Als europäischer Erinnerungsort ist der Europa-Mythos allgegenwärtig. Zugunsten seiner Bedeutung als identitätsstiftendes Narrativ wird jedoch selten auf seine tieferliegenden Schichten Bezug genommen. Dabei bietet eine intersektionale Perspektive mit Blick auf das Geschlecht, die Herkunft und die Migrationserfahrung der phönizischen Königstochter Europa einen neuen Zugangspunkt. Auch die weltweiten Darstellungen des Europa-Mythos verdeutlichen, dass Erinnerungsorte nicht lediglich bis zu den eigenen imaginierten Grenzen gedacht werden können. Angesichts aktueller Debatten rund um eine zeitgemässe europäische Identität lädt die Autorin in einem interdisziplinären essayistischen Stil dazu ein, über vertraute Grenzen hinauszudenken.
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