„Rodion Raskolnikow ist jung, arm... und ehrgeizig. Er ist von der Idee überzeugt, dass sich „grosse Menschen“ nehmen müssen, was ihnen zusteht und dass sie das von den „kleinen Leuten“ unterscheidet. Es sei ihnen sogar erlaubt, „lebensunwertes“ Leben zu vernichten. Er argumentiert mit Feldherren wie Napoleon: Gehen sie als Sieger vom Platz, gedenkt die Geschichte ihrer Grosstaten und nicht den vielen Tausend Morden, die damit einhergingen. Als er mit diesem Gedanken im Herzen eine alte Wucherin und deren Schwester tötet, merkt er jedoch, dass sich die menschliche Psyche nicht so ohne Weiteres auf diese wirre Logik einlässt.“ Redaktion Gröls-Verlag (Edition Werke der Weltliteratur)
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4.5/5.0
Bewertung
5/5
27.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Wenn Schuld zur Strafe wird
Das Buch vermittelt ein bedrückendes und intensives Gefühl. Man spürt Raskolnikows innere Unruhe und wird immer tiefer in seine Gedankenwelt hineingezogen. Dadurch entsteht eine besondere Spannung, die weniger durch die Handlung als durch seinen inneren Konflikt getragen wird.
Schuld und Sühne ist ein tiefgründiger Roman über Schuld, Gewissen und die menschliche Psyche. Die düstere Atmosphäre und die psychologische Tiefe machen das Buch eindrucksvoll und regen auch nach dem Lesen zum Nachdenken an.
Bewertung
5/5
15.05.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine zeitlose Kritik an der Vernunftlosigkeit
„Aus hundert Kaninchen wird niemals ein Pferd und aus hundert Verdachtsgründen niemals ein Beweis."
Mit "Schuld und Sühne" kreierte Dostojewski nicht nur seinen wohl bekanntesten Roman, sondern auch eines der meistverkauften Werke russischer Literatur. Die eigentliche Absicht dahinter dürfte allerdings eine andere gewesen sein. Durch das fiktive Kollidieren von skrupellosem Eigennutz und menschlicher Moral sagt der Schriftsteller dem in seiner Zeit neu aufgekommenem Nihilismus bewusst den Kampf an. Eine Philosophie, welche in Dostojewskis späterem Zeitgenossen Friedrich Nietzsche ihren vermutlich populärsten Verfechter fand. Somit ist die Handlung rund um den jungen Raskolnikow zwar durchaus schon etwas in die Jahre gekommen, jedoch heute noch ebenso aktuell wie zur Zeit seiner Entstehung.
Fazit: Wer Interesse an Überlegungen rund um Gut und Böse hat, wird hier trotz hoher Seitenanzahl bestimmt keinen Fehlgriff tätigen.
Bewertung
5/5
25.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Wundervoll
Als ich es gelesen habe war ich nicht unbedingt eine Leseratte, aber dieses Buch fiel mir schwer es aus den Händen zu legen. Ich empfehle jedem Menschen Schuld und Sühne zu lesen.
Manche meinen das es mit den vielen russischen Namen schwer ist mitzuhalten, ich würde jedoch eher sagen, dass dadurch der Inhalt prägnanter wird.
Mein Lieblingszitat: “Die erste Klasse ist stets die Beherrscherin der Gegenwart, die zweite die der Zukunft.”
Bewertung
5/5
01.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein super Klassiker. Es lohnt...
Ein super Klassiker. Es lohnt sich wirklich dieses Buch zu lesen. Dostojewski schreibt gut leserlich und bildlich. Der ganze Roman ist psychologisch, kritisch und spannend. Die Charaktere sind meistens einfühlsam und wirklich gut erarbeitet. Ein Meilenstein und nur zu empfehlen!
Bewertung
5/5
10.03.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die zeitlose Frage nach dem moralischen Handeln…
In Fjodor Dostojewskis „Schuld und Sühne“ erleben wir die düstere Geschichte von Raskolnikow, einem jungen Studenten, der einen Mord begeht, um seine Theorie des „außergewöhnlichen Menschen“ zu beweisen. Während wir ihn auf seiner Reise begleiten, fragen wir uns immer wieder, wie weit wir selbst gehen würden, um das Richtige zu erreichen.
Das Buch macht uns bewusst, dass unsere Entscheidungen Folgen haben und fordert uns dazu auf, über unser Handeln nachzudenken. In einer Welt voller Konflikte und Gewalt wird diese Frage noch dringlicher: Ist es gerechtfertigt, unschuldige Menschenleben zu opfern, um vermeintlich größere Ziele zu erreichen?
Dostojewski stellt unsere moralischen Überzeugungen infrage und führt uns in die dunklen Abgründe der menschlichen Natur. Gibt es wirklich besondere Menschen, die das Recht haben, Leben zu nehmen, um höhere Ziele zu erreichen? Oder sollten wir unsere Vorstellungen von Moral und Ethik überdenken?
„Schuld und Sühne“ ist nicht nur ein Buch, sondern eine Herausforderung, die uns dazu zwingt, über unsere eigenen Werte und Handlungen nachzudenken. Diese Geschichte bleibt lange in unseren Köpfen und regt uns an, die moralischen Grenzen des Handelns zu erforschen.