Die Aushandlung von Enteignung Der Kampf um Anerkennung und Öffentlichkeit im Rahmen des Staudammbaus Belo Monte, Brasilien
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
11.01.2019
Abbildungen
27 Schwarz-Weiß- Abbildungen, 2 Schwarz-Weiß- Tabellen
Verlag
Franz Steiner VerlagSeitenzahl
292
Maße (L/B/H)
24.1/17.5/2 cm
Gewicht
501 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-515-12223-8
Das Wasserkraftwerk Belo Monte ist Sinnbild einer Entwicklungspolitik Brasiliens, die durch kapitalistische Expansion die Erschliessung und Inwertsetzung des Amazonasgebietes fördert. Über die komplexen Mechanismen und Wirkungen der damit einhergehenden Enteignungsprozesse besteht bislang nur ein unzureichendes Verständnis.
Anhand der Verknüpfung von performativitäts-, anerkennungs- und demokratietheoretischen Ansätzen nimmt Sören Weissermel eine Konzeptualisierung des Enteignungsbegriffs vor und leistet so einen Beitrag zu einem fundierten Verständnis von Enteignung. Die empirische Analyse offenbart die Prekarisierung der vom Belo-Monte-Projekt betroffenen Bevölkerung, ausgelöst durch eine Politik der Nicht-Anerkennung komplexer Eigentumsstrukturen und damit verknüpfter Lebensweisen. Der Widerstand gegen Enteignung ist damit im Kern ein Kampf um die Anerkennung alternativer Wirklichkeiten. Die Arbeit verdeutlicht so den Aushandlungscharakter von Enteignung, die im Spannungsfeld der Prekarisierung Betroffener und ihrer Forderungen nach Anerkennung und Öffentlichkeit stattfindet. Dieser Aushandlungsprozess ist als ein Kampf um die materielle und symbolische Aneignung des Raumes zu verstehen.
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