Produktbild: Die erschöpfte Globalisierung

Die erschöpfte Globalisierung Zwischen transatlantischer Orientierung und chinesischem Weg

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Set mit diversen Artikeln

Erscheinungsdatum

06.04.2019

Abbildungen

XVIII, 385 S. 35 Abb., 32 Abb. in Farbe. Book + eBook.

Verlag

Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH

Seitenzahl

385

Maße (B/H)

12.7/20.3 cm

Gewicht

436 g

Auflage

2., aktualisierte Auflage 2019

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-658-25191-8

Beschreibung

Rezension

“... Ein spannendes, wirtschaftswissenschaftliches Buch mit einem weiten Blick, das sich zu lesen lohnt ...” (Politik und Kultur - Zeitung des Deutschen Kulturrates, Heft  4, 2019)

Produktdetails

Einband

Set mit diversen Artikeln

Erscheinungsdatum

06.04.2019

Abbildungen

XVIII, 385 S. 35 Abb., 32 Abb. in Farbe. Book + eBook.

Verlag

Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH

Seitenzahl

385

Maße (B/H)

12.7/20.3 cm

Gewicht

436 g

Auflage

2., aktualisierte Auflage 2019

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-658-25191-8

Herstelleradresse

Springer Nature Customer Service Center GmbH
Europaplatz 3
69115 Heidelberg
DE
ProductSafety@springernature.com

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  • S.A.W

    5/5

    03.02.2021

    Buch (Set mit diversen Artikeln)

    Kommt eine neue Krise?

    Nach der ersten Globalisierung von 1871-1914 fand ab 1989 eine zweite statt, die sich nunmehr totläuft, da weder die Arbeitsteilung noch der Welthandel weiter wachsen. Es findet derzeit eine Systemkonkurrenz zwischen dem transatlantischen Demokratiemodell und dem chinesischen Staatskapitalismus statt – mit offenem Ausgang. Das Jahr 2008 läutete die derzeitige Krisenstimmung ein, in der der wirtschaftliche und gesellschaftliche Konsens verloren scheint. China hat in den letzten 40 Jahren jene Bedeutung wiedererlangt, die es vor der 1. Globalisierung und vor der Handelsvernetzung der Entdeckerzeit hatte. Um 1500 teilte sich die Weltwirtschaft folgendermaßen auf: 20% China, 20% Indien, 20% Europa und 40% Rest der Welt). Noch 1750 übertraf China den gemeinsamen Wert von Europa und USA. Das Fehlen demokratischer Freiheit behinderte in Asien das Aufgreifen der Globalisierungsvorteile, inzwischen lassen sich diese aber mit der Volksdiktatur vereinbaren. Migration war und ist ein Merkmal der Globalisierung, vor allem um einen wirtschaftlichen Neustart zu finden. 32 Mill Europäer wanderten in die USA, weitere 20 Mill in andere Überseegebiete, 50 Mill Russen nach Osten, 40 Millionen Inder nach Afrika und Südostasien, 20 Mill Chinesen ebenfalls nach Südostasien. Die Migration diente der Allokation von Arbeitskräften zu aufstrebenden Wirtschaftsregionen. Die sozialen Unterschiede waren in Übersee durch den Sklavenhandel „outsourced“. Ohne Sklaven-Drain hätte West- und Zentralafrika eine doppelt so hohe Bevölkerung gehabt. Die globalen Investitionen benötigen einen stabilen Finanzaustausch. Dies wurde durch die Edelmetall-Bindung der Währungen erreicht. Auch wenn der Goldpreis stieg oder sank, blieb doch der Wert 2er Währungen zueinander unverändert, bis 1972 das Bretton-Woods-System gekippt wurde. Im 19. Jhdt. kam es zu einer massiven Wissensdiffusion und zu Ausbreitung von Technologien, wobei Migration und Handelsströme eine große Rolle spielten. 2015 wurden von der UNO Millenniumsziele zur Bekämpfung von Hunger, Armut, Diskriminierung und fehlender Bildung beschlossen, die die Globalisierung weiter vorantreiben. Derzeit scheint die 2. Globalisierung erschöpft, da Welthandel und Wirtschaftswachstum stagnieren und protektionistische Kräfte erstarken. Die Globalisierungsverlierer in der ersten Welt fordern die Rückkehr zum Protektionismus. Den Geldgebern fehlt das Vertrauen in zuverlässige Institutionen, vor allem in den Schwellenländern, die daher kaum Kapital bekommen. Eine Ausnahme ist China, wo der Staat die Sicherheit der Investitionen garantiert. Die Digitalisierung verändert die Wirtschaft total und es ist noch nicht absehbar, welche Strukturen die Zukunft beherrschen werden. So wird es vielleicht nach dem Abdanken der USA gar keinen Hegemon mehr geben, sondern digitale Netzwerke übernehmen dessen Funktion. Die Unvorhersehbarkeit von Entwicklung zeigt sich im Abstieg Argentiniens (demokratisch), im Aufstieg Südkoreas (demokratisch) und Chinas (diktatorisch). Für Afrika gibt es eine Reihe von Initiativen, die Einbindung in die Weltwirtschaft ist aber noch ungenügend. Das Buch ist sehr gut in der Beschreibung des Ist-Zustandes der Globalisierung. Der Zukunftsausblick ist zu vage und zu wenig mutig, bietet daher keine konkreten Lösungen. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „2100. Die neue Welt. So retten wir die Zukunft.“

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