Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Höhen und Tiefen des Daseins literarisch zu begegnen. Man kann, hieb und stichfeste Aussagen vermeidend, das Komplizierte, Belastende wie das Wunderbare des Erlebten nur sacht antippende Gedichte schreiben. Man kann zwanglos die Dinge einkreisende, rasch von einem um das andere Thema flatternde kurze Erzählungen schreiben. Oder man notiert auf den ersten Blick alles andere als spektakuläre Erinnerungen, die sich aber wie von selbst zum Essay, zum Schlaglicht auf Geschichte und Gegenwart ausweiten können. Für die drei Felder steht der vorliegende Band „Preussische Weisheiten“ von Volker Müller, ein Buch das zudem für alle da ist. Der Vogtländer und Ostthüringer findet auf Schritt und Tritt seine Heimat wieder. Der „Fremde“ lernt interessantes Neues kennen und wird wohl ausserdem des Öfteren sagen: Wo ich herkomme, mein Gott, das geht’s doch fast genauso zu ...
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