Das Heidenbild in 'Willehalm' von Wolfram von Eschenbach
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
21.04.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
418 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346151483
Wolfram von Eschenbach schildert in seinem "Willehalm" den kriegerischen Konflikt zwischen Christen und Heiden. Eine endgültige Lösung wurde trotz des Sieges des Christenheeres bis heute nicht gefunden und die Auseinandersetzung zwischen Okzident und Orient hält weiterhin an. Trotz der zeitgeschichtlich brandaktuellen Thematik befassen sich nur zwei Werke der höfischen Epik des deutschen Mittelalters mit den Kreuzzügen und den Kriegen gegen die Andersgläubigen: das "Rolandslied" des Pfaffen Rolands und der "Willehalm" von Wolfram von Eschenbach.
Im erstgenannten herrscht ungebrochene Begeisterung für die Kreuzzüge und den Krieg im Allgemeinen. Das selbst gesetzte Ziel, nämlich die Bekehrung oder gegebenenfalls die Tötung der Heiden, galt es, um jeden Preis zu erreichen. Die Andersgläubigen waren als "Kinder des Teufels" verschrien, womit der Mord an ihnen einen legitimen Rechtfertigungsgrund erhielt. Einen Gegensatz hierzu bietet Wolframs Protagonist Willehalm, er betrachtet seine heidnischen Gegner weitaus differenzierter. Die Erzählung fällt vor allem durch ihre tolerante Einstellung gegenüber diesen auf, was für die Entstehungszeit des Werkes äusserst ungewöhnlich ist. Während im "Rolandslied" die muslimischen Krieger durchgehend als gottlos und verdammt beschrieben werden, zeichnet Wolfram ein Bild eines den Christen ebenbürtigen Gegners, der nach einem Wertekodex handelt, der dem christlichen in vielen Belangen ähnlich ist.
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