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Grund Gewinner des Blogbuster-Preises 2020 für den besten Debütroman — Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

27.08.2021

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20.2/12.1/2.1 cm

Gewicht

249 g

Auflage

1. Auflage 2021

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0093-1

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

27.08.2021

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20.2/12.1/2.1 cm

Gewicht

249 g

Auflage

1. Auflage 2021

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0093-1

Herstelleradresse

Eichborn Verlag
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
Deutschland
Email: kundenservice@luebbe.de
Url: www.luebbe.de
Telephone: +49 221 82000
Fax: +49 221 82003150

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Nichts geschieht grundlos

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 10.11.2021

Bewertungsnummer: 1603664

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Erzählfigur, deren Geschlecht nicht eindeutig verraten wird, erzählt, dass sie im Alter von elf Jahren ihren Vater in einen Brunnen gestoßen und danach Jahrzehnte lang bis zu seinem Tod gefangen gehalten hat. Die Stimme erzählt ihre und die Geschichte ihrer Familie, deutet an und führt aus, vor allem aber lügt sie oft. „Und das war natürlich wieder eine Lüge. Ich lüge andauernd, aber das brauchen gute Geschichten: Lügen und Hoffnungslosigkeit.“ (Seite 10) Schon der erste Satz verrät, dass der Vater tot ist. Darauf baut die Story auf, die die Gegenwart und die Vergangenheit beleuchtet. Die Stimme ist ein listiger Erzähler; obwohl sie mich immer wieder darauf hinweist, dass sie oft lügt, falle ich wenige Seiten später darauf rein, wenn sie das Gegenteil behauptet. Oft vergesse ich die Warnung auch und gehe völlig in der Erzählung auf. Die Autorin spielt mit mir, wiegt mich in Sicherheit, um dann Wahres gegen Lügen und kurz darauf die Lügen erneut gegen die Wahrheit auszutauschen. Ich habe versucht, das Geschlecht der Erzählfigur herauszufinden und war mir oft ziemlich sicher, es richtig geraten zu haben. Trotzdem ergab rückblickend einiges keinen Sinn und mir blieben bis zuletzt Zweifel, ob ich richtig liege. Ein wunderbares Verwirrspiel, eingebettet in eine dramatische Geschichte, die wie nebenbei erzählt und nicht unnötig aufgebauscht wird, was aber umso mehr zur Spannung beiträgt. Bücher, die mich total im Dunklen tappen lassen, mich an der Nase rumführen und trotzdem so begeistern, sind selten, aber umso schöner ist es, wenn ich ein solches Exemplar finde. Ich wurde bestens unterhalten, vergebe 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Nichts geschieht grundlos

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 10.11.2021
Bewertungsnummer: 1603664
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Erzählfigur, deren Geschlecht nicht eindeutig verraten wird, erzählt, dass sie im Alter von elf Jahren ihren Vater in einen Brunnen gestoßen und danach Jahrzehnte lang bis zu seinem Tod gefangen gehalten hat. Die Stimme erzählt ihre und die Geschichte ihrer Familie, deutet an und führt aus, vor allem aber lügt sie oft. „Und das war natürlich wieder eine Lüge. Ich lüge andauernd, aber das brauchen gute Geschichten: Lügen und Hoffnungslosigkeit.“ (Seite 10) Schon der erste Satz verrät, dass der Vater tot ist. Darauf baut die Story auf, die die Gegenwart und die Vergangenheit beleuchtet. Die Stimme ist ein listiger Erzähler; obwohl sie mich immer wieder darauf hinweist, dass sie oft lügt, falle ich wenige Seiten später darauf rein, wenn sie das Gegenteil behauptet. Oft vergesse ich die Warnung auch und gehe völlig in der Erzählung auf. Die Autorin spielt mit mir, wiegt mich in Sicherheit, um dann Wahres gegen Lügen und kurz darauf die Lügen erneut gegen die Wahrheit auszutauschen. Ich habe versucht, das Geschlecht der Erzählfigur herauszufinden und war mir oft ziemlich sicher, es richtig geraten zu haben. Trotzdem ergab rückblickend einiges keinen Sinn und mir blieben bis zuletzt Zweifel, ob ich richtig liege. Ein wunderbares Verwirrspiel, eingebettet in eine dramatische Geschichte, die wie nebenbei erzählt und nicht unnötig aufgebauscht wird, was aber umso mehr zur Spannung beiträgt. Bücher, die mich total im Dunklen tappen lassen, mich an der Nase rumführen und trotzdem so begeistern, sind selten, aber umso schöner ist es, wenn ich ein solches Exemplar finde. Ich wurde bestens unterhalten, vergebe 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Nichts für schwache Nerven! Ausnahmsweise...

Bewertung am 03.09.2021

Bewertungsnummer: 1560663

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nichts für schwache Nerven! Ausnahmsweise beginne ich meine Bewertung mal mit einer Warnung. Diese Geschichte ist psychologisch so schockierend, gleichzeitig so spannend und aufwühlend, dass ich sie nicht aus der Hand legen konnte.

Nichts für schwache Nerven! Ausnahmsweise...

Bewertung am 03.09.2021
Bewertungsnummer: 1560663
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nichts für schwache Nerven! Ausnahmsweise beginne ich meine Bewertung mal mit einer Warnung. Diese Geschichte ist psychologisch so schockierend, gleichzeitig so spannend und aufwühlend, dass ich sie nicht aus der Hand legen konnte.

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Grund

von Sylvia Wage

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Melina Bossart

Orell Füssli Rösslitor St.Gallen

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5/5

Grund - Sylvia Wage 2023

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein grausames Kind oder eine gut verdrängte Wahrheit? Ein sehr skurriles, packendes Buch, welches mich zum Nachdenken gebracht hat. In 'Grund' wird die Geschichte einer Person - bis am Schluss ist weder Name noch Geschlecht bekannt - erzählt, genauer gesagt, deren Familiengeschichte. Ausgangslage ist der Tod des Vaters. Dieser war wohl jahrelang ein grausames Familienoberhaupt. Schläge in der Kindheit oder Bestrafung mit dem Gürtel waren keine Seltenheit. Nun ist er tot. Die erzählende Person findet ihn an einem Morgen am Grunde des Brunnens im Keller liegend. Dieses Loch oder Brunnen, so die Person, habe sie mit elf Jahren begonnen zu graben. Den Vater selbst hineingestoßen habe sie dann erst Jahre später, als die Schwestern schon ausgezogen waren. Gefunden wurde er nie, nur als verschwunden galt er seither. Die Schwestern werden informiert und stehen bald mit der erzählenden Person vor dem Brunnen. 'Was nun?', stellt sich die Frage. Die Reaktionen auf den Tod sind ganz unterschiedlich. Der psychische und physische Missbrauch ist offensichtlich. Je weiter man liest, desto fraglicher wird aber die ganze Geschichte. Ist dieses Loch nur eine Metapher, ein Selbstschutzmechanismus sozusagen? Ist der Vater am Grund nur Wunschdenken oder musste er tatsächlich jahrelang für seinen Missbrauch bezahlen? Diese Fragen bleiben am Schluss zur Eigeninterpretation offen und öffnen dadurch eine weitere Ebene, auf der die Geschichte handlen kann.
  • Melina Bossart
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Grund - Sylvia Wage 2023

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein grausames Kind oder eine gut verdrängte Wahrheit? Ein sehr skurriles, packendes Buch, welches mich zum Nachdenken gebracht hat. In 'Grund' wird die Geschichte einer Person - bis am Schluss ist weder Name noch Geschlecht bekannt - erzählt, genauer gesagt, deren Familiengeschichte. Ausgangslage ist der Tod des Vaters. Dieser war wohl jahrelang ein grausames Familienoberhaupt. Schläge in der Kindheit oder Bestrafung mit dem Gürtel waren keine Seltenheit. Nun ist er tot. Die erzählende Person findet ihn an einem Morgen am Grunde des Brunnens im Keller liegend. Dieses Loch oder Brunnen, so die Person, habe sie mit elf Jahren begonnen zu graben. Den Vater selbst hineingestoßen habe sie dann erst Jahre später, als die Schwestern schon ausgezogen waren. Gefunden wurde er nie, nur als verschwunden galt er seither. Die Schwestern werden informiert und stehen bald mit der erzählenden Person vor dem Brunnen. 'Was nun?', stellt sich die Frage. Die Reaktionen auf den Tod sind ganz unterschiedlich. Der psychische und physische Missbrauch ist offensichtlich. Je weiter man liest, desto fraglicher wird aber die ganze Geschichte. Ist dieses Loch nur eine Metapher, ein Selbstschutzmechanismus sozusagen? Ist der Vater am Grund nur Wunschdenken oder musste er tatsächlich jahrelang für seinen Missbrauch bezahlen? Diese Fragen bleiben am Schluss zur Eigeninterpretation offen und öffnen dadurch eine weitere Ebene, auf der die Geschichte handlen kann.

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