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Produktbild: Sie nannten mich Joe

Sie nannten mich Joe Ein Leben für die Musik

2

Fr. 33.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.06.2019

Verlag

Tredition

Seitenzahl

324

Maße (L/B/H)

19.6/12.5/2.7 cm

Gewicht

444 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7482-9106-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.06.2019

Verlag

Tredition

Seitenzahl

324

Maße (L/B/H)

19.6/12.5/2.7 cm

Gewicht

444 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7482-9106-0

Herstelleradresse

tredition GmbH
Heinz-Beusen-Stieg 5
22926 Ahrensburg
DE

Email: support@tredition.com

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  • Ulrike Frey

    aus Haltern am See

    5/5

    01.08.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Er lebt wirklich nur für die Musik

    Das Cover ist schwarz, mittig ist im Grau ein Drummer in Action mit seinem Schlagzeug zu sehen, über dem Schlagzeug meint man Schallwellen in Orange zu erkennen. In gleicher Farbe ist der Name der Autorin. Titel und Untertitel lesen wir in Grau. Johannes ist Wirtschaftsjurist. Er durfte nicht seiner Leidenschaft nachkommen und Musik studieren. Aber jetzt ist Schluß, er schmeisst seinen Job und widmet sich nur noch seiner Musik. Er komponiert für seine Band Musikstück für Musikstück. Ständig hat er neue Arrangements im Kopf, die er zu Papier bringt. Seine Band treibt er immer mehr an. Die Zeit läuft ihm davon, er schläft kaum noch. Die besten Ideen kommen ihm im Rausch, denn mit der Zeit hat er ständig Alkohol oder Drogen nötig. Bis er bei einem Auftritt zusammenbricht. Gott sei Dank steht sein langjähriger Freund Mathias ihm zur Seite. Dieser hilft ihm auch bei allen seinen zukünftigen Entscheidungen, denn alleine ist er offensichtlich nicht dazu in der Lage. Verena Dahms hat mit diesem Roman eine Geschichte geschrieben, wie sie tagtäglich in Berlin passiert. Sie übernimmt den Jargon der Berliner, insbesondere der jungen Leute und bringt uns die Problematik der Stadt Berlin mit den vielen Obdachlosen, Bettlern und Junkies auf den Straßen nahe. Sie zeigt die Not dieser Menschen und wie verlockend und einfach es ist, an den ach so nötigen Stoff zu gelangen. Dies hat sie uns am Beispiel des Lebens des Musikers Johannes/Joe aufgezeichnet. Natürlich kann sie in einem solchen Roman nicht noch mehr auf die Vorgeschichte eingehen, immerhin hat Joe immer wieder davon erzählt. Aber eins kann ich versprechen, es ist eine sehr abwechslungsreiche Story, die sich zu lesen lohnt. Und lassen wir uns als Leser doch ruhig ein Ende wie es Verena Dahms vorgesehen hat, gefallen - ich hab es gerne so gelesen. Ein Roman mit Höhen und Tiefen, von Joe selbst erzählt. Ein Roman, der unterhält ist "Sie nannten mich Joe - Ein Leben für die Musik". Erschienen bei Tredition im Juni 2019.

  • Bewertung

    aus Darmstadt

    5/5

    21.06.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Hoffnung und Resignation, zwischen Aufstieg und Abgrund: Ein Leben für die Musik

    Es sind oft steinige Wege, hart am Abgrund, wenn man für ein einziges Ziel brennt, wenn man Rückschläge einstecken muss, wenn man an den Rand der Existenz gelangt gelangt, um seinen Traum zu verwirklichen. So geht es Johannes, studierter Jurist, der er nur auf Druck seines Vaters geworden ist und dennoch keine Anerkennung bekommt. Irgendwann hält er es nicht mehr aus, schmeißt den Job hin, um sich nur noch seinem Traum zu widmen: Musik zu machen, zu komponieren und zu spielen. Gemeinsam mit seinen Freunden versucht er Fuß zu fassen, Rock-Musiker mit Leib und Seele zu sein. Doch das Leben gibt ihm immer wieder einen Tritt, sodass er – unmerklich zunächst – abrutscht in die Szene von Alkohol und Drogen. Er ist nicht mehr Johannes, der gut situierte Anwalt, sondern er ist Joe, ein "ein verkrachter Rock-Musiker. Ein Singer-Songwriter ohne Zukunft". Sehr subtil und einfühlsam beschreibt Verena Dahms Joes Weg in den Abgund, seine Verzweiflung, aber auch seinen Mut, nicht aufzugeben. Der Roman spielt in Berlin, die Schauplätze sind authentisch beschrieben. Als Leserin nehme ich teil am pulsierenden Leben der Großstadt, an den Highlights wie auch an den Schicksalen der Verlorenen, die ohne Hoffnung dahinvegetieren. Die Autorin schreibt die Geschichte aus Sicht von Johannes/Joe in der Ich-Form, sodass man seinen Kampf, sein Erleben, seine Verzweiflung hautnah mitempfindet. Immer wieder keimt unterschwellig die Frage auf: Was ist es, dass dich stark macht, weiterzugehen, was hält dieses Feuer, für deinen Traum zu brennen, am Glimmen und lässt es immer wieder aufflammen? Begegnungen mit Menschen, die ihr eigenes Schicksal haben, lassen Joe hoffen, zweifeln, fast resignieren und doch den Kampf immer wieder aufnehmen. Auch diese Charaktere sind wunderbar authentisch gezeichnet. Letztlich sind es wahr empfundene Freundschaft, Mut und Stärke, die Joe Perspektiven eröffnen, ihn zurückholen und dahin führen, wo Traum und wirkliches Leben gemeinsam stattfinden können. In seinen "Lila-Song" schreibt er all das hinein, was in ihm, aber auch in den Menschen ist, die ihm begegnet sind, in jenen, die kämpfen, die leben, die schwach sind und stark und in jenen, die keine Chance haben. Verena Dahms hat einen ralitätsnahen, wunderbar erzählten Roman geschaffen, der mir teilweise den Atem nahm, mich zu Tränen gerührt, aber auch immer wieder die Hoffnung in den Fokus gebracht hat.

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