Produktbild: Fragen zu "Corpus Delicti"

Fragen zu "Corpus Delicti" Wann wird der Begriff der 'Gesundheitsdiktatur' von der Polemik zur Zustandsbeschreibung?

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

11.05.2020

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

1410 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641259150

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ePUB

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Erscheinungsdatum

11.05.2020

Verlag

Penguin Random House

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240 (Printausgabe)

Dateigröße

1410 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641259150

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  • Bewertung

    5/5

    12.03.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr gut zu lesen

    Das Buch ist kein bisschen trocken zu lesen, es ist sehr informativ und man erfährt wirklich sehr viel über die Entstehung aber auch die zentralen Themen von Corpus Delicti. Auch gibt es sehr viele Beispiele, was das lesen sehr einfach macht.

  • Bewertung

    5/5

    05.10.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Kommentar zu "Corpus Delicti",...

    Ein Kommentar zu "Corpus Delicti", der uns zum Nachdenken anregt. Gillt das Recht auf Gesundheit vor unseren Grundrechten? Juli Zeh tritt hier als Mahnerin auf und appelliert an das Engagement für den Erhalt bürgerlicher Freiheiten.

  • All you need is a lovely book - Michelle

    5/5

    09.06.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Tolle Ergänzung

    Nachdem mir Corpus Delicti damals sehr gefallen hat, war ich gespannt, was die Autorin in diesem Buch für Antworten und eventuelle neue Fragen aufwerfen wird. Bei diesem Buch handelt es sich nicht um den ursprünglichen „Corpus Delicti“-Roman von Juli Zeh, sondern um ein fiktives Interview, bei dem die Autorin gestellte Fragen beantwortet. Dabei greift sie nicht nur indirekt topaktuelle Themen auf, sondern schafft es, auch dieses Interview-Gespräch spannend und vor allem tiefgründig zu gestalten. Ich fand es richtig gut geschrieben und viele Aussagen konnten kaum treffender formuliert sein. Es handelt sich hier um ein Begleitbuch zu ihrem vor 10 Jahren erschienen Roman. Dabei geht es aber nicht um die Interpretation dessen. Es lässt noch immer Raum für eigene Gedanken und Ideen. Man lernt mehr über die Autorin und versteht sie z.T. besser. Das Buch ist in verschiedene Abschnitte geteilt und behandelt unterschiedliche Themen. Dabei bezieht sich Juli Zeh aber nicht nur auf Themen zum Text, sonder berichtet auch aus ihrem eigenen Leben. Das fand ich wirklich interessant, da man die Autorin so besser kennengelernt hat. Ein tolles Begleitbuch, dass ihren Gesellschaftroman Corpus Delicti noch einmal unter die Lupe nimmt bzw. auf ihm aufbaut. Ich fand viele Aussagen treffend formuliert. Man sollte darüber nachdenken, wie man in der heutigen Zeit mit der Gesellschaft und der Einzelperson umgeht. Dieses Buch regt zum Denken an und bringt gleichzeitig die Autorin näher für die Leser. Mir hat es gut gefallen. Damals wie heute werden wichtige Themen aufgegriffen und angeteasert.

  • Circlestones Books Blog

    5/5

    05.06.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Brisante, vertiefende Ergänzung zum Roman

    „Ich entziehe einem Staat das Vertrauen, der besser weiß, was gut für mich ist, als ich selbst.“ (Zitat aus dem Originalroman, Seite 187) Thema und Inhalt Moritz Holl, unschuldig für einen Mord verurteilt, begeht Selbstmord. Seine Schwester Mia Holl, zuvor angepasst mit einem tadellosen Lebenswandel, wird dadurch völlig aus der Bahn geworfen. Sie beginnt aufzubegehren und Fragen zu stellen in diesem Staat, in dem Gesundheit das oberste Gebot ist und der durch Regeln, die „METHODE“, gelenkt wird. Darum geht es, sehr kurz gefasst, im 2010 erschienen dystopischen Roman „Corpus Delicti“ von Juli Zeh, der ursprünglich als Theaterstück geschrieben und auch an etwa 20 Theatern inszeniert wurde. Da der Roman seit Jahren auch auf dem Lehrplan im Deutschunterricht steht, ist gerade dieser Text für die Autorin immer präsent geblieben. Zehn Jahre und viele Fragen später, ist nun dieses Begleitbuch erschienen, das jedoch keine Interpretation des Romans ist. Juli Zeh beschäftigt sich vielmehr mit den unterschiedlichen Fragen, die sich in den Jahren besonders bei den jungen Leser*innen ergeben haben und bietet Antworten an. Se greift die Themen auf und ergänzt diese durch viele neue Gedanken, die sich auch mit dem aktuellen Gesellschaftsbild auseinandersetzen und mögliche Wege in eine positive Zukunft aufzeigen. Die Autorin hält es für sehr wichtig, dass sich immer mehr zeitgenössische Romane mit den aktuellen Entwicklungen auseinandersetzen. Eine der Fragen, die wir uns stellen sollten, ist es, wie wir in Zukunft als Einzelperson und als Gesellschaft miteinander umgehen wollen. Eine zentrale Rolle spielt das Gesundheitsthema und damit verbunden eine politisch verordnete Prävention, welche die demokratischen Grundrechte und Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen einschränkt. Umsetzung Juli Zeh wählt die Form eines fiktiven Interviews mit Fragen und Antworten. Das Buch ist in vierzehn übergeordnete Kapitel gegliedert und reicht von der Entstehungsgeschichte des Romans über die Protagonisten, Einflüsse, Literaturgattungen, bis zu ihrem eigenen schriftstellerischen Werdegang. Ein eigenes Kapitel (VIII) beschäftigt sich mit dem Genre politische Literatur. Im letzten Kapitel (XIV) spricht Juli Zeh „Statt eines Nachworts“ über die besondere Bedeutung, die der Roman „Corpus Delicti“ für sie hat. Fazit Eine interessante, wichtige und vertiefende Ergänzung zum Roman „Corpus Delicti“, gerade in diesen Wochen von brisanter Aktualität.

  • blerta

    3/5

    22.06.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Interessante Denkansätze zur Selbstbestimmung – leider mangelt es in der Umsetzung an realistischen Dialogen und einem glaubhaften Staat

    Mia Holl steht vor Gericht, weil sie die Gesundheit ihres Körpers vernachlässigt hat, nachdem ihr Bruder Suizid begangen hat. In einer Gesundheitsdiktatur, in der der Körper die oberste Priorität hat, wird Mia als gefährlich angesehen. Mit der Zeit widersetzt sie sich immer mehr Gesetzen und wird vor die Frage gestellt, ob sie nicht doch ein Recht auf Selbstbestimmung hat. Den Entwicklungen der letzten paar Jahre gegeben, kann dieses Buch aus einem ganz aktuellen Blickwinkel gelesen und diskutiert werden: Hat der Mensch ein Recht auf Krankheit? Und wie weit darf die Regierung gehen, um ihre Bevölkerung zu schützen? Natürlich gibt es auch in dieser Geschichte Staatsfeinde – einer davon war Mias Bruder. Das Geschwisterpaar steht in einem krassen Kontrast zueinander: Moritz, der Freigeist und Mia, die strikt allen Regeln folgt – was sich im Laufe der Geschichte ändert. Mia ist sich nämlich plötzlich nicht mehr sicher, ob sie nicht doch fremdbestimmt lebt, ob Prävention und Kontrolle in diesem Staat nicht doch ausgeartet sind. Auf jeden Fall sind das spannende Denkansätze! Denn auch hier wird es schwierig, eine gerade Linie zu ziehen, wo Sicherheit aufhört und Überwachung startet. Mia bekommt auf ihrem Weg zur Erkenntnis einige Gegenspieler, die sie provozieren und in ihrem Denken bestärken; sie macht eine reichliche Charakterentwicklung durch. An den teils zähen und unrealistischen Dialogen (niemand redet so) merkt man auch, dass es ursprünglich ein Theaterstück war, das bei der Umsetzung in einen Roman vielleicht stilistisch noch hätte aufgebessert werden können. Mir ist klar, dass Juli Zeh mit diesem Roman etwas ganz Bestimmtes vermitteln möchte, etwas ohne viel Drum und Dran; etwas, das einfach den Kern der Fragestellung trifft. Aber ich suche bei Geschichten nach dieser Vollkommenheit im Gefühl. Damit meine ich, dass sich die Welt, in der wir uns befinden, rund und echt anfühlt; dass sie eine charakteristische Atmosphäre aufweist. Nun: Der Staat, den Juli Zeh entworfen hat, wirkt wie ein einfaches Konstrukt, das keinerlei Tiefe oder Logik vorweisen kann. Von Details ebenfalls keine Spur. Der Staat scheint erzwungen, als wäre er lediglich erschaffen worden, um ein möglichst breites Publikum mit der vereinfachten Problematik konfrontieren zu können – was ich in der Theorie auch interessant finde, aber in der Umsetzung fehlt die Natürlichkeit der Geschichte, die meiner Meinung nach die darin vorkommende Thematik schwerwiegender und ernster gemacht hätte, was dann wiederum einen schärferen Effekt auf die Leserschaft gehabt hätte. Für mich besteht die Geschichte grösstenteils aus Juli Zeh, die mir künstlich etwas beibringen will, statt dass ich durch das Fiktive selbstständig einen Schlüssel zur Realität ergattere. Fazit Die Thematik mit der Gesundheitsdiktatur und den aufgeworfenen moralischen Fragen finde ich äusserst spannend. Auch die Charaktere und ihre gegenseitige Beeinflussung haben mit überzeugt. Jedoch fand ich sowohl die Dialoge als auch den ganzen erschaffenen Staat unnatürlich und erzwungen, was es mir schwieriger machte, einen Zugang zur Geschichte zu finden.

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