Von den Seltenen Erden sind der Wissenschaft bislang 17 bekannt. Urs Mannhart erfindet eine weitere: Das Rapacitanium. Der Namen ist abgeleitet aus dem französischen rapacité, auf Deutsch: Habgier. Nomen est omen: Der Roman spielt mit der Annahme, die wohlstandsverliebte Schweiz werde selbst zum Kerngebiet des Abbaus Seltener Erden. Pascal Gschwind, verantwortlich für den globalen Handel mit Rapacitanium, hetzt auf internationale Konferenzen, während zu Hause seine Familie ihn kaum mehr zu Gesicht bekommt, und er steht schliesslich vor einem Dilemma: Raubbau an der Natur, an seiner Familie und der eigenen Gesundheit versus Karriere und Geldgeschäfte. Als schliesslich ein Berg am Thunersee droht zusammenzufallen, begreift Pascal Gschwind das Ausmass der Zerstörung seines Handels.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
16.11.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannend!
Gute Story, kurzweilig, vielleicht etwas übertrieben. Aber unterhaltsam, trotz dem eigentlichen schweren, relevanten Stoff. Die Abstecher in die Minenwelt in Südamerika haben etwas dokumentarisches, sehr interessant.
Bewertung
aus Langenthal
5/5
02.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Grossartiges Wortgemälde à la Mannhart
Aktuelle Themen unserer Zeit, in einer relative simplen Geschichte verpackt und wortgewaltig erzählt.
Urs Mannhart malt in seinem unverkennbaren Schreibstil berauschende Textgemälde, welche eine sehr geradlinige Romangeschichte erzählen. Der Roman befasst sich mit Fragen der Ökologie und der Rohstoffausbeutung unserer Erde, sowie der Haltung der Schweiz dazu. Eine packende Geschichte mit einem etwas überspitzten und gewöhnungsbedürftigen aber irgendwie doch passenden Ende.
Ein grosses und sehr zu empfehlendes Lesevergnügen!
Bewertung
3/5
07.06.2025
eBook (ePUB 3)
Ratlos
Zu Beginn wortgewaltig, eloquent und mit einer guten Prise Zynismus und Humor geschrieben. Das Thema ist sehr interessant und aktuell, leider verzettelt sich der Autor in seinen Ideen, die zum Teil interessant sind, aber mehrheitlich nur tangiert werden und denen es an Tiefe fehlt. Im Letzten Drittel des Romans vermisste ich etwas den anfangs prägnanten Humor und die Schlagfertigkeit. Der Schluss hat mich ratlos und etwas enttäuscht zurück gelassen.