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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.02.2023

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18/11.3/2.1 cm

Auflage

1

Beschreibung

Rezension

»Ein wirklich mitreissender Roman.«

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.02.2023

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18/11.3/2.1 cm

Auflage

1

Reihe

detebe

Originaltitel

Nightshade

Übersetzer

  • Pociao
  • Roberto de Hollanda

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24663-6

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Faszinierende Charakterstudie mit Witz und Spannung

Bewertung aus Baden-Baden am 15.07.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Faszinierende Charakterstudie mit Witz und Spannung Die 60jährige Künstlerin Eve ist die Protagonistin in Annalena McAfees drittem Roman „Blütenschatten“. Der Leser begleitet sie auf ihren Streifzügen durch das nächtliche London, bei denen sie ihr Leben Revue passieren lässt. Ihre künstlerische Laufbahn beginnt als Kunststudentin im London der 1970er Jahre. Mit zwei Kommilitoninnen, Wanda und Mara, zieht es Eve in die wilde Kunstszene New Yorks. Mit Ehemann Kristof geht es ein paar Jahre später zurück nach London. Er entwickelt sich schon bald zu einem weltweit gefragten Star- Architekten; für das Ehepaar geht es finanziell und gesellschaftlich aufwärts. Obwohl sich Eve mittlerweile einen Namen gemacht hat mit ihren detailgetreuen Blumenportraits, wird sie in der Öffentlichkeit immer noch auf ihre ehemalige Rolle als Muse eines berühmten Künstlers reduziert. Nun plant sie eine große Ausstellung ihres künstlerischen Schaffens und dabei soll ihr neuestes Werk, eine Serie überdimensionaler Gemälde von Giftpflanzen, für die endgültige Anerkennung als große Künstlerin sorgen. Doch bei der Arbeit daran gerät ihr bisheriges Leben völlig aus den Fugen. Schuld daran ist ein junger Mann, der 30jährige Luka, der ihr als Assistent zur Seite steht und mit dem sie eine heftige Affäre beginnt. Für ihn verlässt sie ihren Ehemann und tauscht ein „ tableau mort, in dem sie wie erstarrt im Mausoleum ihres Ehebettes lag…“ gegen ein „ tableau vivant mit zerwühlten Laken und den reifen Früchten des Lebens mit Luka“ ein. Denn nicht nur ihr künstlerisches Schaffen wird beflügelt durch die Beziehung zu Luka, sondern auch ihre Libido. Für diesen Rausch opfert sie alles. „ Es dauerte ein ganzes Leben, um es aufzubauen, und nur eine Sekunde, um es zu zerstören. Familienleben. Das ging als Erstes flöten. Dann die Würde, und mit ihr der gute Ruf. Alles andere folgte in den Strudel. Nur ihre Arbeit ist geblieben.“ Doch der Leser ahnt früh, dass Luka ein falsches Spiel treibt. Und die Geschichte steuert unausweichlich auf eine Katastrophe zu. Mit Eve hat die Autorin eine schillernde Frauenfigur geschaffen; eine Frau, die sich nur für ihre Kunst interessiert. Sie ist keineswegs eine Sympathieträgerin, im Gegenteil. Der Leser merkt auch bald, dass sie eine unzuverlässige Erzählerin ist. Denn Eve ist wahrhaftig nicht das Opfer, wie sie sich gerne darstellt, sondern sie versteht es sehr wohl, sich zu rächen und selbst auszuteilen. Dabei ist sie gnadenlos im Urteil über andere. Für ihre Tochter Nancy z.B., „ diese verwöhnte, spröde Tochter“, findet sie kein freundliches Wort. Überhaupt: „ Die meisten Kinder waren eine Enttäuschung.“ Am stärksten verfolgt sie mit ihrer Häme ihre frühere Freundin Wanda, die als Performance- und Konzeptkünstlerin überall auf der Welt Erfolge feiert. „ …dass ihrer Meinung nach Wandas Erfolg auf einer Blendung der Kunstszene beruhte, ein Fall von des Kaisers neue Kleider, in dem auch die jubelnde Menschenmenge nackt war.“ Doch so zynisch und abgebrüht Eve ihre Mitmenschen aburteilt, so blind für ihr eigenes Verhalten wird sie, als sie sich in Luka verliebt. Für ihn opfert sie ihren Stolz und ihre Selbstachtung. Das alles liest sich sehr unterhaltsam und vergnüglich. Die vielen bissigen Bemerkungen sorgen für Würze ( „ Die erste Eve hatte die säuselnden Argumente der Schlange gehört, sie abgewogen und ihre Entscheidung getroffen. Adam spielte dabei keine große Rolle. Auch er hatte sich als Langweiler entpuppt.“) . Sprachlich bewegt sich der Roman auf hohem Niveau. Die Autorin versteht es außerdem sehr gut, Spannung aufzubauen. Die Geschichte beginnt ruhig, doch nimmt im Verlauf immer mehr an Fahrt auf. Der Leser erwartet Schlimmes, doch das Ende übertrifft die Erwartungen. Überdies bietet das Buch einen interessanten Einblick in den Kunstbetrieb mit seinen Intrigen und Eitelkeiten. Anna-Lena McAfee hat sechs Jahre lang die Kunst - und Literaturbeilage des „ Guardian“ herausgegeben, sie kennt sich also aus. Eine faszinierende Charakterstudie, Spannung und Witz, einen bissigen Blick auf die Kunstszene, eine informative Stadtführung durch London - das alles bekommt der Leser mit diesem Roman. Unterhaltungsliteratur auf hohem Niveau!

Faszinierende Charakterstudie mit Witz und Spannung

Bewertung aus Baden-Baden am 15.07.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Faszinierende Charakterstudie mit Witz und Spannung Die 60jährige Künstlerin Eve ist die Protagonistin in Annalena McAfees drittem Roman „Blütenschatten“. Der Leser begleitet sie auf ihren Streifzügen durch das nächtliche London, bei denen sie ihr Leben Revue passieren lässt. Ihre künstlerische Laufbahn beginnt als Kunststudentin im London der 1970er Jahre. Mit zwei Kommilitoninnen, Wanda und Mara, zieht es Eve in die wilde Kunstszene New Yorks. Mit Ehemann Kristof geht es ein paar Jahre später zurück nach London. Er entwickelt sich schon bald zu einem weltweit gefragten Star- Architekten; für das Ehepaar geht es finanziell und gesellschaftlich aufwärts. Obwohl sich Eve mittlerweile einen Namen gemacht hat mit ihren detailgetreuen Blumenportraits, wird sie in der Öffentlichkeit immer noch auf ihre ehemalige Rolle als Muse eines berühmten Künstlers reduziert. Nun plant sie eine große Ausstellung ihres künstlerischen Schaffens und dabei soll ihr neuestes Werk, eine Serie überdimensionaler Gemälde von Giftpflanzen, für die endgültige Anerkennung als große Künstlerin sorgen. Doch bei der Arbeit daran gerät ihr bisheriges Leben völlig aus den Fugen. Schuld daran ist ein junger Mann, der 30jährige Luka, der ihr als Assistent zur Seite steht und mit dem sie eine heftige Affäre beginnt. Für ihn verlässt sie ihren Ehemann und tauscht ein „ tableau mort, in dem sie wie erstarrt im Mausoleum ihres Ehebettes lag…“ gegen ein „ tableau vivant mit zerwühlten Laken und den reifen Früchten des Lebens mit Luka“ ein. Denn nicht nur ihr künstlerisches Schaffen wird beflügelt durch die Beziehung zu Luka, sondern auch ihre Libido. Für diesen Rausch opfert sie alles. „ Es dauerte ein ganzes Leben, um es aufzubauen, und nur eine Sekunde, um es zu zerstören. Familienleben. Das ging als Erstes flöten. Dann die Würde, und mit ihr der gute Ruf. Alles andere folgte in den Strudel. Nur ihre Arbeit ist geblieben.“ Doch der Leser ahnt früh, dass Luka ein falsches Spiel treibt. Und die Geschichte steuert unausweichlich auf eine Katastrophe zu. Mit Eve hat die Autorin eine schillernde Frauenfigur geschaffen; eine Frau, die sich nur für ihre Kunst interessiert. Sie ist keineswegs eine Sympathieträgerin, im Gegenteil. Der Leser merkt auch bald, dass sie eine unzuverlässige Erzählerin ist. Denn Eve ist wahrhaftig nicht das Opfer, wie sie sich gerne darstellt, sondern sie versteht es sehr wohl, sich zu rächen und selbst auszuteilen. Dabei ist sie gnadenlos im Urteil über andere. Für ihre Tochter Nancy z.B., „ diese verwöhnte, spröde Tochter“, findet sie kein freundliches Wort. Überhaupt: „ Die meisten Kinder waren eine Enttäuschung.“ Am stärksten verfolgt sie mit ihrer Häme ihre frühere Freundin Wanda, die als Performance- und Konzeptkünstlerin überall auf der Welt Erfolge feiert. „ …dass ihrer Meinung nach Wandas Erfolg auf einer Blendung der Kunstszene beruhte, ein Fall von des Kaisers neue Kleider, in dem auch die jubelnde Menschenmenge nackt war.“ Doch so zynisch und abgebrüht Eve ihre Mitmenschen aburteilt, so blind für ihr eigenes Verhalten wird sie, als sie sich in Luka verliebt. Für ihn opfert sie ihren Stolz und ihre Selbstachtung. Das alles liest sich sehr unterhaltsam und vergnüglich. Die vielen bissigen Bemerkungen sorgen für Würze ( „ Die erste Eve hatte die säuselnden Argumente der Schlange gehört, sie abgewogen und ihre Entscheidung getroffen. Adam spielte dabei keine große Rolle. Auch er hatte sich als Langweiler entpuppt.“) . Sprachlich bewegt sich der Roman auf hohem Niveau. Die Autorin versteht es außerdem sehr gut, Spannung aufzubauen. Die Geschichte beginnt ruhig, doch nimmt im Verlauf immer mehr an Fahrt auf. Der Leser erwartet Schlimmes, doch das Ende übertrifft die Erwartungen. Überdies bietet das Buch einen interessanten Einblick in den Kunstbetrieb mit seinen Intrigen und Eitelkeiten. Anna-Lena McAfee hat sechs Jahre lang die Kunst - und Literaturbeilage des „ Guardian“ herausgegeben, sie kennt sich also aus. Eine faszinierende Charakterstudie, Spannung und Witz, einen bissigen Blick auf die Kunstszene, eine informative Stadtführung durch London - das alles bekommt der Leser mit diesem Roman. Unterhaltungsliteratur auf hohem Niveau!

Eine Pflanze der ganz besonderen Art

Bewertung am 16.06.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Londoner Künstlerin Eve hat zwei Schwächen: Blumen, die in ihren Werken wiederkehren und junge Männer. Auch zur Vorbereitung einer großen Museumsretrospektive stehen ihr daher einige Hindernisse im Weg: ihre Ehe zerbricht, ihre Tochter enttäuscht, ihre ehemalige Freundin ist ihre größte Rivalin; ihre Affäre mit einem jüngeren Mann ist dabei auch keine Hilfe. Das typische Diogenes-Cover ist schlicht. Das Gesicht einer Dame wird halb vom Schatten verdeckt, auffällig ist hier nur die zweireihige Perlenkette. Die Kapitellänge ist sehr angenehm, der Schreibstil variiert: wunderschön formuliert sind die Sätze immer, doch teils sind diese sehr leicht lesbar, teils sind sie verschachtelt und beinhalten sie sehr viele Fremdwörter, Verweise auf Kunstepochen oder Maltechniken. Bei einem winterlichen Abendspaziergang durch London gehen der sechzigjährigen Eve allerlei Gedanken durch den Kopf. Sie lässt ihr Leben Revue passieren, ihr Familienleben, ihre Liebschaften, ihre künstlerische Ausbildung und ich Werk. Aber sie tut all das nicht chronologisch; ihre Gedanken springen von einem Thema zum andern, bleiben hängen und werden erst viel späte wieder aufgegriffen; Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit vermischen sich mit dem gegenwärtigen Geschehen. Was immer der Leser über Eve erfährt – es geschieht nur aus ihrer Sicht, die großartig von der Autorin wiedergegeben wird. Der Effekt, den McAfee dadurch erzielt, ist phänomenal: der Leser wird richtiggehend manipuliert und gezwungen, seine Ansichten über die Künstlerin immer wieder zu überdenken. Die Autorin greift in diesem herausragenden Roman unterschiedlichste Themen auf: Abhängigkeit, Rache, Rivalität, Einsamkeit, Schuld, Zweifel - die Liste ließe sich endlos fortsetzen, sie ist so vielfältig wie die Gedankensprünge der Protagonistin. Und es spricht dadurch Leser an, die sich wirklich mit einem Buch auseinandersetzen wollen. Um eine leichte Lektüre zum Nebenherlesen handelt es sich dabei sicher nicht.

Eine Pflanze der ganz besonderen Art

Bewertung am 16.06.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Londoner Künstlerin Eve hat zwei Schwächen: Blumen, die in ihren Werken wiederkehren und junge Männer. Auch zur Vorbereitung einer großen Museumsretrospektive stehen ihr daher einige Hindernisse im Weg: ihre Ehe zerbricht, ihre Tochter enttäuscht, ihre ehemalige Freundin ist ihre größte Rivalin; ihre Affäre mit einem jüngeren Mann ist dabei auch keine Hilfe. Das typische Diogenes-Cover ist schlicht. Das Gesicht einer Dame wird halb vom Schatten verdeckt, auffällig ist hier nur die zweireihige Perlenkette. Die Kapitellänge ist sehr angenehm, der Schreibstil variiert: wunderschön formuliert sind die Sätze immer, doch teils sind diese sehr leicht lesbar, teils sind sie verschachtelt und beinhalten sie sehr viele Fremdwörter, Verweise auf Kunstepochen oder Maltechniken. Bei einem winterlichen Abendspaziergang durch London gehen der sechzigjährigen Eve allerlei Gedanken durch den Kopf. Sie lässt ihr Leben Revue passieren, ihr Familienleben, ihre Liebschaften, ihre künstlerische Ausbildung und ich Werk. Aber sie tut all das nicht chronologisch; ihre Gedanken springen von einem Thema zum andern, bleiben hängen und werden erst viel späte wieder aufgegriffen; Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit vermischen sich mit dem gegenwärtigen Geschehen. Was immer der Leser über Eve erfährt – es geschieht nur aus ihrer Sicht, die großartig von der Autorin wiedergegeben wird. Der Effekt, den McAfee dadurch erzielt, ist phänomenal: der Leser wird richtiggehend manipuliert und gezwungen, seine Ansichten über die Künstlerin immer wieder zu überdenken. Die Autorin greift in diesem herausragenden Roman unterschiedlichste Themen auf: Abhängigkeit, Rache, Rivalität, Einsamkeit, Schuld, Zweifel - die Liste ließe sich endlos fortsetzen, sie ist so vielfältig wie die Gedankensprünge der Protagonistin. Und es spricht dadurch Leser an, die sich wirklich mit einem Buch auseinandersetzen wollen. Um eine leichte Lektüre zum Nebenherlesen handelt es sich dabei sicher nicht.

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von Annalena McAfee

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