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Band 2784
edition suhrkamp Band 2784

Die Aufdrängung

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

38392

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

179

Beschreibung

Rezension

»Ich mag die Sprache, die Sätze, den Wechsel von zärtlicher Nähe und chirurgischer Distanz. Ariane Kochs Buch Die Aufdrängung empfehle ich für jeden, der vielleicht auch in kleineren Einheiten Literatur lesen will, die einen wirklich auf andere Gedanken bringt.«
Alexander Wasner, SWR2 05.09.2021

Details

Verkaufsrang

38392

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

179

Maße (L/B/H)

17.5/10.8/1.5 cm

Gewicht

118 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-12784-1

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Literarische Erzählung

Manfred Fürst aus Kirchbichl am 28.01.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im schmalen, 177 Seiten umfassenden Debütroman der Schweizer Autorin Ariane Koch erzählt eine namenlose Frau von ihrem Leben mit DEM Gast, den sie zufällig am Bahnsteig trifft und einlädt, in ihrem Haus zu wohnen. In einer schweizerischen Kleinstadt nahe dem Elsass im Schatten eines großen Berges, der einer Pyramide ähnelt. Den zu besteigen sich nicht lohnte, denn die Landschaft "ist schön, aber dumpf, ist schön, aber dumm". "Ich bin das allerälteste Fossil und hasse diese Kleinstadt so sehr, dass ich mich an ihr rächen werde, indem ich nie wirklich von hier weggehe, auch wenn ich ständig so tue, als ginge ich weg." Sie fühlt sich in diesem Haus als Statthalterin ihrer verachteten Familie, nichts fürchtet sie mehr als deren Auftauchen und Anspruch Erhebung einerseits und sitzt auf Umzugskartons, jedoch unfähig das Haus zu verlassen andrerseits. „Vielleicht sollte ich ihnen sagen, dass sie Unmenschen sind und sich schämen sollten, ihre luxuriösen und unangebrachten Gelüste zugunsten ihrer kinderartigen Verdoppelung anzumelden, denke ich auf dem Sofa, mich genüsslich ausstreckend.“ (s. S. 50) Der Gast liegt auf dem Bett, zieht langsam den Reißverschluss seines Schlafsackes auf, im Unterhemd - und nicht viel mehr. „Lieber lege ich mich in die Küche, wo Minusgrade herrschen, als zum nackten Gast, dessen potentielle Nachkommen ich nicht auszubrüten gedenke.“ (s. S. 54) Auf die gleiche Weise wie die Aspekte-Jury ihre Entscheidung der Preisverleihung an Ariane Koch begründet hat, zieht sich diese wie ein roter Faden durch den Roman. „Dieses hochdiffizile Sprachbild ergebe erst überhaupt keinen und dann sehr viel Sinn.“ Am Ende fragt sich die Erzählerin an einem Ort der Extreme, ‚ob sie eine Person der Extreme sei, oder ob es erstrebenswert wäre, eine Person der Extreme zu werden.‘ Bizarr die Geschichte, ungewöhnlich der Schreibstil. Wenn der richtige Schauspieler (denn nur diese KÖNNEN richtig lesen) den Roman liest, stellen sich beim Zuhörer die Nackenhaare auf. Ariane Koch, geboren 1988 in Basel, studierte u. a. Bildende Kunst und Interdisziplinarität. Sie schreibt – auch in Kollaboration – Theater- und Performancetexte, Hörspiele und Prosa. Die entstandenen Texte wurden vielfach aufgeführt und ausgezeichnet. Koch hat für "Die Aufdrängung" 2021 den Aspekte-Literaturpreis des ZDF erhalten.

Literarische Erzählung

Manfred Fürst aus Kirchbichl am 28.01.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im schmalen, 177 Seiten umfassenden Debütroman der Schweizer Autorin Ariane Koch erzählt eine namenlose Frau von ihrem Leben mit DEM Gast, den sie zufällig am Bahnsteig trifft und einlädt, in ihrem Haus zu wohnen. In einer schweizerischen Kleinstadt nahe dem Elsass im Schatten eines großen Berges, der einer Pyramide ähnelt. Den zu besteigen sich nicht lohnte, denn die Landschaft "ist schön, aber dumpf, ist schön, aber dumm". "Ich bin das allerälteste Fossil und hasse diese Kleinstadt so sehr, dass ich mich an ihr rächen werde, indem ich nie wirklich von hier weggehe, auch wenn ich ständig so tue, als ginge ich weg." Sie fühlt sich in diesem Haus als Statthalterin ihrer verachteten Familie, nichts fürchtet sie mehr als deren Auftauchen und Anspruch Erhebung einerseits und sitzt auf Umzugskartons, jedoch unfähig das Haus zu verlassen andrerseits. „Vielleicht sollte ich ihnen sagen, dass sie Unmenschen sind und sich schämen sollten, ihre luxuriösen und unangebrachten Gelüste zugunsten ihrer kinderartigen Verdoppelung anzumelden, denke ich auf dem Sofa, mich genüsslich ausstreckend.“ (s. S. 50) Der Gast liegt auf dem Bett, zieht langsam den Reißverschluss seines Schlafsackes auf, im Unterhemd - und nicht viel mehr. „Lieber lege ich mich in die Küche, wo Minusgrade herrschen, als zum nackten Gast, dessen potentielle Nachkommen ich nicht auszubrüten gedenke.“ (s. S. 54) Auf die gleiche Weise wie die Aspekte-Jury ihre Entscheidung der Preisverleihung an Ariane Koch begründet hat, zieht sich diese wie ein roter Faden durch den Roman. „Dieses hochdiffizile Sprachbild ergebe erst überhaupt keinen und dann sehr viel Sinn.“ Am Ende fragt sich die Erzählerin an einem Ort der Extreme, ‚ob sie eine Person der Extreme sei, oder ob es erstrebenswert wäre, eine Person der Extreme zu werden.‘ Bizarr die Geschichte, ungewöhnlich der Schreibstil. Wenn der richtige Schauspieler (denn nur diese KÖNNEN richtig lesen) den Roman liest, stellen sich beim Zuhörer die Nackenhaare auf. Ariane Koch, geboren 1988 in Basel, studierte u. a. Bildende Kunst und Interdisziplinarität. Sie schreibt – auch in Kollaboration – Theater- und Performancetexte, Hörspiele und Prosa. Die entstandenen Texte wurden vielfach aufgeführt und ausgezeichnet. Koch hat für "Die Aufdrängung" 2021 den Aspekte-Literaturpreis des ZDF erhalten.

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