Schützenfest

Roman

Dirk Bernemann

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Beschreibung

Gunnar Bäumer hat vor sieben Jahren mit Ende Zwanzig die Provinz verlassen, um nach Berlin zu ziehen. Jetzt kehrt er für eine Woche in sein Elternhaus zurück, um »das Haus zu hüten«. In diesen Tagen findet auch das alljährliche Schützenfest statt, dem er sich eigentlich verweigern wollte, um zur Ruhe zu kommen. Doch dem Fest entkommt er nicht und muss sich innerhalb der nächsten Tage dem Dorfleben, seinen Lebenskonzepten und seiner Vergangenheit stellen, vor allem auch seiner Jugendliebe Franziska mit deren Ehemann.

»Dirk Bernemann ist für mich einer der wichtigsten Autoren Deutschlands. Niemand schafft es besser, extreme Situation so wunderbar detailliert, präzise und gleichzeitig humorvoll zu beschreiben. Seine Bücher sind literarische Gefühlsachterbahnfahrten.«

Dirk Bernemann, geboren 1975 im westlichen Münsterland ist Schriftsteller und Journalist. Seit 2005 schreibt er Romane und Kurzgeschichten, darunter den Bestseller »Ich hab die Unschuld kotzen sehen«. Derzeit sind fünfzehn Romane und Kurzgeschichtenbände von ihm erschienen, von zwei Titeln gibt es verschiedene Theaterinszenierungen. 2016 hatte sein erstes eigenes Theaterstück »Bella Noir, 2 Zigaretten Demut« Premiere in München. Ausserdem moderiert er den Podcast UNTENDURCH. Dirk Bernemann lebt in Berlin.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 13.09.2021
Verlag Heyne
Seitenzahl 224
Maße 20.3/12.7/2.3 cm
Gewicht 338 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-27339-9

Das meinen unsere Kund*innen

4.5/5.0

6 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

5/5

Du kriegst den Jungen aus der Kleinstadt, aber die Kleinstadt nicht aus dem Jungen

Eine Kundin/ein Kunde aus Meppen am 05.10.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Eine Tour de Force des Ich-Erzählers durch Kleinstadtmief, Neurosen und Traumata im konzentrierten Nonplusultra des Provinzlebens: Dem Schützenfest! Dabei bietet der Roman mehr als eine stumpfe Aneinanderreihung witziger Saufanekdoten, sondern stellt stark die Selbstreflexion des Ich-Erzählers in den Fokus. Eine Geschichte auf die ein Satz zutrifft, wie: „Du kriegst den Jungen aus der Kleinstadt, aber die Kleinstadt nicht aus dem Jungen!“ Das Buch ist insofern eine Art Coming Of Age Roman für Leute die nie erwachsen geworden und vielleicht auch nie irgendwo richtig angekommen sind. Bei Bernemanns erfrischend knurrig pissigem Sprach- und Erzählstil bleibt einem das Lachen in vielen vordergründig lustigen Szenen manchmal im Halse stecken. Das Buch kann ich jedem*r wärmstens empfehlen, der/die sich bereits in den vorangegangenen Zeilen wegen ähnlicher Erlebnisse und/oder Biographie wiederfindet. Und dem Rest auch, denn ein kleiner Gunnar Bäumer steckt vermutlich in jedem/jeder von uns...

5/5

Du kriegst den Jungen aus der Kleinstadt, aber die Kleinstadt nicht aus dem Jungen

Eine Kundin/ein Kunde aus Meppen am 05.10.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Eine Tour de Force des Ich-Erzählers durch Kleinstadtmief, Neurosen und Traumata im konzentrierten Nonplusultra des Provinzlebens: Dem Schützenfest! Dabei bietet der Roman mehr als eine stumpfe Aneinanderreihung witziger Saufanekdoten, sondern stellt stark die Selbstreflexion des Ich-Erzählers in den Fokus. Eine Geschichte auf die ein Satz zutrifft, wie: „Du kriegst den Jungen aus der Kleinstadt, aber die Kleinstadt nicht aus dem Jungen!“ Das Buch ist insofern eine Art Coming Of Age Roman für Leute die nie erwachsen geworden und vielleicht auch nie irgendwo richtig angekommen sind. Bei Bernemanns erfrischend knurrig pissigem Sprach- und Erzählstil bleibt einem das Lachen in vielen vordergründig lustigen Szenen manchmal im Halse stecken. Das Buch kann ich jedem*r wärmstens empfehlen, der/die sich bereits in den vorangegangenen Zeilen wegen ähnlicher Erlebnisse und/oder Biographie wiederfindet. Und dem Rest auch, denn ein kleiner Gunnar Bäumer steckt vermutlich in jedem/jeder von uns...

5/5

Unterhaltsam und tiefsinnig mit überraschendem Ende

Eine Kundin/ein Kunde aus Alzenau am 04.10.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Mich hat Dirk Bernemanns "Schützenfest" von Anfang an mitgenommen auf eine Reise auch in die eigene Vergangenheit und bestens unterhalten. Der Protagonist Gunnar Bäumer lebt schon viele Jahre in Berlin und kommt eigentlich nur widerwillig für ein paar Tage zurück die Kleinstadt, in der er aufgewachsen ist, um auf das Haus seiner Eltern aufzupassen und wird unter anderem durch das zeitgleich stattfindende namensgebende Schützenfest mit Personen und Ereignissen aus seiner Kindheit und Jugend konfrontiert. Auch wenn ich im Gegensatz zu Gunnar bisher nie länger fern meiner Heimat gelebt habe, habe ich in den Rückblenden einige Parallelen zu meiner eigenen Jugendzeit entdeckt und mich nicht zuletzt dank Bernemanns flottem und humorvollen Schreibstil sehr amüsiert. Gleichzeitig besitzt der Roman aber auch eine durchaus wohltuende Melancholie und einen gewissen Tiefgang, der nach und nach und besonders im durchaus überraschenden Ende zum Vorschein kommt. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gerne biografisch angehauchte Romane über vermeintlich normale Menschen mit ihren Irrungen, Verwirrungen und Narben liest und insbesondere Menschen im Alter von 35 bis 50, die sich vielleicht wie ich ein Stück weit darin wieder erkennen.

5/5

Unterhaltsam und tiefsinnig mit überraschendem Ende

Eine Kundin/ein Kunde aus Alzenau am 04.10.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Mich hat Dirk Bernemanns "Schützenfest" von Anfang an mitgenommen auf eine Reise auch in die eigene Vergangenheit und bestens unterhalten. Der Protagonist Gunnar Bäumer lebt schon viele Jahre in Berlin und kommt eigentlich nur widerwillig für ein paar Tage zurück die Kleinstadt, in der er aufgewachsen ist, um auf das Haus seiner Eltern aufzupassen und wird unter anderem durch das zeitgleich stattfindende namensgebende Schützenfest mit Personen und Ereignissen aus seiner Kindheit und Jugend konfrontiert. Auch wenn ich im Gegensatz zu Gunnar bisher nie länger fern meiner Heimat gelebt habe, habe ich in den Rückblenden einige Parallelen zu meiner eigenen Jugendzeit entdeckt und mich nicht zuletzt dank Bernemanns flottem und humorvollen Schreibstil sehr amüsiert. Gleichzeitig besitzt der Roman aber auch eine durchaus wohltuende Melancholie und einen gewissen Tiefgang, der nach und nach und besonders im durchaus überraschenden Ende zum Vorschein kommt. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gerne biografisch angehauchte Romane über vermeintlich normale Menschen mit ihren Irrungen, Verwirrungen und Narben liest und insbesondere Menschen im Alter von 35 bis 50, die sich vielleicht wie ich ein Stück weit darin wieder erkennen.

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von Dirk Bernemann

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