Wissenschaft und ›race relations‹ Repräsentationen von Multiethnizität in Großbritannien 1950–1980
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
24.10.2022
Verlag
De Gruyter OldenbourgSeitenzahl
418
Maße (L/B/H)
23.6/16/3.5 cm
Gewicht
726 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-11-079057-3
Die Untersuchung der
race relations
-Forschung in Grossbritannien 1950–1980 zeigt exemplarisch das Wechselverhältnis zwischen Wissenschaftsdiskurs und sozialer Realität auf. In Anlehnung an die US-amerikanische Soziologie beschäftigten sich die britischen Forscher ab den 1950er Jahren mit den neuen Zuwanderern aus dem New Commonwealth, die in der britischen Gesellschaft schnell als ein neues „soziales Problem" wahrgenommen wurden. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und wie die Sozialwissenschaften in dem konkreten historischen und sozialen Setting soziale Realität mitstrukturierten. Dabei wird nicht nur die textuelle Produktion der Forschung, sondern auch die Institutionalisierung des Forschungsfeldes mit Einbeziehung wissenschaftlicher und politischer Akteure untersucht. Deutlich wird, dass die
race relations
-Forschung eine wissenschaftliche Reaktion auf Migration, Auflösung der Kolonien und die Unruhen im britischen Mutterland war. Mit ihrer Grundidee der „Verbesserung von
race relations
" beanspruchte sie einen neuen gesellschaftlichen Konsens und entfaltete einen enormen Einfluss auf das soziale und politische Denken in Grossbritannien. Die rassistischen Zuschreibungen, die sie hervorbrachte, wurden erst mit den Vorläufern der
Postcolonial
Studies
in Frage gestellt.
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