Produktbild: Das perfekte Grau

Das perfekte Grau

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inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

18.01.2021

Verlag

Septime Verlag

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

784 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783903061842

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

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Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

18.01.2021

Verlag

Septime Verlag

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

784 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783903061842

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  • liesmal

    aus Wilhelmshaven

    5/5

    29.11.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Wenn aus Fremden Freunde werden

    „Eine junge Frau, eine ältere Dame, ein afrikanischer Flüchtling und ein Tagedieb treffen in einem heruntergekommenen Hotel an der Ostsee aufeinander. Sie sind wie das Hotel renovierungsbedürftig und versuchen ihre Risse zu kaschieren. Und alle sind sie auf die eine oder andere Weise auf der Flucht, vor den inneren Dämonen oder der Polizei.“ Mir gefällt von dem, was ich in der Buchbeschreibung lese, vor allem der Satz: „Sie sind wie das Hotel renovierungsbedürftig und versuchen ihre Risse zu kaschieren.“ Als die vier sich auf eine gemeinsame Reise begeben, wissen sie ebenso wenig voneinander wie davon, wohin die Reise sie führen wird. Der Autor Salih Jamal besitzt eine ungeheure Sprachgewalt. Er hat mich weniger mit den Lebensgeschichten der völlig unterschiedlichen Protagonisten gepackt, sondern vielmehr mit seiner Redegewandtheit überzeugt. Nach und nach wird die Vergangenheit zumindest der beiden Frauen deutlich und der Afrikaner Rofu schildert eine Menge bewegender Szenen von Menschen, die wie er selbst auf der Flucht waren. Hier ein Beispiel: „Oft liefern sie sich … skrupellosen Schleppern aus. Dann werden sie ausgeraubt, erschossen oder einfach ausgesetzt. Selbst das Gepäck nimmt man ihnen weg, weil das manchmal wertvoller ist als ein Leben. Elend frisst Barmherzigkeit.“ Noch zwei weitere Zitate, die vielleicht einen Hinweis darauf geben können, wie sehr das Buch zum Nachdenken anregt, ausgewählt aus denen, die auf fast jeder Buchseite zu finden sind: „Manches Mal im Leben tritt man in eine Dunkelheit, deren Schatten man nie wieder los wird. Egal in welches Licht man geht.“ „…weil Freundschaft wie zu Hause ist. Ein Freund, der fehlt, ist wie ein abgebrochenes Stück Heimat.“ Auch wenn vieles nicht hinterfragt oder nicht ausgesprochen wird, selbst wenn dadurch einiges offen bleibt, passt alles – selbst das Ende.

  • liesmal

    aus Wilhelmshaven

    5/5

    29.11.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Mir gefällt von dem, was ich…

    Mir gefällt von dem, was ich in der Buchbeschreibung lese, vor allem der Satz: „Sie sind wie das Hotel renovierungsbedürftig und versuchen ihre Risse zu kaschieren.“ Als die vier sich auf eine gemeinsame Reise begeben, wissen sie ebenso wenig voneinander wie davon, wohin die Reise sie führen wird. Der Autor Salih Jamal besitzt eine ungeheure Sprachgewalt. Er hat mich weniger mit den Lebensgeschichten der völlig unterschiedlichen Protagonisten gepackt, sondern vielmehr mit seiner Redegewandtheit überzeugt. Nach und nach wird die Vergangenheit zumindest der beiden Frauen deutlich und der Afrikaner Rofu schildert eine Menge bewegender Szenen von Menschen, die wie er selbst auf der Flucht waren. Hier ein Beispiel: „Oft liefern sie sich … skrupellosen Schleppern aus. Dann werden sie ausgeraubt, erschossen oder einfach ausgesetzt. Selbst das Gepäck nimmt man ihnen weg, weil das manchmal wertvoller ist als ein Leben. Elend frisst Barmherzigkeit.“ Noch zwei weitere Zitate, die vielleicht einen Hinweis darauf geben können, wie sehr das Buch zum Nachdenken anregt, ausgewählt aus denen, die auf fast jeder Buchseite zu finden sind: „Manches Mal im Leben tritt man in eine Dunkelheit, deren Schatten man nie wieder los wird. Egal in welches Licht man geht.“ „…weil Freundschaft wie zu Hause ist. Ein Freund, der fehlt, ist wie ein abgebrochenes Stück Heimat.“ Auch wenn vieles nicht hinterfragt oder nicht ausgesprochen wird, selbst wenn dadurch einiges offen bleibt, passt alles – selbst das Ende.

  • MarieOn

    5/5

    01.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Eine wundervoll kluge Geschichte

    In dem maroden ehemaligen Grand Hotel herrscht die resolute Schmottke. Frau Schmottke ist um die 60, verwitwet und arg in die Breite gegangen. Jeden Tag sitzt sie in ihrem Sessel hinter der Rezeption und schikaniert ihr Personal. Rufus, der schwarze Afrikaner ist den schweren Weg aus seiner Heimat Senegal nach Deutschland gegangen, augenscheinlich, um in Schmottkes Küche zu stehen. Mimi, Mitte 40, Anfang 50 mit ihrer schlanken Statur und Doris Day-Frisur ist Mädchen für alles. Ein bisschen Küche, etwas Frühstück und einige Betten. Novelle ist die durchgeknallte Kleine mit den Tattoos und den Manga Postern, die sich durch die Minibars säuft. Novelle: „In meinem Kopf ist fast immer Mitternacht.“ S. 31 Tja und Ante, den alle Dante nennen, Kroate, kam letztes Jahr im Seebad an und bleibt auch diesen Sommer. Dante macht sich mit kleinen Reparaturarbeiten nützlich. Dante hat bisher nur Misserfolge, Pleiten und Schiffbruch erlitten. Hier versucht er sich zu finden, will wissen, warum er genau diese Entscheidungen getroffen hat, die ihn hierher geführt haben. Im Gegensatz zu den anderen hat Dante, dort wo er herkommt alles gehabt, was man sich wünschen kann und sich dann entschieden, alles wegzuwerfen. Man kann seine Heimat verlassen, aber es gibt keine Gegenwart ohne Herkunft. Niemals und Nirgends. S. 7 Bis auf Mimi wohnen alle Angestellten in den ausgebauten heruntergekommenen Pferdeställen. Rufus und Dante freunden sich an und planen eine Bootsfahrt. Als sich dem Ausflug unvorhergesehen auch Mimi und Novelle anschließen, lüftet Novelle das Geheimnis ihrer Herkunft und schockiert alle gleichermaßen. Fazit: Was für eine schöne, kluge Geschichte, voller Lebensweisheit und Reife. Eine Ode an die Freundschaft. Salih Jamal erschafft vier Protagonist*innen, die jede*r für sich versehrt ist. Alle sind durch herausfordernde Lebensumstände gegangen und haben ihre Entscheidungen getroffen. Alle haben seelische Wunden davongetragen und alle haben das Bedürfnis wahrgenommen und, in ihrem so Sein respektiert und gemocht zu werden. Die Lebensereignisse aller vier Protagonist*innen lösen Mitgefühl aus, wecken Loyalität und Gerechtigkeitssinn. Der Autor lässt jede*n in den Genuss von Vertrauen kommen und ein wenig heil werden. Zwischenzeitlich werden Tatsachen eingestreut wie, dass in der Sahara mehr flüchtende Menschen gestorben sind, als im Mittelmeer und es wirkt nicht wie Infodump, sondern wichtig auch solchen Themen einen Platz zu geben. Tolle Athmosphäre, schöne Charaktere, viele Einsichten, Spannung und eine gute Prise Humor, das ist der Stoff aus dem die Träume sind. Vielen Dank Salih Jamal für diese gute Unterhaltung.

  • Sabine

    aus Köln

    5/5

    23.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Das perfekte Grau

    Rofu, Mimi, Novelle und Ich-Erzähler Dante, vier ganz unterschiedliche Menschen, treffen in einem maroden Hotel an der Ostsee aufeinander. Alle befinden sich in irgendeiner Weise auf der Flucht: Dante vor sich selbst und der eigenen Vergangenheit, Mimi vor der Polizei, Novelle vor dem eigenen Schmerz und Rofu aus seiner Heimat. Langsam und vorsichtig tasten sie sich aneinander an, um sich dann auf einen Roadtrip zu begeben mit unbekanntem Ziel – aber mit interessanten Begegnungen und bereichernden Erkenntnissen. Ich habe schon Bücher von Salih Jamal gelesen und weiß von seiner Sprachgewalt und seinem Gefühl, mit Worten umzugehen – und so ist es auch diesmal. Die Geschichte beginnt relativ ruhig – Dante erzählt von dem Hotel, in dem er arbeitet, von Mimi und Rofu, die schon länger dort sind und von Novelle, die als Letzte in die Runde kommt. Ein bisschen lernt man die vier schon kennen – immer durch Dantes Brille, der alles erzählt, erst aber, als sie sich gemeinsam und ein bisschen unfreiwillig auf einen Roadtrip begeben, kommt man ihnen noch näher und erfährt so Hintergründe und Motivation für den Trip. Nicht nur der Roadtrip selber mit den ganzen zum Teil skurrilen Erlebnissen, auch die unterschiedlichen Lebensgeschichten der vier bringen richtig Fahrt in die Geschichte. Man könnte Sorge haben, dass zu viele Themen angerissen werden, dem Autor ist es aber gelungen, genau so viel zu sagen, wie notwendig ist, und gleichzeitig den Fokus zu legen auf das Ziel aller vier: Die Sehnsucht, endlich irgendwo anzukommen. Manche Themen machen betroffen, andere regen zum Nachdenken an und doch gibt es auch immer eine Leichtigkeit, die zumindest mich hat schmunzeln lassen – wirklich ein gelungener Balanceakt, der mir sehr gut gefallen hat. Die Charaktere sind fernab jeglicher Stereotypen, sehr speziell und dennoch authentisch – eins ist ihnen aber gemein: Sie bleiben im Kopf. Ich kann nicht sagen, dass ich mich mit einem identifizieren konnte, dennoch aber gibt es bei jedem Gedanken und auch Handlungen, die ich absolut nachvollziehen konnte. Beeindruckend ist wieder die Sprache – sie ist gut zu lesen, voller toller Metaphern, die Bilder im Kopf erzeugen und oft Dinge auf den Punkt bringen, ohne dass es aber kitschig oder blumig ist. Und dann gibt es aber genauso auch Passagen, die einfach nur unterhalten und Spaß bringen beim Lesen – eine wirklich gelungene Mischung. Das Ende hat mich überrascht und gute Impulse gesetzt – für mich ein guter Abschluss, der keiner weiteren Erklärung bedarf, der aber auch Spielraum für eigene Interpretation setzt. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und empfehle es daher unbedingt weiter.

  • Bewertung

    aus Leipzig

    4/5

    19.01.2025

    Buch (Taschenbuch)

    (K)Eine klassische Sommergeschichte

    Ich liebe Roadmovies, deshalb hat "Das Perfekte Grau" sofort mein Interesse geweckt. Vier sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, sich überschlagende Ereignisse, eine Reise durch das Land und ggf. auch zu sich selbst- das waren meine Erwartungen. Diese wurden teils übertroffen, teils nicht ganz erfüllt. Schreibstil, Dialoge und Situationsbeschreibungen sowie die Reise an sich haben mich sowohl sehr gut unterhalten als auch zum Nachdenken gebracht. Dies liegt am eloquenten Schreibstil voller Metaphern und Lebensweisheiten und den persönlichen Schicksalen der vier "Freunde". Die Leichtigkeit des Sommers wird immer wieder von persönlich und gesellschaftlich schweren Themen durchzogen. Dies regt sehr zum Nachdenken an und hat bei mir dazu geführt, dass ich einige Pausen machen musste, um das Gelesene zu verarbeiten. Gern hätte ich in der Geschichte noch mehr Zeit gehabt, um Novelle, Rofu, Mimi und Dante und ihre Persönlichkeit(sentwicklung) und Beziehungen besser kennenzulernen. Ein offenes Ende für ein Roadmovie finde ich generell sinnvoll, da es mehr um die Reise als das Ankommen gehen darf. Alles in allem ein lesenswerter Roman eines talentierten Autors.

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