Produktbild: DAVE - Österreichischer Buchpreis 2021

DAVE - Österreichischer Buchpreis 2021 Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

63384

Erscheinungsdatum

18.01.2021

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

3571 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608120813

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

63384

Erscheinungsdatum

18.01.2021

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

3571 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608120813

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  • Julia Matos

    4/5

    10.03.2021

    eBook (ePUB 3)

    Erweiterter Horizont und Faszination bei hochgestochener Sprache

    Gleich auf den ersten Seiten fallen die gewöhnungsbedürftige, hochgestochene Wortwahl (z. B. sekkant, kalmiert, hibernieren, amikabel) und die langen Satzkonstruktionen auf. An der Übersetzung kann es nicht liegen, denn Raphaela Edelbauer kommt aus Wien. Dementsprechend hatte ich ein Stopp-Schild vor Augen: Achtung, nicht gedacht für Personen ohne Studienabschluss. Schade, denn mit einem normalen Erzählstil könnten mehr Interessierte ermutigt werden, an der faszinierenden Story teilzuhaben. Die Handlung gerät manchmal langatmig, mit trockenen Exkursen, z. B. wissenschaftliche Abhandlungen, Aktenvermerke. Ab Kapitel 3 (Prolog nicht mitgerechnet) wurde es für mich verständlicher, interessant und spannend. Hauptfigur Syz soll fortan als geistig emotionale Blaupause für eine Künstliche Intelligenz herhalten, um dieser zu einer höheren Bewusstseins- und Kreativitätsebene und Urteilsfähigkeit zu verhelfen. Ablauf, Gedankengänge und Ängste sowie die Lobbyarbeit verschiedener Gruppierungen zu übergeordneten Zielen für die KI sind hochinteressant, nachvollziehbar, faszinieren und lassen eine gewisse Genialität erkennen. Manchmal fehlt es den ethischen, philosophischen und technischen Gedankenspielen und Gesprächen an Selbstverständlichkeit, erkennbar dienen diese der Aufklärung der Leserschaft. Für mich als technikaffinen Laien entsteht der Eindruck, dass sich die Autorin intensiv mit den Anfängen von Computern und mit möglichen Wegen, Konflikten, Chancen und Risiken befasst hat. Jedem Nerd (ich mag Nerds) dürfte zu dem Bogen, der hier gespannt wird, das Herz aufgehen, vorausgesetzt, den Profis fallen keine üblen Fehler in der Darstellung auf. Anscheinend spielt der Roman am Ende des 20. Jahrhundert: Es wird über das „kommende Jahrhundert“ gefachsimpelt, während der Handlung zugrundeliegende Technik veraltet wirkt und Innovationen wie z. B. Smartphones nicht vorkommen. Der sich stückchenweise offenbarende Weltenbau (Postapokalypse, Dystopie, Leben und Arbeiten in einem riesigen, hierarchisch geordneten 5-stöckigen Gebäude) führt zu Wow-Effekten und animiert zum Nachdenken. Das gelungene Ende verschafft Aufklärung. Humor wird dezent eingesetzt. Treffsicher, mit Anspruch, gern mal bissig, zum Beispiel als die KI in einer Simulation Subjekt und Objekt verwechselt und dem Braten den zerlegten Gast serviert. Surreale Begegnungen und Entdeckungen häufen sich. Ich bin geneigt, Syz zu bemitleiden. Man rätselt, inwieweit der aufkommende Verfolgungswahn berechtigt ist. Die Nebenfigur Khatun bereichert die Handlung mit charmantem Zauber und mit Rätseln und Wendungen. Auch weitere Nebenfiguren mit umfangreichen Lebensläufen (Pawel, Fröhlich, …) faszinieren. Was ich nicht mag, ist die gelegentlich eingestreute Vorausschau, inwieweit der personale Erzähler bestimmte Entscheidungen im Nachgang als positiv oder negativ wertet. Das hemmt die Spannung. Ich bin beim Lesen lieber unvoreingenommen live dabei. Im Vergleich mit dem Autor Clemens J. Setz finde ich „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ ähnlich ausschweifend und einprägsam, dabei eingängiger und kurzweiliger, dafür ist „DAVE“ thematisch reiz- und wertvoller. Dieser Roman ist etwas Besonderes und dürfte nachhaltig in Erinnerung bleiben. Surreal und - je nach Neigung des Lesers - mit Potenzial für einen großen Kenntniszuwachs. Ich habe es geliebt und gehasst. Als mein Interesse entfacht war, konnte ich besser darüber hinwegsehen, dass er streckenweise trocken, kompliziert und für Unterhaltungsbelletristik anstrengend zu lesen ist.

  • Fred

    aus Linz

    2/5

    23.01.2023

    eBook (ePUB 3)

    Überbewertet

    „Ein einzigartiger Roman über KI: irrwitzig, eindrücklich, abgründig.“ (Covertext). Österr. Buchpreis 2021 (Gratulation!), mediale Präsenz. Als Fan von Stanislaw Lem und anspruchsvoller SF hoffte ich auf Unterhaltung mit Tiefgang. Leider wurde ich enttäuscht. Dabei stößt die Autorin recht interessante Themen an, z.B.: Kann eine KI mit menschlichem Bewusstsein entwickelt werden? Welche Konsequenzen würde das haben? Wer kontrolliert? Wer profitiert? Kann eine allmächtige KI die Menschheit in einer völlig überfüllten, verwüsteten Welt retten? Leider reicht die Vorstellungskraft der Autorin nicht aus, um all ihre Ideen in eine überzeugende Dystopie zu übersetzen. Der Hauptprotagonist und die verschiedenen Charaktere und deren Beziehung zueinander bleiben psychologisch seicht und emotionale Szenen wirken überzeichnet. Die philosophische Grundierung verwirrt mehr, als dass sie zum Denken anregt. Dafür strotzt das Buch von Fremdwörtern und kruden Satzkonstruktionen. Als ich das Buch mit Mühe fertiggelesen habe, erschien in der Zeit ein aktueller Artikel über Google‘s Chatbot der Superlative LaMDA (bzw. Nachfolger PaLM) und einen leitenden Entwickler, der diesem ein Bewusstsein unterstellt - eine aktuelle Geschichte, die fantastischer war als das vorliegende Buch.

  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    03.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Digitalisierung x Literatur

    Dieser Roman ist nicht nur singulär in der österreichischen Literatur, sondern hat die gesamte deutschsprachige glaube ich mit einem Mal ins digitale Zeitalter katapultiert: Die Fragen, die sich so lange gestellt wurden (Wie erzählt man vom digitalen Leben? Woher nimmt man neue Metaphern, damit unsere Bücher nicht mehr so klingen, als schrieben sich die handelnden Personen noch Briefe?), hat Edelbauer bravourös und mit Knalleffekt beantwortet. Die Handlung zusammenzufassen wäre hier ein Verbrechen - es gibt wenige Bücher, denen man unvoreingenommener und nichts ahnender gegenüber treten sollte. Die möbiusschleifenartige Struktur erlaubt eine langanhaltende Ungewissheit, die sich auch auf den letzten Seiten nicht völlig klärt. Was die Autorin mit der Ich-Form, die anderswo schon so ausgelaugt wirkt, anstellt, revolutioniert diese auf eine ähnliche Art und Weise, wie Olga Tokarczuk den auktorialen Erzähler mit den "Jakobsbüchern" erneuert und erneut erfunden hat. Und dann ist da noch die Sprache, die geschliffen und überraschend ist, treffsicher, schön und bildreich, die kompliziertesten Gedankenexperimente und technisch-philosophischen Konzepte auf den Punkt bringend. Außerdem ist der Roman auf eine kinematografische Weise äußerst ästethisch - stylisch wie ein David Fincher Film, ausgeklügelt wie ein Christopher Nolan Drehbuch, Welten schaffend wie Denis Villeneuve. Unbedingt lesen! Und, bitte, alsbald verfilmen.

  • Bewertung

    5/5

    05.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    CHRISTOPHER NOLAN ZWISCHEN ZWEI BUCHDECKELN!

    Irgendwo auf der Erde in einer nicht allzu fernen Zukunft: Syz ist ein IT-Techniker und arbeitet mit zig hundert anderen daran DIE künstliche Intelligenz mit Bewusstsein zu schaffen: DAVE. Doch was ist eigentlich “Bewusstsein” und inwiefern soll eine nicht-natürliche Intelligenz ein Bewusstsein haben können? Diese Fragen und viele weitere nagen an den Wissenschaftlern und Syz, bis er vom Forschungsleiter Fröhlich gerufen wird, um als menschliches Abbild für DAVE fungieren soll, sprich, eine Kopie von sich selber erstellen soll. Syz tut das dann auch, jedoch tauchen, im Laufe dieses Prozesses, immer mehr Zweifel in ihm auf. Fazit: Raphaela Edelbauer hat eine unglaublich spannende und komplexe Geschichte geschaffen, die philosophisch tiefgründig auf Fragen bezüglich der künstlichen Intelligenz und dem Bewusstsein eingeht. Zudem hat sie es geschafft mit einer stilistisch eleganten Sprache viele verschiedene Themen in eine Geschichte zu packen, die Einen von Anfang an nicht mehr loslässt und am Schluss nur noch grübeln.

  • Bewertung

    5/5

    23.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Faszinierend anders!

    Eine menschenleere, dem Untergang geweihte Erde. Ein Forschungslabor, in dem zahllose seltsame Wissenschaftler daran arbeiten, DAVE zu schaffen, einen menschenähnlichen Roboter mit eigenem Bewusstsein. Doch schon bald kommen dem Programmierer und Ich-Erzähler Syz Zweifel an der Idee… Klingt nach Science-Fiction? Ist aber der neue Roman von Raphaela Edelbauer, die mit „Das flüssige Land“ auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Und so ist es kein Wunder, dass es sich trotz des Settings eben nicht um einen klassischen SF-Roman handelt. Sprachlich ebenso ungewöhnlich wie inhaltlich, macht Edelbauers unverwechselbarer Stil den Roman zu einem Erlebnis. Sätze wie „Mein Lächeln hing schief in den Angeln“ finde ich einfach wunderbar. Es ist ein Buch, dass man liebt oder hasst, dazwischen gibt es nichts. „DAVE“ ist kein Sachbuch oder ein Lehrbuch über KI oder Robotik. Will es auch nicht sein. Zweifel an unserer Technikgläubigkeit sind angebracht, es geht ums große Ganze, um die wirklich wichtigen Dinge. Es ist kein Zufall, dass sich Zitate von Platon, Friedrich Hegel oder Alan Turing finden. „DAVE“ ist eine Erkundungsreise in Sachen Bewusstsein, Leben, Intelligenz, ein literarisches Experiment auf vielen Ebenen - philosophisch und sehr eigen. Eine ungeheuer spannende Autorin, die man sich nicht entgehen lassen sollte!

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