Produktbild: Die verlorene Ehre der Katahrina Blum

Die verlorene Ehre der Katahrina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann

Gesprochen von
14
Fr. 0.00 * inkl. gesetzl. MwSt.
* im Probemonat gratis danach Fr. 12.90/Monat

Im Hörbuch-Abo laden

  • Monatlich einen Titel wählen & behalten
  • Jederzeit pausieren oder kündigen
  • Weitere Hörbücher im Abo für max. Fr. 12.90

Unser Orell Füssli Hörbuch-Abo

Wie finde ich ein Hörbuch?

Sie können den gewünschten Titel einfach direkt über die Suchmaske finden oder Sie lassen sich über den Reiter „Hörbücher“ inspirieren.

Wie kann ich einen Titel hören?

Geniessen Sie Ihre Hörbücher in der kostenlosen tolino-App auf Ihrem Smartphone und Tablet oder mit dem tolino Webreader direkt in Ihrem Browser.

Unsere Abo-Vorteile für Sie:

Den ersten Monat gratis testen. Danach zahlen Sie monatlich den Festpreis von Fr. 12.90.

Mit unserem Orell Füssli Hörbuch-Abo haben Sie die Auswahl aus einer Vielzahl an Titeln verschiedener Genres.

Bleiben Sie flexibel. Pausieren Sie Ihr Abo, wenn Ihnen die Zeit fehlt. Eine Kündigung ist monatlich möglich.

Nutzen Sie den exklusiven Rabatt gegenüber dem Einzelkauf und zahlen Sie immer max. Fr. 12.90.

In der tolino-App können Sie Ihre Hörbücher mit bis zu fünf Familienmitgliedern teilen und hören.

So einfach funktioniert unser Abo!

Orell Füssli Hörbuch-Abo abschliessen

Testen Sie das Hörbuch-Abo 30 Tage kostenlos, danach zahlen Sie monatlich nur Fr. 12.90.

Abo-Guthaben einlösen

Wählen Sie pro Monat einen Titel aus einer großen Auswahl an Hörbüchern und lösen Sie Ihr monatliches Abo-Guthaben ein.

Herunterladen & sofort hören

Installieren Sie die tolino-App zum schnellen Starten und Verwalten Ihrer Hörbücher.

Bei jedem weiteren Hörbuch sparen

Jedes weitere Hörbuch erhalten Sie zum vergünstigten Orell Füssli Hörbuch-Abo Preis von max. Fr. 12.90.

Nein, App installieren Ja, App öffnen

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

3270

Gesprochen von

Jutta Seifert

Spieldauer

3 Stunden und 56 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

08.09.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

62

Verlag

Hierax Medien

Sprache

Deutsch

EAN

9783863524630

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

3270

Gesprochen von

Jutta Seifert

Spieldauer

3 Stunden und 56 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

08.09.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

62

Verlag

Hierax Medien

Sprache

Deutsch

EAN

9783863524630

Kundinnen und Kunden meinen

14 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

(0)

Wehret den Anfängen

Bewertung am 11.01.2025

Bewertungsnummer: 2383760

Bewertet: eBook (ePUB)

Es ist erschreckend, wie lange in unser Gesellschaft Fake News ein erfolgreiches Geschäftsmodell sind. Das Buch sollte Pflichtlektüren an allen Schulen sein, um wenigstens den Kindern einen Vorgeschmack darauf zu geben, was in Sozialen Medien so alles verkauft wird.

Wehret den Anfängen

Bewertung am 11.01.2025
Bewertungsnummer: 2383760
Bewertet: eBook (ePUB)

Es ist erschreckend, wie lange in unser Gesellschaft Fake News ein erfolgreiches Geschäftsmodell sind. Das Buch sollte Pflichtlektüren an allen Schulen sein, um wenigstens den Kindern einen Vorgeschmack darauf zu geben, was in Sozialen Medien so alles verkauft wird.

Sehr spannend und aktueller denn je

Bewertung aus Wien am 27.06.2021

Bewertungsnummer: 1519159

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Es handelt sich bei "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" um ein sehr spanndendes Buch. Die Geschichte wurde sehr spannend und fixierend geschrieben. Leider muss man immer wieder parallelen zur heutigen Zeit erkennen, was kein gutes Zeichen ist. Der Autor Böll fühlt mit seinem Werk der heutigen Medienlandschaft auf den Zahn. Sehr empfehlenswert!

Sehr spannend und aktueller denn je

Bewertung aus Wien am 27.06.2021
Bewertungsnummer: 1519159
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Es handelt sich bei "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" um ein sehr spanndendes Buch. Die Geschichte wurde sehr spannend und fixierend geschrieben. Leider muss man immer wieder parallelen zur heutigen Zeit erkennen, was kein gutes Zeichen ist. Der Autor Böll fühlt mit seinem Werk der heutigen Medienlandschaft auf den Zahn. Sehr empfehlenswert!

Kundinnen und Kunden meinen

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

von Heinrich Böll

0 Bewertungen filtern

Meinung aus der Buchhandlung

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Kathrin Bögelsack

Orell Füssli Bern

Zum Portrait

5/5

Aktueller und relevanter Klassiker

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kai Diekmann veröffentlicht dieser Tage seine Biografie «Ich war Bild» und Benjamin von Stuckrad-Barre beschäftigt sich in seinem Roman «Noch wach?» ebenfalls mit der grössten deutschen Boulevardzeitung und ihren Methoden. Erheblich relevanter in diesem Zusammenhang erscheint mir aber «Die verlorene Ehre der Katharina Blum» von Heinrich Böll. Erschienen 1974, hat die Erzählung tragischerweise nichts an Aktualität eingebüsst. Böll protokolliert darin den fiktiven Fall einer jungen Frau, die durch Zufall in die Ermittlungen der Polizei gerät und somit als «Person des öffentlichen Interesses» auf die Titelseiten der ZEITUNG. Die Ereignisse beginnen am Vorabend von Weiberfasnacht. Vier Tage später ist ihr Ruf ruiniert, ihre Mutter tot und Katharina Blum ermordet den Journalisten Werner Tötges. Böll schreibt in kurzen Kapiteln, in Rückblenden, mit direkter Ansprache des Publikums und Einschüben der fiktiven Berichterstattung und der Vernehmungsberichte. Von vornherein wissen wir über die groben Details des Falls Bescheid. Böll klärt uns im Verlauf des Buches über die Hintergründe auf, die dazu führten, dass eine unschuldige Frau einen Mord beging. Thematisch behandelt er vor allem die verwerflichen Methoden des Boulevardjournalismus («Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann», ist dann auch der treffende Untertitel). Daran scheint sich bis heute nichts geändert zu haben. Den Informationsaustausch zwischen Journalismus und Polizei/Staatsanwaltschaft kritisiert Böll ebenfalls scharf. An Bölls Haltung zum Boulevardjournalismus bleibt dabei kein Zweifel, ebensowenig an seiner politischen. («[…] Konrad Beiters, der bei dieser Gelegenheit zugab, er sei ein alter Nazi, und dieser Tatsache allein verdanke er es wahrscheinlich, daß man bisher auf ihn nicht aufmerksam geworden sei.») Empörung und Wut des Autors schwappen mühelos auf das Publikum über. Er schreibt aber auch mit Ironie und beissendem Humor («Gut, jetzt bumst’s.»). Nebenbei behandelt er Machtmissbrauch, systematische sexuelle Belästigung und die Lebensrealität von Frauen 1974 – ebenfalls Themen, die leider nichts oder nur wenig an Aktualität und Relevanz verloren haben. Unheimlich ist, wie viele der in Bölls Erzählung aufgeführten Verteidigungsargumente der nur unschwer kaschierten Bild-Zeitung auch von Kai Diekmann benutzt werden (Stichwort: Wer ins Rampenlicht will, darf sich nicht beschweren, wenn wir über sie schreiben.). Auch Absprachen mit Politiker*innen leugnet der ehemalige Chefredakteur im Interview mit dem Bund vom 10. Mai 2023 nicht, sondern lenkt stattdessen ab. Wer sich mit den aktuellen Praktiken der Bild nicht so auskennt, findet Beispiele dazu in «Noch wach?». Stuckrad-Barre, lange Zeit eng befreundet mit Springer-Chef Mathias Döpfner, plaudert in seinem Roman quasi aus dem Nähkästchen. Beissend ist auch Bölls Nachwort von 1984, das er schliesst mit einem PS: «Inzwischen ist die «Bild»-Zeitung ja fast schon das regierungsamtliche Blatt. Ministerielle Verlautbarungen zu wichtigen politischen Themen erscheinen am Sonntag oder Montag in einer der «Bild»-Varianten. Zufall ist das nicht.» Wem sich nun die Frage stellt «Darf ein Text so offensichtlich Stimmung machen und geradezu manipulativ sein?», dem sei geantwortet, dass darin eine der grössten Stärken von «Katharina Blum» liegt. Denn während wir noch darüber diskutieren, ob eine Erzählung so etwas darf, können wir nahtlos dazu übergehen zu fragen: Darf Journalismus das? In letzterem geht es, im Gegensatz zu einem fiktiven Werk wie dem Bölls, um echte Menschen, die, im schlimmsten Fall, diffamiert und deren Leben grundlegend geändert oder sogar zerstört werden können (das macht Böll auch mit dem Schicksal von Katharinas Arbeitgebern, den Blornas, deutlich). (Angehende) Journalist*innen regt Böll mit seinem Text dazu an, seriös zu berichten und sorgfältig zwischen Persönlichkeitsrechten und öffentlichem Interesse abzuwägen. Aber auch wir, als Publikum, dürfen uns nach der Lektüre von Katharina Blum an die eigene Nase fassen: Denn wenn wir Boulevardzeitungen nicht mehr lesen, die TV-Formate der entsprechenden Verlage nicht mehr anschauen und den Online-Kanälen nicht mehr folgen würden, gäbe es sie vermutlich schon nicht mehr. «Die verlorene Ehre der Katharina Blum» ist ein eindrückliches Werk über das Individuum sowie die Verantwortung von Journalismus und Staatsapparat. Böll zeichnet ein spitzes, linkspolitisches Bild der deutschen Gesellschaft in den 70ern. Die Tatsache, dass sich nur wenig in den vergangenen 50 Jahren geändert hat in Bezug auf die Praktiken des Boulevardjournalismus, verleiht dem Buch auch heute noch eine erschreckende Aktualität. Wer «Die verlorene Ehre der Katharina Blum» nicht bereits in der Schule gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen.
  • Kathrin Bögelsack
  • Buchhändler/-in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

5/5

Aktueller und relevanter Klassiker

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kai Diekmann veröffentlicht dieser Tage seine Biografie «Ich war Bild» und Benjamin von Stuckrad-Barre beschäftigt sich in seinem Roman «Noch wach?» ebenfalls mit der grössten deutschen Boulevardzeitung und ihren Methoden. Erheblich relevanter in diesem Zusammenhang erscheint mir aber «Die verlorene Ehre der Katharina Blum» von Heinrich Böll. Erschienen 1974, hat die Erzählung tragischerweise nichts an Aktualität eingebüsst. Böll protokolliert darin den fiktiven Fall einer jungen Frau, die durch Zufall in die Ermittlungen der Polizei gerät und somit als «Person des öffentlichen Interesses» auf die Titelseiten der ZEITUNG. Die Ereignisse beginnen am Vorabend von Weiberfasnacht. Vier Tage später ist ihr Ruf ruiniert, ihre Mutter tot und Katharina Blum ermordet den Journalisten Werner Tötges. Böll schreibt in kurzen Kapiteln, in Rückblenden, mit direkter Ansprache des Publikums und Einschüben der fiktiven Berichterstattung und der Vernehmungsberichte. Von vornherein wissen wir über die groben Details des Falls Bescheid. Böll klärt uns im Verlauf des Buches über die Hintergründe auf, die dazu führten, dass eine unschuldige Frau einen Mord beging. Thematisch behandelt er vor allem die verwerflichen Methoden des Boulevardjournalismus («Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann», ist dann auch der treffende Untertitel). Daran scheint sich bis heute nichts geändert zu haben. Den Informationsaustausch zwischen Journalismus und Polizei/Staatsanwaltschaft kritisiert Böll ebenfalls scharf. An Bölls Haltung zum Boulevardjournalismus bleibt dabei kein Zweifel, ebensowenig an seiner politischen. («[…] Konrad Beiters, der bei dieser Gelegenheit zugab, er sei ein alter Nazi, und dieser Tatsache allein verdanke er es wahrscheinlich, daß man bisher auf ihn nicht aufmerksam geworden sei.») Empörung und Wut des Autors schwappen mühelos auf das Publikum über. Er schreibt aber auch mit Ironie und beissendem Humor («Gut, jetzt bumst’s.»). Nebenbei behandelt er Machtmissbrauch, systematische sexuelle Belästigung und die Lebensrealität von Frauen 1974 – ebenfalls Themen, die leider nichts oder nur wenig an Aktualität und Relevanz verloren haben. Unheimlich ist, wie viele der in Bölls Erzählung aufgeführten Verteidigungsargumente der nur unschwer kaschierten Bild-Zeitung auch von Kai Diekmann benutzt werden (Stichwort: Wer ins Rampenlicht will, darf sich nicht beschweren, wenn wir über sie schreiben.). Auch Absprachen mit Politiker*innen leugnet der ehemalige Chefredakteur im Interview mit dem Bund vom 10. Mai 2023 nicht, sondern lenkt stattdessen ab. Wer sich mit den aktuellen Praktiken der Bild nicht so auskennt, findet Beispiele dazu in «Noch wach?». Stuckrad-Barre, lange Zeit eng befreundet mit Springer-Chef Mathias Döpfner, plaudert in seinem Roman quasi aus dem Nähkästchen. Beissend ist auch Bölls Nachwort von 1984, das er schliesst mit einem PS: «Inzwischen ist die «Bild»-Zeitung ja fast schon das regierungsamtliche Blatt. Ministerielle Verlautbarungen zu wichtigen politischen Themen erscheinen am Sonntag oder Montag in einer der «Bild»-Varianten. Zufall ist das nicht.» Wem sich nun die Frage stellt «Darf ein Text so offensichtlich Stimmung machen und geradezu manipulativ sein?», dem sei geantwortet, dass darin eine der grössten Stärken von «Katharina Blum» liegt. Denn während wir noch darüber diskutieren, ob eine Erzählung so etwas darf, können wir nahtlos dazu übergehen zu fragen: Darf Journalismus das? In letzterem geht es, im Gegensatz zu einem fiktiven Werk wie dem Bölls, um echte Menschen, die, im schlimmsten Fall, diffamiert und deren Leben grundlegend geändert oder sogar zerstört werden können (das macht Böll auch mit dem Schicksal von Katharinas Arbeitgebern, den Blornas, deutlich). (Angehende) Journalist*innen regt Böll mit seinem Text dazu an, seriös zu berichten und sorgfältig zwischen Persönlichkeitsrechten und öffentlichem Interesse abzuwägen. Aber auch wir, als Publikum, dürfen uns nach der Lektüre von Katharina Blum an die eigene Nase fassen: Denn wenn wir Boulevardzeitungen nicht mehr lesen, die TV-Formate der entsprechenden Verlage nicht mehr anschauen und den Online-Kanälen nicht mehr folgen würden, gäbe es sie vermutlich schon nicht mehr. «Die verlorene Ehre der Katharina Blum» ist ein eindrückliches Werk über das Individuum sowie die Verantwortung von Journalismus und Staatsapparat. Böll zeichnet ein spitzes, linkspolitisches Bild der deutschen Gesellschaft in den 70ern. Die Tatsache, dass sich nur wenig in den vergangenen 50 Jahren geändert hat in Bezug auf die Praktiken des Boulevardjournalismus, verleiht dem Buch auch heute noch eine erschreckende Aktualität. Wer «Die verlorene Ehre der Katharina Blum» nicht bereits in der Schule gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen.

Meinung aus der Buchhandlung

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

von Heinrich Böll

0 Rezensionen filtern

  • Produktbild: Die verlorene Ehre der Katahrina Blum