Wien 1966: Ein ehemaliger Besatzungssoldat wird ermordet aufgefunden. Die US-Botschaft will ihn nicht kennen. Wurde er wegen seiner Hautfarbe umgebracht? Oder haben die geheimnisvollen Treffen in einem Hotel etwas mit seinem Tod zu tun? Auf der Suche nach Hinweisen begegnet Chefinspektor Wilhelm Fodor ehemaligen Kämpfern im Spanischen Bürgerkrieg, deutschen Nazis, Südtirol-Aktivisten und liebenden Frauen. Die entscheidende Frage aber ist: Verfolgt ihn der schwarze Mercedes tatsächlich, oder leidet er unter Paranoia?
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5.0/5.0
Karin Wenz-Langhans
aus Limbach
5/5
19.09.2021
eBook (ePUB)
Wilhelm Fodor ermittelt wieder im Wien der 60er Jahre
Wien im Sommer 1966: während die Menschen unter der Hitze leiden, wird ein ehemaliger Besatzungssoldat aufgefunden. Seltsamerweise will die US-Botschaft ihn aber nicht kennen – warum? Wurde er wegen seiner Hautfarbe umgebracht oder wegen der Recherchen, die er in Wien betrieben hat? Oder sind Liebe und Eifersucht das Motiv?
Nach „Eine Melange für den Schah“ habe ich mich auf das Wiedersehen mit Wilhelm Fodor und die 60er Jahre sehr gefreut. Diesmal bekommt er es mit einem besonders delikaten und kniffligen Fall zu tun, der auch seine Abteilung zu spalten droht, da das Mordopfer ein US-Afroamerikaner ist, was Fodors Kollegen Fischer immer wieder zu rassistischen Kommentaren verleitet, die zunehmend für Unfrieden unter den Kollegen sorgen.
Fischer ist einer der widersprüchlichsten Figuren in dieser Reihe, da er einerseits keinen Hehl aus seinem Rassismus macht, andererseits aber einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat, der wiederum keinen Rassismus kennt. Dazu kommt, dass er ein ausgezeichneter Ermittler ist.
Die Ermittlungen zu dem Mordfall kommen nur schleppend voran, da anfangs noch nicht mal die Identität des Opfers bekannt ist. Allerdings bekommen nicht nur Fodor und seine Kollegen immer mehr das Gefühl, dass diejenigen, die sie zu dem Fall befragen, mehr wissen, als sie aussagen.
Aber allmählich kristallisieren sich mehrere Spuren heraus, die zum Spanischen Bürgerkrieg, deutschen Nazis und Südtirol-Aktivisten sowie vergangene Liebesbeziehungen führen.
An den Büchern von Sabina Naber gefallen mir immer besonders gut die lebendigen Beschreibungen der Charaktere mit ihren Gesten und Schrullen, die mich mühelos in die damalige Zeit und Handlung versetzen. Aber auch die interessanten Hintergrundinformationen zur gesellschaftlichen und politischen Lage Wiens zu der Zeit, die für mich absolutes Neuland sind. Schockiert war ich über den Einfluss und die Bedeutung der Neo-Nazis auch in Verbindung mit der Südtirol-Frage, die mir so gar nicht bekannt war.
Und dann haben wir noch eine raffiniert aufgebaute Handlung, die mich auf verschiedene falsche Fährten geführt hat und ich bis zum Schluss keine Ahnung hatte, wo denn nun das Motiv konkret liegt. Die Auflösung und das Buchende waren daher ziemlich überraschend für mich. Ich hoffe sehr, bald wieder in das Wien der 60er Jahre reisen zu dürfen, um Fodor und Kollegen bei ihren Ermittlungen begleiten zu dürfen.
Ilses Lesetipps
aus Wien
5/5
23.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Schatten der Vergangenheit
„Leopoldstadt“ spielt im Jahr 1966 in Wien. Der Krimi hat mir Schlagzeilen und Geschehnisse in Erinnerung gerufen, die ich als damals 12jährige nicht wirklich verinnerlicht habe. Vor allem die Nachwirkungen des 2. Weltkriegs und der Nazizeit bekam ich nicht bewusst zu spüren. Das alles war weder in meinem Elternhaus, noch in der Schule ein Thema, auch in den Folgejahren nicht, was letztlich ein ziemliches Wissensvakuum bei mir hinterlassen hat. Die Lektüre hat mich jedenfalls angeregt, mich bei Gelegenheit etwas tiefer mit dieser Materie zu beschäftigen.
Sabina Naber hat exzellent recherchiert und das Leben und die Stimmung jener Zeit anschaulich dargestellt, vom politischen Geschehen über die vom Weltkrieg und nationalsozialistischem Gedankengut beeinflussten Menschen, bis hin zur Stellung der Frau, diversen neuen Strömungen, wie Minimode, Fernsehen oder dem Modetanz Letkiss. Damals durfte noch überall geraucht werden und von Political Correctness war bei weitem keine Rede, daher hatten damals auch Worte wie z.B. Neger noch nicht diesen negativen Beigeschmack.
Vor dem Hintergrund dieser Zeit ermitteln Chefinspektor Wilhelm Fodor und sein Team. Ein Afroamerikaner wird ermordet aufgefunden. Offensichtlich ein amerikanischer Besatzungssoldat, angeblich bei der Botschaft unbekannt. Wie sich bald herausstellt, war der Ermordete nicht nur auf der Suche nach seinem unehelichen Kind, sondern auch noch einem 20 Jahre zurückliegenden Vorfall auf der Spur. Ein verzwickter, laufend Überraschungen offenbarender Fall hält nicht nur das Ermittlerteam auf Trab, sondern nimmt auch den Leser gefangen. Alles klärt sich, logisch und nachvollziehbar, der Täter wird entlarvt.
Die Charaktere sind lebendig, geprägt von Herkunft und Erlebnissen, die Protagonisten sind vielfach mit sich selbst nicht im Reinen und auch ihre zwischenmenschlichen Beziehungen sind problematisch, auf ihren Seelen lasten die Erlebnisse der Vergangenheit.
Vor allem als Wienerin fühlte ich mich wohl, nicht nur sprachlich, sondern auch örtlich, auf vielen Plätzen und Strassen war auch ich schon unterwegs.
Ein beeindruckender Kriminalroman mit Niveau, der nicht nur spannende Lesestunden beschert, sondern der den Zeitgeist authentisch widerspiegelt, auch die Problematik jener Zeit und die psychischen Nachwirkungen des Krieges aufzeigt. Der Schreibstil ist flüssig, sprachlich der Zeit und durch den Wiener Dialekt dem Ort angepasst, doch neben charmanter Lockerheit und der Zuwendung zu Neuem, Modernen verspürt man auch die Schatten der Vergangenheit.
Gertie G.
aus Wien
5/5
13.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Zeitsprung in das kriminelle Wien von 1966
Die Autorin entführt ihre Leser in das Wien von 1966. Es ist eine Zeit des Umbruchs. Das Ende des Zweiten Weltkrieges ist gerade einmal etwas mehr als 20 Jahre her, das Ende der Besatzungszeit erst 11 Jahre. Die Folgen sind nach wie vor deutlich spürbar.
Dieses Mal bekommen es Chefinspektor Wilhelm Fodor und sein Team mit einem komplexen Mordfall zu tun: Während die Stadt und ihre Bewohner unter der Hitze leiden, wird ein Schwarzafrikaner mit amerikanischen Militärstiefeln tot aufgefunden. Der Name ist recht bald bekannt, doch scheint niemand den Mann zu vermissen und US-Botschaft gibt vor, ihn nicht zu kennen.
Bei seinen Ermittlungen sticht Wilhelm Fodor in ein Wespennest und in der Folge gibt es weitere Tote. Je tiefer Fodor in den Fall eintaucht, desto mehr Gespenster der Vergangenheit treten zutage. Doch auch die aktuellen Ereignisse wie die „Südtiroler Bumser“ werfen ihre Schatten auf die österreichische Hauptstadt.
Meine Meinung:
Sabina Naber hat in diesem 2. Fall für Chefinspektor Wilhelm Fodor die Atmosphäre des Jahres 1966 perfekt eingefangen. Es wird überall geraucht, im Dienst Schnaps getrunken und Verdächtige handgreiflich zu Aussagen genötigt. Jüngere Leser werden sich möglicherweise an der authentischen Sprache stoßen. So dürfen die Protagonisten heute verpönte Worte wie „Neger“ in den Mund nehmen und nationalsozialistisches Gedankengut von sich geben, für das sie heute wegen Wiederbetätigung vor dem Gericht stehen würden. Tempora mutantur!
Als Wienerin, die in der Leopoldstadt aufgewachsen ist, habe ich mich gleich zurechtgefunden, auch wenn das eine oder andere Lokal erfunden oder verfremdet ist. Das Hotel Valerie erinnert sehr stark an das Hotel Stefanie. Auf seinen Ermittlungen kommt Wilhelm Fodor in die „feinen“ Ecken der Villengegenden in Hietzing und Döbling. Doch der Hauptteil des Krimis spielt in der heruntergekommenen Gegend rund um den Karmelitermarkt. Das kann man sich heute gar nicht mehr so richtig vorstellen, denn das Viertel wurde gentrifiziert und ist nach wie vor aufstrebend, jung, urban und inzwischen leider sauteuer.
Die Charaktere sind durchwegs authentisch. Sie haben alle ihre Ecken und Kanten. Der eine oder andere hat nach wie vor braunes Gedankengut im Schädel, was aber bei der Altersstruktur der Ermittler nicht wirklich verwundert. Sind doch die Menschen dieser Jahrgänge in ihrer Jugend indoktriniert worden. Man kann ihnen allenfalls vorwerfen, aus der Geschichte nichts gelernt zu haben.
Geschickt flicht Sabina Naber historisches und zeitgeschichtliches Wissen ein. Hier hat die Autorin penibel recherchiert. Für deutsche Leser ist der Wiener Dialekt, den die Figuren sprechen (dürfen) durchaus eine Herausforderung.
Fazit:
Die literarische Zeitreise in meine Kindheit und der verzwickte Kriminalfall haben mich bis zur letzten Seite gefesselt. Daher gibt es wohlverdiente 5 Sterne.
tinstamp
aus Hürm
5/5
13.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Spannende Zeitreise ins Wien der Sechziger Jahre
Ich liebe historische Romane, die in Wien spielen. Diesmal bin ich aber etwas später in unserer Hauptstadt und zwar in meinem Geburtstsjahr 1966. Es ist dies der zweite Fall von Chefinspektor Wilhelm Fodor - für mich allerdings das erste Buch von Sabine Naber.
Bereits auf den ersten Seiten ist man mitten im Geschehen. Wien stöhnt unter der Hitze und Chefinspektor Wilhelm Fodor entspannt sich gerade bei einem Picknick, als er an seinem freien Tag zu einem Mordfall gerufen wird. Am Donaukanal wird die Leiche eines Schwarzafrikaners gefunden. An den Füßen hat er die Stiefel eines GI Soldaten, doch die US-Botschaft will den Toten nicht kennen. Das Ende der Besatzungszeit ist gerade mal elf Jahre her und Wilhelm Fodor und sein Team laufen bei ihren Ermittlungen gegen Wände. Was war das Motiv? Ein Mord wegen der Hautfarbe des Mannes? Obwohl der Krieg seit 20 Jahren beendet ist, gibt es noch jede Menge nationalsozialistisches Gedankengut. Oder gab es Streit zwischen ehemaligen Soldaten? Was wollte der unbekannte Tote im Hotel Valerie kurz vor seinem Tode? Fragen über Fragen....
Mit herrlichen Dialogen im Wiener Dialekt begleiten wir Wilhelm Fodor und seine Assistenten Fischer und Lukaschek durch die Bundeshauptstadt. Dabei werden zu dieser Zeit noch Worte wie "Neger" in den Mund genommen. Sabine Naber hat im Nachwort darauf hingewiesen, dass sie die damals allgemein gebräuchlichen Wörter verwendet hat, obwohl sie heute starke negative Emotionen auslösen. Damals war das Wort mit dem N allerdings nicht abwertend gemeint...da gab es ganz andere Wörter dafür. Nur als Warnung für all diejeningen, die sich darüber aufregen und auch über die Antwort, die auch immer gebe: Bei einem historischen Roman sollte der Inhalt authentisch sein und zur damaligen Zeit passen. Das heißt nicht, dass ich rassistisch oder sonst etwas bin...nur so als Anmerkung!
Weiter zum Inhalt des spannenden Krimis bei dem die Ermittler lange Zeit keine Spur finden können und wichtige Zeugen plötzlich verschwunden sind. Die Identität des Toten ist hingegen rasch geklärt und gibt einen kleinen Hinweis auf weitere Spuren, die Chefinspektor Fodor nachgehen kann. Doch bald hat er das Gefühl selbst observiert zu werden. Wem gehört der schwarze Mercedes, der immer wieder in seiner Nähe auftaucht?
Sabine Naber hat die Atmosphäre von Wien und der Leopoldstadt in den 1960iger Jahren perfekt eingefangen. Die Stadt ist im Umschwung, die Menschen hoffen auf eine bessere Zeit. Historische und zeitgeschichtliche Themen wie die Südtirol-Frage oder den Krieg in Spanien sind ebenso präsent, wie die wieder aufkommenden Seilschaften der Nazis.
Der Wiener Dialekt ist großes Stilmittel und vielleicht für Nicht-Österreicher manchmal schwierig zu verstehen. Bei uns in der Leserunde hatte jedoch niemand Schwierigkeiten. Die Autorin hat den Kontext in den folgenden Sätzen außerdem wiederholt. Lokalkolorit steht neben dem spannenden Fall an erster Stelle.
Auch die Charaktere sind facettenreich und authentisch. Sie haben Ecken und Kanten. Wilhelm Fodor hat einige Geheimnisse, die seine Vergangenheit betreffen, hat aber sein Team im Griff. Fischer hat Nazi-Gedankengut in sich. Er wurde in der Kindheit von der Hitlerjugend geprägt. Auf der anderen Seite zeigt er viel Empathie gegenüber Schwächeren und sozial benachteiligten Menschen. Er ist ein Zerissener, meinte die Autorin und beschreibt ihn damit perfekt. Luschenko ist eher der gemütliche Typ, der meistens ans Essen denkt. Dabei hat er aber oftmals geniale Einfälle.
Die Mordfälle werden logisch aufgeklärt, jedoch bleibt ein kleines Geheimnis offen. Die Autorin hat hervorragend recherchiert und die Leser ins Herz von Wien blicken lassen.
Fazit:
Eine spannende Zeitreise ins Wien der Sechziger Jahre mit viel Lokalkolorit und historischen Einschüben. Fesselnd erzählt und mit facettenreichen Ermittlern hat die Autorin einen packenden Krimi geschrieben! Ich freue mich schon auf einen Nachfolgeband =)
Bewertung
aus Glauchau
5/5
06.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Wien anno 1966 - fesselnder Krimi
„...Adele streckte den Arm Richtung Zufahrtsstraße. Ein Streifenwagen schlich heran. „Derf mer jetzt da auch scho nimma picknickn?“ Wilhelm flehte inständig, dass genau das der Grund für das Auftauchen seiner Kollegen sein möge – und nicht jener, den er vermutete...“
Wilhelms Flehen hat sich nicht gelohnt. Er muss das Picknick mit Adele und Alois und seinen Patenkindern abbrechen. Auf ihn wartet eine Leiche.
Die Autorin hat einen spannenden historischen Krimi geschrieben, denn wir befinden uns in Wien des Jahres 1966.
Der Schriftstil ist insofern etwas Besonderes, da die Autorin die Personen häufig in ihrem Dialekt oder in ihrer Sprache reden lässt. Auch als Nichtwiener hatte ich damit kein Problem, da ich einige Worte schon kenne und andere sich aus dem Sinnzusammenhang entschließen lassen. Auf jeden Fall erhält die Geschichte dadurch nicht nur ihre örtliche, sondern auch ihre zeitliche Authentizität, denn Sprache verändert sich.
Sehr gut sind die Protagonisten charakterisiert. Ich möchte mich auf zwei beschränken. Chefinspektor Wilhelm Fodor weiß mit seinem Team umzugehen. Es sind aber so kleine Bemerkungen, die zeigen, dass er noch heftig mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat. Dort gibt es offene Baustellen. Und diese Zeit hat ihn eins gelehrt. Rassistische Attacken und alte Nazicliquen kann er nicht vertragen. Leider wird er damit wiederholt konfrontiert.
Fischer, einer seiner Untergebenen, hat es schwerer, sich einen Standpunkt zu erarbeiten. Einerseits neigt er zu unkontrollierten Äußerungen gegenüber Fremden, andererseits zeigt er gegenüber Schwächeren sehr viel Empathie. Anders ausgedrückt: Mal möchte man ihn runderneuern, mal auf die Schulter klopfen.
Der Tote ist von schwarzer Hautfarbe und trägt Stiefel, wie sie GIs habe. Also haben die Kriminalisten die Hoffnung, dass das nicht ihr Fall, sondern der der US – Armee ist. Die aber winkt ab.
Ab und an blitzt in der Geschichte ein feiner Humor auf. Die Möglichkeit, Klara, eine junge Kollegin ins Team zu integrieren, wird so kommentiert:
„...Und der liebe Herr Innenminister und der liebe Herr Bundeskanzler sind so konservativ, dass sie mich bei der Frage anschauen werden, als würde ich verlangen, einer Spinne das Wahlrecht zu verleihen...“
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Eine Spur scheint weit in die Vergangenheit zu führen. Gleichzeitig erhalte ich einen Einblick in die historische Situation . Spannend sind insbesondere die Diskussionen in den Gasthäusern. Gespalten ist die Meinung zur Frage von Südtirol. Gleichzeitig heben in Wien die Nazis erneut verstärkt ihre Köpfe. Die alten Seilschaften existieren noch. Deshalb fragt sich Wilhelm:
„...Was, bitte, war so schlecht an der mühsam erkämpften Demokratie? Wieso gab es doch erklecklich viele Menschen, die sie wieder abschaffen wollten?...“
Und dann scheint es so, als würde Wilhelm bei einen Ermittlungen selbst observiert. Hat er irgendwo versehentlich in ein Wespennest gestochen?
Ab und an beginnen die Kapitel mit Ort, Datum und Uhrzeit. So ist eine Einordnung gut möglich.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen und gleichzeitig mein Interesse am Vorgängerband geweckt. Die Autorin versteht es, die Geschichte gekonnt in die Zeit einzubetten, neben den Ermittlungen Raum für private Befindlichkeiten zu lassen und ihre Protagonisten mit Ecken und Kanten auszustatten. Nichts ist rundgeschliffen, alles hat mehreren Seiten. Nicht zuletzt gefällt mir der Wiener Humor.