Genese und Niedergang der Hegemonie Spartas 404-386 v. Chr.
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Produktdetails
Format
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Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
14.12.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
507 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638876612
Aus der politikwissenschaftlichen Systemforschung ist bekannt, dass die Etablierung einer Herrschaft mehrere Phasen durchläuft. Wenngleich begrifflich zwischen Herrschaft und Hegemonie zu unterscheiden ist - herrschaftlich wird Macht direkt und mit weitaus mehr Zwang eingesetzt als unter einer Hegemonie, die die Souveränität des Gegenübers achtet - so muss sich jede neu errichtete Ordnung in einer Konsolidierungsphase bewähren. Bereits Triepel stellte 1938 fest, dass eine voll ausgebildete Hegemonie die Anerkennung der Untergebenen voraussetzt. Die Fähigkeit, Regeln und Ziele zu setzen, bezieht der Hegemon aus einer militärischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Überlegenheit, aber auch moralische Vorbildhaftigkeit kann integrierend und willensbrechend wirken. Hegemonie bedeutet aber letztlich immer Reziprozität, nicht Unterdrückung. Die geleistete Gefolgschaft muss durch Sicherheitsgewinne und wirtschaftliche Vorteile entlohnt werden, die es dem Untergebenen unbillig erscheinen lassen, sich aus der Hegemonie befreien zu wollen.
Aus dieser letzteren Definition heraus behauptet diese Arbeit, dass eine voll ausgereifte Hegemonie Spartas nach dem Peloponnesischen Krieg nicht bestand, sondern dass sie in der Konsolidierungsphase am Widerstand Thebens und Athens und an innenpolitischen Verwerfungen scheiterte.
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