• Produktbild: Lütten Klein

Lütten Klein Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft

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inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.08.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

284

Maße (L/B/H)

21.5/13.5/3.2 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Hellblau / Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42894-8

Beschreibung

Rezension

» ... virtuos und anregend.« ("Der Tagesspiegel")
» ... Steffen Mau [bietet] ein differenziertes, ein sensibles und durchaus sorgenvolles Bild von ›dem Osten‹ 30 Jahre nach der Öffnung der Grenzen.« ("Neue Osnabrücker Zeitung")
»Steffen Mau erzählt genau so viel aus seinem und dem Erleben anderer Lütten Kleiner und unterlegt die Anekdoten – wo nötig – mit Zahlen, dass daraus ein vielschichtiges Sittengemälde entsteht, ohne den Leser mit Geschwätzigkeit, Larmoyanz oder Fakten zu erschlagen.« ("Deutschlandfunk")
»Wer den Osten verstehen will, sollte Steffen Maus soziologische Bestandsaufnahme Lütten Klein lesen.« ("Badische Zeitung")
»Steffen Mau bietet [in seinem Werk] differenzierte sozialpsychologische Überlegungen an.« ("neues deutschland")
»»Steffen Mau hat mit Lütten Klein ein ebenso persönliches wie informatives Buch vorgelegt. Seiner mit sehr viel Empathie geschriebenen Studie gelingt es, dass Lesende aus West- und Ostdeutschland nicht nur das frühere Leben in der DDR besser verstehen, sondern auch den  anschliessenden Systemwechsel sowie die damit einhergehenden Folgen und ›gesellschaftlichen Frakturen‹.« ("soziopolis.de")
» Lütten Klein ist ein wichtiges Buch – für West- und für Ostdeutsche.« ("ZEIT WISSEN")
»Das Buch von Steffen Mau ist ein Gewinn für die Diskussion um die Unterschiede von Ost und West sowie die Herausforderungen des Zusammenwachsens in Deutschland. Es ist anschaulich geschrieben und sehr lesenwert.« ("Politik & Kultur")
»Wie eine Geschichte aus zwei Ländern. ... Das Fazit dieses überaus bemerkenswerten und zudem gut lesbaren Buches: Viele Spannungen, die sich in Ostdeutschland beobachten lassen, haben ihren Ursprung in der DDR-Zeit.« ("BuchMarkt")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.08.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

284

Maße (L/B/H)

21.5/13.5/3.2 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Hellblau / Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42894-8

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • Bewertung

    5/5

    16.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr aufschlussreiches Buch

    Ich bin selbst Jahrgang 1989 und in Brandenburg geboren. Als die Mauer fiel, war ich 9 Monate alt und habe daher keine Erinnerungen an die DDR. Zum Studium und für meine ersten Jobs bin ich für insgesamt 9 Jahre in die alten Bundesländer gezogen und wurde dort zum „Ossi“ und mit allerhand Halbwissen und Vorurteilen konfrontiert. Ich habe nun 5 verschiedene Bücher über die DDR gelesen, da in meiner Familie - was anscheinend ein weitverbreitetes Phänomen ist - wenig über die Zeit vor 89 gesprochen wird und mich zahlreiche Fragen bezüglich meiner Herkunft umtreiben. Dieses Buch war mit Abstand das aufschlussreichste, das ich gelesen habe. Es hat mir sehr viele Aha-Moment beschert. Herr Mau schreibt nicht nur sehr eindrücklich vom Alltag in der DDR sowie der Wende- und Nachwendezeit, sondern liefert auch Erklärungen, weshalb die politische Einstellung in großen Teilen der Bevölkerung in den neuen Bundesländern ist, wie sie leider ist. In einigen Teilen ist das Buch sehr wissenschaftlich geschrieben, hat mich aber nicht gestört. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen!

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine sehr interessante und informative Analyse über das Leben in der DDR bis 1989 und den anschließenden Systemwechsel. Steffen Mau hat Kindheit und Jugend im Rostocker Plattenbauviertel Lütten Klein verbracht. Seine persönlichen Erfahrungen verknüpft er ziemlich anschaulich mit dem Blick des Wissenschaftlers auf Sozialstruktur und Mentalitäten. Das Buch lässt sich trotz einer guten Portion Fachsprache leicht und flüssig lesen ohne dadurch in Richtung einfache Erklärungen abzurutschen.

  • Gordel

    aus Berlin

    5/5

    20.02.2021

    Buch (Taschenbuch)

    "Lütten Klein" ist unbedingt…

    "Lütten Klein" ist unbedingt lesenwert: Eine differenzierte Beschreibung der ostdeutschen Gesellschaft. Eine zugespitzte Analyse ihrer Brüche. Und - ein persönlich gefärbter Erlebensbericht des Umbruchs. Das Ergebnis der Analyse ist klar: Vereinigung und Transformation haben es nicht vermocht, über 40 Jahre gewachsene Eigenheiten zu überformen, geschweige denn, die westdeutschen Entwicklungen nachzuvollziehen. Im Gegenteil: Sie haben die lang angelegten “Frakturen“ im gesellschaftlichen Gefüge bloßgelegt und vertieft. Der Osten bleibt eben anders. Der Anspruch der westdeutschen Transformationsstrategie ist gescheitert. Gewiss nicht aus Mangel an guten Absichten. Doch auch an ihren eigenen Widersprüchen. Und dem Unvermögen, dem Aufbruch im Osten etwas abzugewinnen: Der Sieg im Kalten Krieg ließ das schier unnötig erscheinen. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Mau nennt viele. Einige bemerkenswerte Beispiele: - Ein jahrzehntelanger Brain Drain. Die Fluchtbewegung zur Wende war nur ein kleiner Ausschnitt davon. Beginnend in den 50ern, wurde er durch den Mauerbau nur aufgestaut, und setzte sich mit Grenzöffnung ungehindert fort. Nicht zu unterschätzen: Für die übergroße Mehrheit der Ostdeutschen bedeutete die Einheit einen Abstieg: Wirtschaftlich. Sozial. Kulturell. - Die Vermännlichung des Ostens, begünstigt durch eine eigentümliche Kombination von modernem Rollenverständnis ostdeutscher Frauen und traditionellen Heiratsmustern, zugespitzt durch den beispiellosen Geburteneinbruch zur Wende: Je nach Bildungsstand, gibt es in manchen geburtenstarkem Vorwendejahrgang dreimal mehr Männer als potenzielle Partnerinnen in der Region. Die heirateten oft in den Westen. - Frappierender ist ein anderer Befund: Nach dem kurzen Rausch der Wende - Mau versucht ihn den Nachgeborenen mit der kollektiven Begeisterung zu einer Fußballweltmeisterschaft begreifbar zu machen – fiel die Gesellschaft zurück in Starre. Die Strategie der schnellen Vereinigung setzte auf nationalen Pathos, nicht auf demokratische Prozesse. Mit der Einheit kehrte die Herrschaft zurück. Und die Erwartung, sich anzupassen. Der Westen wagte zu wenig Demokratie. Ein Faktor der Kontinuität – der sich heute mehr denn je zu rächen scheint: „Die DDR war eine gedeckelte und nach unten gedrückte Gesellschaft, und so lässt sich Ostdeutschland auch heute noch beschreiben.“ Konsequenterweise endet das Buch mit Überlegungen zur Abneigung gegen Fremde und dem Erfolg der AfD. Sie profitiert davon, dass sich die anderen Parteien der Unzufriedenheit im Osten nicht (mehr) annehmen. – Zeit, dass sich das ändert. Spätestens nach diesem Buch.

  • Bewertung

    2/5

    15.10.2024

    eBook (ePUB)

    Guter Anfang, dann wird es kompliziert

    Mich interessiert das Thema, ich bin in Brandenburg aufgewachsen. Der Anfang des Buches liest sich gut. Doch bald wird man mit Fachbegriffen traktiert. Warum drückt der Autor sich nicht für jeden Menschen gut verständlich aus? Viele Lütten Kleiner werden die komplizierten Bandwurmumsätze ihres ehemaligen Bewohners nur schwer entwirren können. Möchte Steffen Mau nur bestimmte Kreise ansprechen? Beim Interview mit dem NDR redete Herr Mau locker und leicht verständlich. Doch sein Buch ist nur schwer zu verdauen.

  • S

    1/5

    12.02.2024

    eBook (ePUB)

    Schwer nachzuvollziehen was der Autor aussagen möchte

    Seltsames Vokabular, an das sich der Autor bedient hat. Es ist anstrengend das Buch zu lesen und es zu verstehen. Auch ist es schwer nachzuvollziehen, worauf sich der Autor manchmal bezieht.

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Bewertungen (5)

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  • Produktbild: Lütten Klein
  • Einleitung

    I. Leben in der DDR

    Neubau

    Die Wohnungsfrage

    Sozialistische Lebensweise

    Zusammenwohnen

    Soziale Nivellierung und blockierte Mobilität

    Gesellschaft der Gleichen oder sozialistische Ständegesellschaft?

    Hofierung der Arbeiterklasse

    Brechung des Bildungsprivilegs?

    Fallen der Status(re)produktion

    Mobilitätsblockaden

    Lebensführung und kulturelle Praktiken

    Land der kleinen Leute

    Strassenbilder

    Sich einrichten

    Begünstigungspolitik und Tauschwirtschaft

    Lokale Jugendkultur

    Familie, Privatheit, Erziehung

    Familienbande und die »Emanzipation von oben«

    Kinder, Kinder

    Private Nischen

    Der Einzelne und das Kollektiv

    Disziplinierung

    Einschluss nach innen, Abschottung nach aussen

    Rübermachen

    Isolation von Feind und Freund

    DDR Deutsche

    Ungeliebte Gäste der DDR

    Sozialistische Fremdenfeinde

    Die formierte Gesellschaft

    Überwachte kleine Freiheiten

    Mitglieder der Organisation DDR

    Sozialistischer Klientelismus

    II. Transformationen

    Zusammenbruch und Übergang

    Endlichkeit einer Gesellschaftsform

    Zerfallserscheinungen

    Ausgebremste Demokratisierung

    Interregnum

    Blaupause West

    Übernahmepolitik

    Modernisierungsdruck

    Habituelle und kulturelle Akkommodation

    Das nationale Projekt

    Vermarktlichung

    Kommodifizierung der Werktätigen

    Zonation und Differenzierung

    Politische Ökonomie der Unsicherheit

    Unterschichtung, Überschichtung

    Statusbezogene Deklassierung

    Aufstieg für alle?

    Gesellschaft der Habenichtse

    Transfereliten

    Demografischer Umbruch

    Vereinigungsschock

    Schrumpfgesellschaft

    Männerüberschuss

    Mentale Lagerungen

    Generationenfolge

    Soziokulturelle Entwertungen

    Vexierbilder von Identität und Herkunft

    Ostdeutsche als Migranten?

    Sozialer Sinn der Ostdeutschen?

    Bruchzonen

    Verwilderung des sozialen Konflikts

    Klasse versus Kultur?

    Offene Rechnungen

    Die politische Kapitalisierung der Deklassierung

    Hausbesuch

    Gesellschaftliche Frakturen