, dürfen sie bei mir bleiben. Damit werde ich zwar nie eine minimalistische Wohnung haben, und das Saubermachen dauert auch ein wenig länger. Aber ich bin glücklich damit!
In diesem Roman wird viel von dem tollen Ragù alla Bolognese gesprochen. Das ist wohl wirklich mehr als die uns bekannten Spaghetti Bolognese, die ein Italiener so eh nie essen würde. Merle experimentiert in diesem Roman selbst an einem Rezept herum, da Ella ihr Rezept nicht verraten will. Und alles, was sie ausprobiert, hört sich so lecker an, dass ich ein wenig traurig bin, dass keine Rezepte im Anhang vorhanden sind. Noch zu, wo auch eine vegetarische Variante dabei war.
Dieser Roman ist ein wunderbar warmherziger Roman, über die Liebe, Verlust und Vergebung. Ein richtig schöner Kuscheldeckenroman, der einen glücklich zurücklässt. Der einer aber auch dazu anregt, darüber nachzudenken, was einen selbst glücklich macht. Am Ende des Buches hat Merle nicht nur Ellas Villa und Ellas Leben aufgeräumt, sondern Ella hat auch Merle ganz viele Anregungen für ihr eigenes Leben mit auf den Weg gegeben.
Für jede Leserin, die sich gerade in einer Umbruchsphase befindet. Oder die einfach einmal wieder einen richtig kuscheligen Wohlfühlroman lesen möchte, bei dem man schon am Anfang weiß, dass das Ende einfach nur schön ist.
Und wenn Sie dann noch Lust auf ein weiteres Buch zum Thema „Entrümpeln“ brauchen, kann ich Ihnen Anne Weiss „Mein Leben in drei Kisten“ sehr empfehlen. Auch das liest sich richtig gut weg, obwohl es ein Sachbuch ist.