Die deutschen Unternehmen haben sich von Tretmühlen in Klapsmühlen verwandelt. Ungelernte Führungskräfte dilettieren auf den Chefsesseln. Meetings mutieren zu Machtkämpfen. Immer mehr Arbeitsabläufe enden in einem Irrgarten der Sinnlosigkeit. Und die Mitarbeiter gebrauchen ihren Kopf vor allem zu einem Zweck: zum Kopfschütteln über die haarsträubenden Zustände. Martin Wehrle zeichnet ein schonungsloses und witziges Panorama des Irrsinns im deutschen Büroalltag – Wiedererkennungswert garantiert.
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
Tenja Tales
5/5
02.08.2022
Buch (Taschenbuch)
Der Wahnsinn hat Methode
Der Autor des Buches, Martin Wehrle, ist mittlerweile Karriereberater und war früher mal Konzern-Chef. Er bekommt täglich die verrücktesten Geschichten aus den verschiedensten Irrenhäusern erzählt und hat daraus ein Buch gemacht. Er erklärt, wie man in einem Irrenhaus landet und wie man daraus auch wieder ausbrechen kann. Neben den wahren Geschichten stellt er die Umstände und Gegebenheiten oft überspitzt oder humorvoll dar, so dass es Buch ein kurzweiliges Buch ist, das zwischen Lachen und dem Schmerz der Erkenntnis angesiedelt ist.
Von Erkenntnissen und Kopfschütteln
Der erste und auch größte Teil des Buches handelt von den Irrenhäusern und dem, was darin passiert. Es werden anonymisiert diverse Beispiele und Geschichten erzählt, die mich immer wieder zum Kopfschütteln gebracht haben. Manches scheint fast unglaublich und doch weiß man irgendwie genau, dass es wahr ist. Das macht es vielleicht gerade so erschreckend.
Die zahlreichen und sehr unterschiedlichen Themen, wie sich Irrsinn in Firmen zeigen kann, helfen dem Leser auf jeden Fall, sich selbst irgendwo einzugruppieren. Mancher wird nach dem Buch sicher freudig zur Arbeit geben und seinen Job mit anderen Augen sehen. Mancher wird aber auch seine Firma im Irrsinn erkennen und vielleicht andere Konsequenzen daraus ziehen. So oder so finde ich dieses Buch definitiv eine Bereicherung.
Teste dich frei
Nachdem man die Irrenhäuser in jedweder Form und Farbe kennengelernt hat, geht es im zweiten Teil erstmal um den Test der eigenen Arbeitsstätte. Hier werden 40 Aussagen über das Unternehmen in den Raum gestellt, die man von 1 – 5 bewerten kann. Das bedeutet eine Spanne zwischen „stimmt überhaupt nicht“ bis „stimmt absolut“. Wer ehrlich bewertet, ist am Ende schlauer und weiß, wo er wirklich arbeitet. Schön finde ich, dass hier aber klar gesagt wird, dass für ein echtes Irrenhaus mehrere Kolleginnen und Kollegen so denken müssen. Und dass auch die Möglichkeit besteht, dass die eigenen Werte einfach nicht nur aktuellen Firma passen.
Wie du wirklich entkommst
Lästern ist kein Ausweg und dennoch ist es gängige Praxis. Der Autor zeigt auch hier einige Beispiele und macht dem Leser klar, wie ein echter Ausweg aussieht. Dabei geht es um andere Firmen, um wichtige Fragen und Faktoren im Bewerbungsgespräch und vor allem um den Leser selbst. Denn es wird klar gemacht, dass es Irrenhäuser nur gibt, weil es Leute gibt, die darin arbeiten. Wir sollten alle etwas mehr auf uns selbst hören, aufhören uns immer Untertan zu machen und auch in Bewerbungsgesprächen uns nicht nur anpreisen, sondern uns auch fragen, ob das Unternehmen uns als Arbeitskraft verdient hat. Ein toller Ansatz, der in der Theorie sicher wieder einfacher klingt als er umgesetzt wird.
Greifbarer Irrsinn im humorvollen Gewand
Mir hat das Buch „Ich arbeite in einem Irrenhaus“ wirklich gut gefallen! Es war eine bunte Mischung aus Lachern und schmerzlicher Erkenntnis. Man kann es als kurzweiliges und unterhaltsames Buch für Zwischendurch betrachten oder auch als Ratgeber für den weiteren Berufsweg. Aus meiner Sicht auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!
Bewertung
aus Leipzig
5/5
20.01.2021
eBook (ePUB)
Witzig, spritzig und auf den Punkt
Du bist Arbeitnehmer? Unbedingt lesen! Es erleichtert den Umgang mit Chefs und deren idiotischen Anweisungen und Schikanen ungemein.
Du bist Chef? Dieses Buch sollte zur deiner Pflichtlektüre erklärt werden!
Bewertung
1/5
28.07.2025
eBook (ePUB)
Wem nützt Sarkasmus ?
Im Buch werden die irren Geschäftsführer, Manager und Prokuristen beschrieben, welche, größenwahnsinnig geworden, Prozesse entwickeln und Geld vernichten. Mit Sarkasmus und Zynismus werden verrückte Anekdoten aus Deutschlands Firmen genüsslich ausgebreitet und mit Hohn und Spot überzeugen. Aber was hilft es mir als Leser, wenn der Autor den Größenwahn eines Managers schildert?
Nach 100 Seiten ohne einen eigenen positiven Einfall habe ich das Buch zur Seite gelegt.
Wie schrieb Dale Carnegie einmal ?
„Kritisieren, verurteilen und sich beschweren kann jeder Narr. Und die meisten Narren tun das auch.“
Meiner Persönlichkeitsentwicklung hat dieses Buch nicht gedient.
Deswegen habe ich nach 100 Seiten aufgehört zu lesen. Zeitverschwendung beendet.