Zahnfehlstellungen können in drei Ebenen auftreten: in der Transversalebene, der Sagittalebene und der Vertikalebene. In der vertikalen Ebene wird ein Zustand, bei dem sich die Unterkiefer- und Oberkieferzähne vertikal nicht überlappen, als offener Biss bezeichnet.Gesichtsdisharmonien in der vertikalen Ebene, einschliesslich des offenen Bisses, stellen sowohl für den Patienten als auch für den Kieferorthopäden eine grosse Herausforderung dar. Sie verschlechtern im Allgemeinen das Aussehen des Gesichts, beeinträchtigen das Kauen und Sprechen und bringen den Patienten in unangenehme Situationen. Die Komplexität dieser Fehlstellung ist auf eine Kombination von skelettalen, dentoalveolären, funktionellen und gewohnheitsbedingten Faktoren zurückzuführen, die je nach Schweregrad, Ätiologie und Behandlungsbeginn zu erheblichen Behandlungsschwierigkeiten und zur Instabilität der Korrektur führen. Daher ist eine angemessene Diagnose, Behandlung und Mechanik notwendig, um eine funktionell normale, ästhetisch gute und stabile Okklusion zu erreichen.
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