Produktbild: Unordnung im Himmel

Unordnung im Himmel Lageberichte aus dem irdischen Chaos

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inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

12.09.2022

Verlag

Herder

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

1358 KB

Übersetzt von

Axel Walter

Sprache

Deutsch

EAN

9783806245288

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

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Erscheinungsdatum

12.09.2022

Verlag

Herder

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272 (Printausgabe)

Dateigröße

1358 KB

Übersetzt von

Axel Walter

Sprache

Deutsch

EAN

9783806245288

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Immer lesenswert, aber manchmal zu pauschalisierend

Bewertung am 09.06.2023

Bewertungsnummer: 1957611

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Enfant terrible, Fernsehphilosoph, König philosophieaffiner Meme-Pages, Dauerschreiber, Hassfigur vieler etablierter Philosoph*innen, kluger Beobachter, polemischer Provokateur… all das und noch mehr trifft wohl auf den slowenischen Slavoj Žižek zu. Seine Veröffentlichungen sind kaum noch zählbar und reichen von hoch theoretischen philosophischen Abhandlungen bis hin zu knappen Zeitungsessays. Bei „Unordnung im Himmel“ handelt es sich um letzteres, d.h. eine Sammlung gesellschaftskritischer und die Tagespolitik kommentierender Texte. Thematisch geht es um Corona, den russischen Angriffskrieg, die Schwäche der US-Linken und Julien Assange. Wie immer rechnet der Autor scharf mit politischen Gegner*innen ebenso wie mit innerlinken Debatten ab, nutzt popkulturelle Referenzen für seine Argumentation und schwankt dabei zwischen Pauschalisierung und Differenzierung. Žižek zu lesen, kommt auch in diesem Fall mit diversen Vor- und Nachteilen einher. Zunächst die Vorteile: 1. Mit seiner ziemlich bissigen Art trifft er öfter den Nagel auf den Kopf. 2. Die Texte sind trotz der vielen theoretischen Anspielungen verständlich. Ist man mit der Theorie dahinter vertraut, wird deutlich, dass viele der scheinbar pauschalen Urteile deutlich differenzierter sind. Das geht bei der Polemik oft mal unter. 3. Er lässt sich nicht wirklich in eine politiktheoretische Schublade einordnen, beschreibt er sich doch selbst als linken Konservativen. Das fordert gedanklich heraus, was ich grundsätzlich ziemlich gut finde. Nachteilig finde ich: 1. So klug und belesen er ist, so seltsam einfach und problematisch kommen manche Ansichten daher. Die autoritäre Forderung nach einem neuen Kriegskommunismus beispielsweise. Auch die Passagen zu Rammstein sind mindestens schlecht gealtert. Oder seine Auslassungen gegenüber einiger feministischer Positionen. Es wäre zu leicht, das als „alter weißer Mann wird senil“ abzutun, wo er mit Luce Irigaray Kritik an Judith Butler übt und sich durchaus mit den inhaltlichen Argumenten auseinandersetzt, aber unkritisch lesen sollte man ihn eben auch nicht und schon gar nicht so idealisieren, wie es manchmal passiert. 2. Ich kann den Žižek gegenüber geäußerten Vorwurf des Schwafelns nachvollziehen. Einige Themen wiederholen sich. Klar ist auch, dass er rhetorisch auf den Ersten Blick auch bei Dingen überzeugend klingt, die man doch nochmal hinterfragen sollte. 3. Bis man die Rezension zu einem neuen Buch geschrieben hat, ist schon wieder mindestens ein weiteres neues Buch von ihm erschienen. Wer auf der Suche nach kurzen, bissigen Texten ist und dabei unterhalten werden möchte, wird mit diesem Buch fündig. Etwas Vorwissen ist dabei sinnvoll, um die Texte entsprechend einordnen zu können – sowohl Vorwissen über Žižek als auch über die angesprochenen Themen.

Immer lesenswert, aber manchmal zu pauschalisierend

Bewertung am 09.06.2023
Bewertungsnummer: 1957611
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Enfant terrible, Fernsehphilosoph, König philosophieaffiner Meme-Pages, Dauerschreiber, Hassfigur vieler etablierter Philosoph*innen, kluger Beobachter, polemischer Provokateur… all das und noch mehr trifft wohl auf den slowenischen Slavoj Žižek zu. Seine Veröffentlichungen sind kaum noch zählbar und reichen von hoch theoretischen philosophischen Abhandlungen bis hin zu knappen Zeitungsessays. Bei „Unordnung im Himmel“ handelt es sich um letzteres, d.h. eine Sammlung gesellschaftskritischer und die Tagespolitik kommentierender Texte. Thematisch geht es um Corona, den russischen Angriffskrieg, die Schwäche der US-Linken und Julien Assange. Wie immer rechnet der Autor scharf mit politischen Gegner*innen ebenso wie mit innerlinken Debatten ab, nutzt popkulturelle Referenzen für seine Argumentation und schwankt dabei zwischen Pauschalisierung und Differenzierung. Žižek zu lesen, kommt auch in diesem Fall mit diversen Vor- und Nachteilen einher. Zunächst die Vorteile: 1. Mit seiner ziemlich bissigen Art trifft er öfter den Nagel auf den Kopf. 2. Die Texte sind trotz der vielen theoretischen Anspielungen verständlich. Ist man mit der Theorie dahinter vertraut, wird deutlich, dass viele der scheinbar pauschalen Urteile deutlich differenzierter sind. Das geht bei der Polemik oft mal unter. 3. Er lässt sich nicht wirklich in eine politiktheoretische Schublade einordnen, beschreibt er sich doch selbst als linken Konservativen. Das fordert gedanklich heraus, was ich grundsätzlich ziemlich gut finde. Nachteilig finde ich: 1. So klug und belesen er ist, so seltsam einfach und problematisch kommen manche Ansichten daher. Die autoritäre Forderung nach einem neuen Kriegskommunismus beispielsweise. Auch die Passagen zu Rammstein sind mindestens schlecht gealtert. Oder seine Auslassungen gegenüber einiger feministischer Positionen. Es wäre zu leicht, das als „alter weißer Mann wird senil“ abzutun, wo er mit Luce Irigaray Kritik an Judith Butler übt und sich durchaus mit den inhaltlichen Argumenten auseinandersetzt, aber unkritisch lesen sollte man ihn eben auch nicht und schon gar nicht so idealisieren, wie es manchmal passiert. 2. Ich kann den Žižek gegenüber geäußerten Vorwurf des Schwafelns nachvollziehen. Einige Themen wiederholen sich. Klar ist auch, dass er rhetorisch auf den Ersten Blick auch bei Dingen überzeugend klingt, die man doch nochmal hinterfragen sollte. 3. Bis man die Rezension zu einem neuen Buch geschrieben hat, ist schon wieder mindestens ein weiteres neues Buch von ihm erschienen. Wer auf der Suche nach kurzen, bissigen Texten ist und dabei unterhalten werden möchte, wird mit diesem Buch fündig. Etwas Vorwissen ist dabei sinnvoll, um die Texte entsprechend einordnen zu können – sowohl Vorwissen über Žižek als auch über die angesprochenen Themen.

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Unordnung im Himmel

von Slavoj Žižek

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