Band 14211
Was ist der Mensch? Ein Gespräch über die Welt und Gott Twain, Mark - amerikanische Weltliteratur - Übersetzung
Aus der Reihe
Reclam Was ist ...
1
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB 3
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.11.2021
Verlag
Reclam VerlagSeitenzahl
136 (Printausgabe)
Dateigröße
1256 KB
Auflage
1. Auflage
Übersetzt von
Hans-Christian Oeser
Sprache
Deutsch
EAN
9783159619521
Ist der Mensch vom Wesen her gut? Oder tut er nur Gutes, um sich gut zu fühlen? Hat der Mensch einen freien Willen? Welchen Zwängen ist er unterworfen? Über diese und viele andere grosse Fragen des Lebens lässt Mark Twain einen »Alten Mann« und einen »Jungen Mann« wortgewandt diskutieren. Das philosophische Zwiegespräch, das beweist, dass Leichtfüssigkeit und Tiefsinn einander nicht ausschliessen, erscheint nun erstmals in deutscher Übersetzung.
»Alter Mann: Was auch immer ein Mensch ist, verdankt sich seiner Beschaffenheit und den Einflüssen seines Erbguts, seiner Umgebung, seiner Beziehungen. Er wird bewegt, gesteuert und beherrscht von äusseren Faktoren - und sonst nichts. Er selbst erschafft nichts, nicht einmal einen Gedanken.
Junger Mann: Ach was! Woher habe ich denn dann meine Meinung, dass du völligen Unsinn redest?«
»Alter Mann: Was auch immer ein Mensch ist, verdankt sich seiner Beschaffenheit und den Einflüssen seines Erbguts, seiner Umgebung, seiner Beziehungen. Er wird bewegt, gesteuert und beherrscht von äusseren Faktoren - und sonst nichts. Er selbst erschafft nichts, nicht einmal einen Gedanken.
Junger Mann: Ach was! Woher habe ich denn dann meine Meinung, dass du völligen Unsinn redest?«
Kundinnen und Kunden meinen
Wie wäre es mit ein wenig Philosophie für Zwischendurch!
Bewertung am 28.06.2023
Bewertungsnummer: 1970016
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Lange Zeit hat sich einer der berühmtesten Kultschriftsteller für dieses Büchlein geschämt. Deshalb wurde das Buch auch erst anonym publiziert, bis es nach seinem Tod 1910 neu aufgelegt worden ist, diesmal unter dem Namen Mark Twain. Kritik gab es an dem Büchlein dennoch, es sei zu düster und würde in seiner Philosophie keinen Raum für theologische Ideen lassen. Aber genauso ließen sich Bewunderer dieser Kurzgeschichten finden. So waren des Autors Befürchtungen wohl unbegründet. Das würde ich zumindest behaupten und mich zu den Bewunderern dieses Buchs und der Kurzgeschichten darin zählen. Mit viel Witz und auf raffinierte und verständliche Weise lässt Twain in mehreren kleinen Kurzgeschichten einen alten und einen jungen Mann über die Dinge des Lebens, über Selbstbestimmung und das Wesen des Menschen philosophieren. Die Kapitel/ Passagen sind kurz und prägnant und die Themen sehr informativ und höchst philosophisch, aber dennoch so gut geschrieben, dass man weder den Faden verliert noch, dass es einen zu sehr langweilt. Im Gegenteil sogar, nach einer Weile liest sich die Unterhaltung der beiden Protagonisten so flüssig, dass es richtig Spaß macht, den Lehren und Gedankenspielchen des alten Mannes zu folgen. Ideal als Geschenk für Philo-Begeisterte oder als Taschenlektüre für öde Zugfahrten o.ä.!