Die Welt hat sich verändert, in der Metawelt geht ein Killer um und der noch junge Widerstand droht zu zerbrechen.
Der Widerstand stemmt sich verzweifelt gegen den Einfluss des Forums und der Implantatträger. Während die Menschheit immer mehr Zeit in der künstlich geschaffenen Metawelt verbringt, stösst Steve Työpaikkaa auf eine entsetzliche Wahrheit, die an den Fundamenten der Zukunft rüttelt. Derweil begibt sich seine Tochter June auf eine gefährliche Reise, nachdem der Widerstand auf die Quelle eines neuen Signals stösst. Sie muss zerstört werden, wenn der Widerstand überleben will - doch der Erfolg könnte einen Preis erfordern, den June nicht zahlen kann.
Die Fortsetzung des Bestsellers der Brüder Philipp und Joshua Tree.
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Junge Freiheitskämpfer im Jahr 2037, dystopisch, spannend, emotional, mit Denkanstößen
Julia Matos am 13.05.2019
Bewertungsnummer: 1211348
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Philipp und Joshua schlüpfen 7 Jahre nach „Das Signal 1“ abwechselnd in die miteinander verbundenen Perspektiven zweier junger Frauen.
Es zeugt von Wertschätzung gegenüber dem Leser, einen guten „Was-bisher-geschah“-Abschnitt voranzustellen.
Im Herbst 2037 ist aus dem Mädchen, das durch ihren Vater in den einsamen Wäldern Montanas in Überlebensregeln unterwiesen wurde, eine Gallionsfigur des Widerstands geworden, der sich aus „befreiten“ Implantatsträgern rekrutiert. Ein dystopisches Szenario, von Kampf und Flucht in naturbelassener Umgebung und gedanklichen Monologen dominiert. Die 17-jährige Hauptfigur mit ihrer Naturverbundenheit, Kenntnissen im Überlebenskampf und Unerfahrenheit in Liebesdingen ließ mich an Katniss Everdeen (Die Tribute von Panem) denken, ohne eine schlechte Kopie zu sein, denn die Darstellungen zur Psyche finde ich gelungen und individualisiert dargestellt. Anspannung, Erschöpfung usw. werden greifbar. Ich habe bei ihrem Leidensweg, ihren inneren Kämpfen und ihrer Persönlichkeitsentwicklung kräftig mitgefiebert.
Bei Janika hat es länger gedauert bis mir dies gelang. Als Einzelgängerin, finanziell gut situiert und hoch angesehen (zu hoch?), ist sie keine Sympathiefigur. Dafür hat mich das futuristische Setting von Beginn an fasziniert. Körperlich gehandicapt, wurde Janika mit Unterstützung ihres großen Bruders Bill zur Mitschöpferin, Administratorin und Vorreiterin in der virtuellen Metawelt, wo sie große Teile ihres Lebens verbringt. Für Millionen Menschen mittlerweile mehr als ein Spielplatz, um sich kurzzeitig kreativ auszutoben. Auch künstliche Intelligenz wird thematisiert. Hiervon sind wir in der Realität nicht weit weg, weswegen ich solche Szenarien - auch wenn der Blick auf politische und gesellschaftliche Auswirkungen hier ausführlicher hätte ausfallen dürfen - besonders reizvoll finde, um weitergehende Gedankenspiele anzustellen.
Beeindruckend finde ich die Einblicke, welche Auswirkungen die erfahrene Sozialisierung auf Reflektionen, Vertrauen, Freundschaft, Liebe hat. Es kristallisieren sich Schlüsselsätze heraus, z. B. „vergiss niemals, dass es wchtig ist, nicht nur zu überleben, sondern eine Welt zu erschaffen, in der sich das Überleben auch lohnt“, die man beim Begleiten der Figuren im Hinterkopf behält.
Quervergleiche zu Ready Player One, Surrogates, Matrix, Terminator usw. werden wach.
Darüber hinaus finden sich in beiden Perspektiven viele Anekdoten zu Online-Spielen, Filmen und Serien. Es ist cool, sie zu entdecken. Ein sympathischer Zug, dass die beiden Autoren nicht verheimlichen, woher sie ihre Inspiration bezogen haben. Es ist spürbar, dass Philipp und Joshua Tree mit Freude und Leidenschaft an diesem Werk gearbeitet haben.
Das Ergebnis ist ein flüssig lesbarer, spannender, wendungsreicher, temporeicher und gleichzeitig mit Tiefgang versehener Science-Fiction-Thriller.
Händeringend könnte man jetzt nach Kritik suchen. Beispiele:
Überzogener Heroismus, viele Tote, viel Flucht, Kampf. Das bleibt bei Science Fiction regelmäßig nicht aus. Erträglich, indem eine emotionale Würdigung stattfindet.
Für Laien teilweise sehr technisch, Kapitel 3 voller unbekannter Begriffe, technische Abkürzungen. Aber: Der sog. Meta-Sprech lässt tief in die Atmosphäre eintauchen, verleiht Glaubwürdigkeit. Es gibt ein umfassendes, alphabetisch sortiertes Glossar. Insofern keine Verständnisschwierigkeiten. Man lernt stattdessen etwas dabei.
Viele zu beachtende Namen, besonders oft mit den Anfangsbuchstaben „J“ und „A“. Aber: Personenverzeichnis!
Also, mach’s wie ich und sag‘ „JA!“ zur Signal-Trilogie der Gebrüder Tree. Beim 8. Buch erstmals fünf Sterne.
Band 2 hat ein Ende und gleichzeitig einen Cliffhanger. Ich freue mich auf den Abschlussband.
Spannender 2. Teil
Elke aus Heiligenhaus am 26.10.2023
Bewertungsnummer: 2053566
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Das zweite Buch in der Trilogie ist unbestritten spannend geschrieben. Wir erleben nicht wenige Kämpfe mit, in der realen wie der virtuellen Welt, sehen, wie sich die Lage zuspitzt, wie Menschen an ihren Aufgaben wachsen, aber auch zu zerbrechen drohen, und wir realisieren die Gefahr, die in den Implantaten, in der Metawelt lauert...
Da ich persönlich kein Spieler bin, kann ich mich nicht gänzlich in Gamer hineinversetzen, die die meiste Zeit online verbringen, und auch das Vokabular, die Strukturen nicht vollständig aufsaugen, somit hatte ich an der Metawelt mit Sicherheit nicht so viel Spaß, wie andere Leser, aber das Buch hielt mich gepackt, und ich bin auf die Fortsetzung gespannt.
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