Zum einen Sachbuch und andererseits eine wahre Geschichte: Zwei Brüder gründen zum Thema Corona eine gemeinnützige Internetseite. Daraus entwickelt sich wiederum eine eigenwillige Eventreihe. Die realen Geschehnisse wechseln sich hier mit spannenden wissenschaftlichen, philosophischen wie auch spirituellen Einsichten zum neuen Corona Zeitalter ab.
Kundinnen und Kunden meinen
3.1/5.0
Bewertung
aus Schlüsselfeld
5/5
23.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Gute Idee, Umsetzung mit Luft nach oben
Von diesem Buch hatte ich mir viel versprochen – ein „literarisches Sachbuch“ zum Thema Corona, das die gleichzeitige Entstehung einer Veranstaltungsreihe beschreibt.
Prinzipiell klingt die Grundidee gut: Die beiden Autoren resümieren, wie sie zu der Idee der Veranstaltungsreihe „21 Million Lights“ gekommen sind und welche Schwierigkeiten es bei der Planung und Durchführung gegeben hat. Parallel dazu wird immer wieder auf die aktuelle Corona-Lage Bezug genommen.
Soweit der Plan. Leider ist in der Umsetzung noch deutlich Luft nach oben. Wer hier tatsächlich ein Sachbuch erwartet, wird enttäuscht sein. Fakten gibt es zwar im Überfluss, allerdings erscheint vieles davon zusammenhanglos und ohne Struktur. Die Kapitel(chen) sind sehr kurz gehalten und scheinen eher willkürlich angeordnet zu sein. Manche Kapitel sind mir sogar eher als überflüssige Lückenfüller vorgekommen, weil der Zusammenhang zum Gesamtkonzept nicht erkennbar war.
Die Fakten an sich waren dennoch spannend, wie gesagt hat mir deren Aufbereitung und Präsentation nicht zugesagt.
Zum Projekt „21 Million Lights“ selbst erfährt man leider eher wenig. Mir war lange nicht klar, was genau sich die Autoren da nun vorgestellt hatten und was das Besondere daran sein sollte. Ich hatte auch eine umfassende Beschreibung des Werdegangs erwartet. In dieser Richtung hätten es gern mehr Informationen sein dürfen.
Zusätzlich hatte ich noch Schwierigkeiten mit dem Schreibstil des Buches. Er war mir einfach zu salopp und eines Sachbuches nicht angemessen. Klar, das ist Geschmackssache, aber meiner war es, wie gesagt, nicht.
Ich würde das Buch als eine Art Tagebuch mit einer Sammlung persönlicher Erinnerungen zur Corona-Anfangszeit beschreiben, die mit mehr oder weniger zum Thema passenden Informationen aufgefüllt worden sind. Obwohl die Idee eines literarischen Sachbuches spannend klang, konnte mich das Buch aufgrund des saloppen Schreibstils, der inhaltlichen Sprunghaftigkeit und fehlenden Struktur nicht überzeugen.
Cebra
3/5
06.03.2022
Buch (Taschenbuch)
Plaudern über Corona
Ja, das Corona-Zeitalter begann in der Tat recht plötzlich. Das ist zweifelsfrei richtig, wohingegen die anderen auf den Umschlagseiten angegebenen Attribute, das Buch betreffend, etwas kritisch hinterfragt werden dürfen.
„Ein literarisches Sachbuch … Spannend. Tief. Wissenschaftlich. Und poetisch… Mit spannenden“ (hatten wir schon), “wissenschaftlichen“ (ebenso), „philosophischen wie auch spirituellen Einsichten …“ wird hier versprochen und man ahnt es schon: Das klingt nach einem - vorsichtig ausgedrückt - recht hoch gesteckten Ziel.
Gleich vorweg: So ganz verkehrt ist die Beschreibung nicht, insofern, als dass es schwer fällt, eine bessere zu geben. Von allem, was hier aufgezählt wird, ist tatsächlich ein bisschen was enthalten. Obwohl - literarisch? Poetisch?? Das bleibt vermutlich Geschmacksache. Der Schreibstil ist jedenfalls lesbar. Allerdings unüblich. Es gibt viele „halt“, „eben doch“ oder „so“. Also in etwa: Der Schreibstil ist halt eben doch etwas anders als man es so kennt. Damit kann man klarkommen, wenn man sich geistig in ein Café hinein versetzt und einem Gegenüber lauscht, das sprunghaft, geistreich, einigermaßen unterhaltsam und irgendwie auch charmant und mehr oder weniger kritisch über Corona bzw. „den Event“ plaudert.
Oder besser gesagt zwei Gegenüber. Denn es handelt sich um ein Autorenbrüderpaar, Dieter und Michael Mainka, von welchen jeder für sich zu schreiben begann und die dann beides zusammenbrachten. Eine Sach-Tage-Buch-Chimäre irgendwie.
Da sucht man natürlich vergeblich nach einem roten Faden, entspannter liest es sich, wenn man das aufgegeben hat. Zwar gibt es offenbar den Versuch, die kurzen, kolumnenartigen Beiträge chronologisch zu sortieren, aber ein Ganzes ergibt sich dadurch nicht.
Der Beginn der Corona-Pandemie wird nachträglich noch einmal aufgearbeitet, angereichert mit Informationen, die sicher manchem neu sind, teilweise vielleicht auch einfach nur schon wieder vergessen. Das liest sich ziemlich frisch und spritzig, die bedrückende, ernste Stimmung, in die die Welt 2000 eintauchte, scheint weit entfernt. Unter diesem Aspekt sich noch einmal mit dem Thema zu konfrontieren, ist mal eine angenehme Abwechslung.
Insgesamt wirkt das Buch wie das spaßige Experiment zweier Unruhegeister, denen Kommunikation und Aktionen wichtig sind und die unbeirrt positiv, aber durchaus hinterfragend sich der Welt im Coronamodus stellen.
Das Buch ist ein Sammelbecken für durch Corona verursachte Gedanken, Erinnerungen und Sachverhalte. Kein raffinierter Aufbau, keine Kernaussage, als Anliegen zuallererst erkennbar, einfach über alles mal zu reden. Immerhin einigermaßen geistreich und unterhaltsam, das versöhnt mich.
Bewertung
3/5
06.02.2022
Buch (Taschenbuch)
Zwischen Sachbuch und Kneipenphilosophie
Die Corona Pandemie wird in die Geschichte vielleicht als Corina Zeitalter eingehen. Deshalb fand ich den Titel ansprechend.
Zur Hälfte fand ich das Buch auch sehr interessant. Die Autoren lassen die Geschichte von Corona Revue passieren. Von den Anfängen , über die Entwicklung der Impfstoffe, die Auswirkungen in den einzelnen Ländern, bis zum persönlichen Umgang damit.
Die Kapitel sind kurz, haben eine prägnante Überschrift und sind locker geschrieben.
Aber irgendwie ist alles zu durcheinander. Da kommen Fakten zwischen Urlaubserlebnissen. Wissenschaftliche Ansätze zwischen Gedanken über das Trinkgeld. Nur als Sachbuch wäre es sehr interessant gewesen.
So ist es eine " Collage" aus Corona Zeit.
SteffiFee
aus Neu Wulmstorf
3/5
30.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Event für gemeinschaftliche…
Event für gemeinschaftliche Nähe in der Coronazeit Die Brüder Dieter Mainka und Michael Mainka gründeten zum Thema Corona eine gemeinnützige Internetseite, daraus entwickelte sich eine eigenwillige Eventreihe. In diesem Buch berichten sie über ihre Erfahrungen während der Pandemie und mit welchen Schwierigkeiten sie das Event „21 Million Lights“ ins Leben gerufen haben, damit Menschen „leuchtend und klingend“ eine Einheit bilden können. Dafür wurde eine Smartphone App entwickelt, welche Lichtsequenzen aussteuert. Das Ganze fand letztes Jahr in Hamburg im Innocentiapark statt. Um mehr über dieses Event zu erfahren, habe ich das Buch gelesen, es ist insgesamt ein interessanter Rückblick auf die Geschehnisse seit Pandemie Beginn. Wenn man sich eines Tages fragt, wie fing das alles nochmal an mit Corona und was war da so los, braucht man nur in dieses Buch zu schauen. Es gibt viele wissenschaftliche, philosophische und auch spirituelle Aufzeichnungen aus dieser Zeit und die Leseabschnitte reihen sich zusammenhanglos aneinander. Diesen bunten Mix an Informationen fand ich zunächst ganz unterhaltsam und aufschlussreich, obwohl mir vieles davon schon bekannt gewesen ist, habe ich auch einiges neues erfahren. Nun weiß ich besser über die WHO Bescheid und konnte neue Kenntnisse über frühere Pandemien gewinnen. Irgendwann wurde es mir aber tatsächlich zu viel mit dem ganzen Lesestoff, ein Gefühl der Überflutung kam über mich und ich musste öfters längere Pausen einlegen. Ich bin vielleicht doch eher der Typ für eine geordnete Themen Reihenfolge, hier wird jedoch von einem Thema zum nächsten gesprungen und es fehlt der rote Faden. Dennoch finde ich es gut, dass die Gebrüder Mainka sich Gedanken darüber gemacht haben, wie man trotz Abstandsregeln, ein Gefühl der Verbundenheit erlangen kann. Fazit: Aufschlussreicher Rückblick und eine gute Idee, wie man Menschen in der Coronazeit zusammenführen kann.
Claudia R.
aus Berlin
3/5
22.01.2022
Buch (Taschenbuch)
holprig ...
Klappentext / Inhalt:
Zum einen Sachbuch und andererseits eine wahre Geschichte: Zwei Brüder gründen zum Thema Corona eine gemeinnützige Internetseite. Daraus entwickelt sich wiederum eine eigenwillige Eventreihe. Die realen Geschehnisse wechseln sich hier mit spannenden wissenschaftlichen, philosophischen wie auch spirituellen Einsichten zum neuen Corona Zeitalter ab.
Cover:
Das Cover ist sehr farbenfroh und eher Comicheft in pastellfarben gezeichnet und macht einen sehr künstlichen und karikaturhaften Eindruck. Ein besonderes Cover, welches vor allem dadurch die Blicke auf sich lenkt.
Meinung:
Ich finde es diesmal sehr schwer dieses Buch zu bewerten, da ich hier recht zwiegespalten bin.
Eigentlich mag ich kurze Kapitel, da diese meist einen guten Lesefluss bewirken. Hier jedoch war dies anders. Da die Kapitel meist nicht zu Ende bedacht wurden und hier einiges sehr zusammenhanglos daher kam, haben die kurzen Kapitel dies nicht verbessert, sondern ehr noch mehr verwirrt, was sehr schade war.
Die Grundidee hinter dem Buch ist nämlich eigentlich sehr gut. Und auch die Idee eines Sachbuches über den Ablauf der Corona Geschehnisse finde ich abendlich sehr interessant und gut und dies ist auch zu einem Großteil gelungen, aber leider fehlte hier so ziemlich der rote Faden.
Der Schreibstil an sich ist recht locker und auch an sich liest es sich eigentlich recht gut. Die Fakten und die verschiedenen Abläufe der Pandemie werden hier gut wiedergegeben, aber die einzelnen Sprünge zwischen den Kapiteln und Themen sind dann doch zumeist recht groß und man kann die Verbindung nicht immer gleich so leicht fassen. Dies war ein wenig schade. Als Sachbuch eine recht gute Idee, aber die Umsetzung ist leider, für mich, nicht so ganz gelungen.
Das Buch gibt den Ablauf der Corona Pandemie wieder und zugleich Einblicke in das Projekt 21 Million Lights, welches während der Corona Pandemie gegründet wurde. Vom Projekt selbst hätte ich gern mehr gelesen und erfahren. Hier hätten es ruhig etwas mehr Informationen sein dürfen.
Die Idee aus wahrer Geschichte und Sachbuch finde ich sehr gut, jedoch haperte es an der Umsetzung. Diese war für mich nicht so wirklich fließend, sondern eher holperig. Schade, denn die Grundidee finde ich wirklich gut. Potenzial ist hier auf jeden Fall vorhanden. Interessante Fakten wurden eingebracht und ach das Revue passieren lassen hat schon was, aber es war mir zu sehr durcheinander, hier würde ein wenig mehr Gliederung und Strukturierung helfen.
Fazit:
An sich, eine schöne Idee, deren Umsetzung leider ein wenig holprig ist.