Produktbild: Das Seidenraupenzimmer

Das Seidenraupenzimmer

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Vera Teltz

Spieldauer

5 Stunden und 27 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

12.06.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

107

Verlag

Aufbau Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783961051830

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Vera Teltz

Spieldauer

5 Stunden und 27 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

12.06.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

107

Verlag

Aufbau Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783961051830

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  • Bewertung

    5/5

    30.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Tragisch und gewaltig

    Was für eine gewaltige Geschichte, die ich erstmal verdauen muss. Eine Story, die so ruhig, so tragisch beginnt und dann mit einem Mal eine drastische Abwärtsspirale hinlegt. Ich habe schon auf den ersten Seiten starkes Mitgefühl mit Natsuki gehabt, habe gehofft, dass das was sie da mit Yu hat, ihr Rettungsanker sein könnte. Nun...Je nachdem aus welchem Blickwinkel man es betrachtet... Ich habe mich vorher nicht informiert, worum es genau geht, alles was ich über dieses Buch gehört habe, waren oberflächliche Worte wie Fiebertraum, verstörend, durchgeknallt, das Ende abgedreht. Was ich nirgendwo so wirklich aufgeschnappt habe, ist die Tatsache, wie tragisch ihre Geschichte ist. Alles was passiert, ist aus ihrer Sicht so verständlich. Ich weiß nicht, was es über mich aussagt, dass ich dieses Ende irgendwie auf grausame Art und Weise schön finde, aber ja, das morbide Ich in mir kann nachfühlen, was die Autorin hier aufgezeigt hat. All die Beschreibungen oben treffen auch definitiv zu, aber ich finde es geht einfach noch viel tiefer. Wer die Vegetarierin mochte, lest das hier unbedingt auch, das Buch nimmt einen auf ganz ähnliche Weise mit.

  • Bewertung

    5/5

    11.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Absolut lesenswert

    Selten ein Buch gelesen, das so surreal und doch realistisch wirkte. Traumhaft gut geschrieben und mit einem wahrhaft unerwarteten Ende. Ich will hier gar nicht mehr schreiben, das würde den Lesespaß verderben - dieses Buch ist es wert, gekauft und gelesen zu werden!

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    07.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Leben in einer Welt, die nicht die eigene ist

    Ich lese selten zwei Bücher derselben Autorin direkt hintereinander. Aber nach Die Ladenhüterin war klar: Ich wollte mehr von Sayaka Murata. Das Seidenraupenzimmer ist jedoch ein noch radikaleres Leseerlebnis, verstörend und faszinierend zugleich. Über den Inhalt zu sprechen, hieße, den Text zu entwerten. Muratas Roman entfaltet seine Wirkung nicht über Handlung, sondern über das, was er in uns zum Beben bringt. Erzählt wird von Außenseiter*innen, die sich von der menschlichen Gesellschaft entfremden, ja, sich gar nicht mehr als „Menschen“ verstehen. Die Welt der „Erdlinge“ erscheint ihnen als Fabrik: ein System, das Menschen produziert, die brav arbeiten, heiraten, Kinder bekommen. Alles, was nicht in dieses Raster passt, wird an den Rand gedrängt. Murata denkt dieses Außenseitertum radikal zu Ende. Der Text wird zum philosophischen Gedankenexperiment über Normalität, Identität und Tabus. Er zwingt uns, die vermeintliche Selbstverständlichkeit unseres Menschseins zu hinterfragen. Was heißt es, Teil einer Gesellschaft zu sein? Was heißt es, „normal“ zu leben? Und was passiert, wenn diese Ordnung zusammenbricht? Am Ende gibt es keine Erlösung, kein moralisches Aufatmen. Man bleibt zurück mit dem Gefühl, dass alles, was wir Normalität nennen, ins Rutschen geraten ist. Für manche wird das zu extrem oder abstoßend wirken. Für mich liegt darin jedoch die literarische Stärke dieses Romans. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil,

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    22.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Malt Bilder in Kopf. Keine schönen Bilder.

    Natsuki, die Ich-Erzählerin, beginnt ihre Geschichte in der Kindheit; harmlos die Fahrt in die Berge. Natsuki berichtet, ein „Magical Girl“ zu sein, begleitet von einem Ausserirdischen, einer japanischen Merch-Figur – Pyut, vom Planeten Pohapipipopopia –, der die Welt retten will. Eine Kinderfantasie. Die Autorin, Sayaka Murata, wiegt die Leser*in in Sicherheit. Immer wieder blitzen kurze, irritierende Bilder auf, die bei mir ein absonderliches Gefühl hinterlassen. Langsam offenbart sich, dass Natsuki in einer aggressiven und gefährlichen Lebenssituation steckt. Mithilfe von Pyut gelingt ihr eine ausgefallene Rettungsaktion, die jedoch bleibende Schäden hinterlässt. Die Autorin lässt Bilder aus Worten entstehen, die sich zu einer äusserst bizarren Geschichte fügen. Wortstark und gewaltig – ich stand immer wieder zwischen „Ich kann nicht weiterlesen“ und „Ich kann nicht aufhören“. Fantasie und Realität verschwimmen zusehends. Als erwachsene Frau, von ihrer Familie drangsaliert, in einer Scheinehe mit einem Mann, der auch keinen Körperkontakt will, befinden sie sich mit ihrem Kinderfreund Yu in den Bergen, wo sie Grenzen überschreiten und einer abstrusen, fatalen Logik folgen. Wie die Geschichte endet - nicht in meinen kühnsten Träumen hätte ich das erwartet. Die Bilder, welche die Autorin entstehen lässt, brauchen starke Nerven und einen stabilen Magen.

  • Bewertung

    5/5

    09.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr starker Tobak - aber trotzdem eine Perle!

    Das vorliegende Werk weist unverhüllt auf die dunklen Nischen und Schattenseiten der modernen Gesellschaft hin, in aller Härte erleben die Protagonisten Gräuel, Schande und Leid. Das Buch ist sehr poetisch und sprachlich ausgeklügelt geschrieben und an Morbidität eines de Sade würdig. So leidet sich die Leserschaft die Seiten rauf und runter, man ekelt sich, man weint, einem wird schlecht. Dieses Buch hat mich derart aus der Bahn geworfen, dass ich selbst jetzt, 5 Jahre nach dem Lesen, immer wieder daran zurückdenke.

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