Verluste können sozialpädagogische Fallverläufe massgeblich beeinflussen. Sozialpädagogische Einrichtungen, u. a. der Kinder- und Jugendhilfe oder auch der Obdachlosenhilfe, entstanden und entstehen auch als Reaktion auf Verluste. Gleichzeitig drohen in ihnen Folgeverluste, wie beispielsweise im Nachklang von Inobhutnahmen. In gesellschaftlichen Zusammenhängen stellen Verluste subjektive Bewältigungsaufgaben dar. Dabei können Verluste verschiedene Dimensionen umfassen und entstehen nicht nur in Anschluss an den Tod einer wichtigen Bezugsperson. Die Reaktion auf einen Verlust versteht man als Trauer, auf die wiederum mit Trost reagiert wird, welcher das sozialpädagogische Vorgehen in verschiedensten Handlungsfeldern bestimmt. In der vorliegenden Arbeit werden gängige Trauertheorien vorgestellt und zu einem umfangreicheren, sozialpädagogischer Theoriebildung folgenden Verständnis von Verlusten erweitert.
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