Wie nie zuvor ist die junge Generation sozial tief zerrissen: Hinsichtlich Gesundheit, Bildung, Wohnen, Freizeit und Teilhabe verschärfen sich die Unterschiede. Während Kinder aus wohlhabenden, reichen und hyperreichen Familien materielle Sicherheit geniessen und eine Führungsposition in der globalisierten Wirtschaftswelt erreichen können, bleiben diese Chancen den Gleichaltrigen aus sozial benachteiligten Familien versagt. Die Sozialwissenschaftlerin Carolin Butterwegge und der Ungleichheitsforscher Christoph Butterwegge leisten mit ihrem ersten gemeinsamen Buch einen Beitrag zur Beendigung dieser Entwicklung. Sie zeigen das Spektrum der Kinderungleichheit, ergründen die Ursachen und schlagen Gegenmassnahmen vor. Denn wenn ein Grossteil der »Generation Corona« abgehängt wird, geht es mit der ganzen Gesellschaft bergab.
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Bewertung
4/5
01.11.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Wissen über die Armut, ihre Folgen, Ursachen, Perspektiven und unsere Kinder, die es bitter betrifft
Ein soziologisches Sachbuch, das der begonnenen Debatte über armutsbetroffene Menschen und Kinder einen großen Dienst leistet. Ein wichtiges Buch, das sich lohnt und das wir brauchen.
Kenntnisreich, fundiert und mit wissenschaftlichen Belegen und Studienergebnissen gespickt, führt das Autorenpaar geradlinig, einfühlsam und angemessen kritisch durch das vorhandene Dickicht der sozialen Ungleichheit in der Bundesrepublik Deutschland. Wie konnte das geschehen, wo führt das noch hin, was sollten wir tun?
Hintergründig und tiefgründig, aber keinesfalls polemisch oder zynisch, nein, ganz im Gegenteil, dem Lesenden wird hier aufgezeigt, wieso die Lage ernst ist und welchen Vorschläge die Armutsforschung dazu hat und das vor dem Hintergrund der bisherigen Politik, während und kurz nach der Pandemie Krise. Hier wird auf die Gräben gezeigt, die sich aufgetan haben. Darüber sollte man lieber Bescheid wissen.
Für Laien wie für Fachleute, für Podiumsredner,wie auch für Stammtischposauner eine sehr zu empfehlende Lektüre. Und für sozialpolitische Debatten erst recht ein empfehlenswerter Begleiter und Wachmacher.
Dieses Sachbuch ist keine "leichte Kost", aber es lohnt sich alle mal!