Produktbild: Schöneberger Steinigung

Schöneberger Steinigung Kriminalroman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2019

Verlag

Querverlag

Seitenzahl

304

Maße (B/H)

11/18 cm

Gewicht

254 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89656-272-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2019

Verlag

Querverlag

Seitenzahl

304

Maße (B/H)

11/18 cm

Gewicht

254 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89656-272-2

Herstelleradresse

Querverlag GmbH
Akazienstr. 25
10823 Berlin
Deutschland
Email: mail@querverlag.de
Url: www.querverlag.de
Telephone: +49 30 78702340
Fax: +49 30 7884950

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  • ech

    aus Bochum

    5/5

    05.06.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Spannender Berlin-Krimi mit gelungenen Anspielungen auf aktuelle politische Entwicklungen

    Bei seinem Krimi-Debüt legt der Autor Peter Fuchs gleich einen absolut gelungenen Kriminalroman vor, der nicht nur mit einer spannenden Geschichte zu überzeugen weiß, sondern auch zahlreiche Anpielungen auf aktuelle politische Entwicklungen aufweist. Die Arztgattin Viktoria "Vicky" Meier findet beim Joggen im Park am Schöneberger Rathaus und unweit einer Flüchtlingsunterkunft die übel zugerichtete Leiche eines Mannes. Dieser entpuppt sich als homosexueller Ex-Priester, der im Internet mit Vorliebe gegen den Islam gehetzt hat. An möglichen Motiven und Verdächtigen mangelt es also nicht, als Kriminaloberkommissar Max Kühn und sein Team die Ermittlungen aufnehmen. Das zudem diverse Gruppierungen versuchen, den Mord für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und der politische Druck auf die Ermittler entsprechend hoch ist, macht die Suche nach dem Mörder nicht wirklich einfacher. Und auch Vicky wird mehr oder weniger unfreiwillig immer tiefer in die Ermittlungen hineingezogen. Mit einem flotten Schreibstil und einer feinen Beobachtungsgabe treibt der Autor seine Geschichte voran und liefert am Ende eine schlüssige und zugleich überraschende Auflösung. Zahlreiche Orts- und Perspektivwechsel sorgen nicht nur für ein hohes Erzähltempo, sondern erlauben auch einen umfassenden Blick auf das komplexe Geschehen. Die durchgehend gut charakterisierten und vielschichtig angelegten Protagonisten sind dabei immer wieder für Überraschungen gut, besonders hervorzuheben ist dabei Vickys Putzfrau Ingeborg, der hier einige großartige Auftritte gelingen, die das insgesamt eher düstere Geschehen zudem immer wieder ein wenig auflockern. Gelungenes Krimi-Debüt mit sympathischen Ermittlern, die durchaus das Potential für weitere Auftritte haben.

  • lielo99

    aus Bad Münstereifel

    5/5

    14.05.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Tolles Debuet

    Schöneberger Steinigung ist der erste Kriminalroman des Autors Peter Fuchs. Der Krimi spielt in Berlin und ist ein gelungenes Abbild der Situation im Kiez. Mit spitzer Feder zeichnet Herr Fuchs sehr realistisch auf, wie AfD und weitere Rechte Gruppierungen liebend gerne ein Unglück für ihre propagandistischen Zwecke missbrauchen. Ein junger Mann wird tot in einem Park gefunden. Er wurde übel zugerichtet, ja es scheint als sei er zu Tode gesteinigt worden. Schnell wissen die Ermittler, dass es sich bei dem Toten um einen ehemaligen Priester handelt. Er war auf Facebook äußerst aktiv und hetzte dort gegen Muslime, die aus ihrem Heimatland flüchten mussten. Zudem bekannte er sich öffentlich dazu schwul zu sein und das war den ach so gläubigen Christen in der AfD natürlich gar nicht recht. Es gibt also viele Verdächtige und der junge Kriminaloberkommissar Max Kühn hat die schwere Aufgabe, den Täter zu überführen. Nicht alleine die Tatsache, dass der Krimi bis zum Schluss sehr spannend ist, macht ihn in meinen Augen so lesenswert. Auch die unterschiedlichen Strömungen der politischen Szene beschreibt der Autor sehr detailliert. Sofort nach dem Mord gibt es Mahnwachen vor einem Flüchtlingsheim, bei denen es zu Ausschreitungen von linken und rechten Gruppen kommt. Dann der Hinweis der Hinweis auf die „geheimen Gruppen“ bei Facebook, wo sich die Elite der AfD-Anhänger im wahrsten Sinne des Wortes „auskotzt“. Sie denken, dass sie unter sich seien und werden doch häufig unterwandert. Genau und richtig erfasst und daran hat sich bis heute nichts geändert. Es gibt so viele Verdächtige, aber bis zum Schluss keinen Hinweis auf den oder die Mörder/in. Waren es die jungen Flüchtlinge, die oft im Park sind, oder doch die homophoben Männer aus Berlin? Ein guter Krimi mit sehr viel Anschauungsunterricht zum Vokabular der rechten Szene. Selbst Bärgida, die ja zum Glück kaum noch eine Rolle spielt, wird in der Schöneberger Steinigung erwähnt. Ja, ich freue mich schon jetzt auf einen weiteren Kriminalroman von Peter Fuchs.

  • Gertie G.

    aus Wien

    3/5

    02.02.2021

    eBook (ePUB)

    Ein rasanter Krimi, der mich dennoch nicht überzeugt hat

    Vicky entdeckt beim Joggen die Leiche eines vorerst unbekannten Mannes. Doch sie ist nicht alleine am Tatort. Mehrere Personen, darunter Hundebesitzer, Asylbewerber und kiffende Jugendliche, sind ebenfalls vor Ort und geben der Polizei nur widerwillig Auskunft. Vicky hat hier weniger Scheu, denn sie kennt den Ermittler, Max Kühn, aus ihrem Schwimmclub. Vicky kann dann auch noch einen Hinweis auf die Identität des Toten geben. Damit beginnt die schwierige Suche nach dem Täter, denn der Ermordete ist ein schwuler Ex-Priester, der gegen Asylbewerber gehetzt hat. Wo ist nun der Täter zu finden? Bei den Linken, den Rechten oder den Frommen, denen das Outing des Ex-Priesters die heile Welt zerstört? Oder ist der Mord gar eine Beziehungstat aus Eifersucht? Immerhin hat der Tote seinen Ehemann mehrmals betrogen. Fragen über Fragen, die sich der Ermittler Max Kühn stellen muss. Wird er die Tat aufklären können? Meine Meinung: Als Wienerin bin ich mit den Berliner Verhältnissen ob im Kiez oder der Politik nicht so vertraut. Die vielen unterschiedlichen politischen bzw. weltanschaulichen Gruppierungen, die doch recht militant vorgehen, haben mich ein wenig irritiert. Für Insider ist natürlich alles klar. Die politische Brisanz ist sehr gut getroffen, das Scheinheilige hier wie dort. „Ich kämpfe dafür, dass unser Linksstaat wieder ein Rechtsstaat wird, gegen die Islamisierung Europas, gegen den faschistischen Terror der Antifa und gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit, aber wie wird es mir gedankt?“ (Nelly S. 169) Allerdings ist es mit der Meinungsfreiheit nicht weit her, wenn nur die eigene Meinung als schützenswert gilt. Interessant ist, wie die verschiedenen Personen miteinander verflochten sind. Da ist zum einen Vicky, die Ehefrau des Arztes Oliver, der durch seine häufige Abwesenheit glänzt, die ehrenamtlich in der Asylunterkunft arbeitet, genauso wie ihre Haushälterin Ingeborg, die plötzlich mit einer Frau zusammenziehen möchte und einen jungen Asylwerber adoptieren will oder die Gruppe rund um Horst Ibarra, dem Ehemann des Ermordeten. Dann haben wir noch den AfD-Bezirkspolitiker Manni, der nach wie vor bei seiner Mutter lebt und via Social Media gegen Nicht-Deutsche hetzt. Oder Nelly, die auch nicht das ist, was sie vorgibt zu sein. Und nicht zu vergessen, diese Ursula von Übelbach, bei deren Namen schon Argwohn über ihre Gesinnung aufkommt. Warum allerdings Vickys österreichische Herkunft im Verlagstext so hervorgehoben wird und dann überhaupt keine Rolle spielt, verstehe ich nicht ganz. Interessant ist auch der Umgang der Ermittler miteinander. Die meisten haben ein recht lockeres Verhältnis zueinander. Das liest man schon aus der manchmal flapsigen Umgangssprache heraus bzw. die Kabbelei zu den täglichen Croissants. Witzig finde ich die Namen für die Vernehmungsräume „Teneriffa“, „La Gomera“ und „Mallorca“ – das gefällt mir! Der Schreibstil ist gut lesbar. Die Berliner Schnauze von Ingeborg lockert den Krimi auf. Gut auch die Sprüche so mancher Protagonisten „schwuler Homosex“ (S.179/ Ursula beim Verhör) – das ist ein schöner Pleonasmus, schwuler geht’s nimmer. Ein paar Dinge sind mir ein wenig zu viel: Müssen sich jetzt plötzlich alle als homosexuell outen? Zum einem, Agnes, die Tochter der Übelbach, die vorher kaum in Erscheinung tritt und dann überraschend erscheint, genauso wie Max, der sich mit Felix und Raffael einlässt. Das halte ich für höchst unprofessionell. Immerhin haben beide als Verdächtige in diesem Mordfall gegolten. Nebenbei bemerkt, knutschen die beiden vorher mit Heidi. Und zwischen Max und Vicky hätte ich eigentlich ein leises Knistern verspürt. Hm, das ist mir doch ein bisserl zu viel freie Liebe. Fazit: Ein rasanter Krimi, der innerhalb einer Woche spielt und das Leben so mancher Person auf den Kopf stellt. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht überzeugt, daher nur 3 Sterne.

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