Mephisto liest sich wie ein Schlüsselroman, Klaus Mann bestreitet das aber. Unbestritten ist hingegen, dass Mephisto eines seiner wichtigsten Werke ist. Erzählt wird die Geschichte des Schauspielers Hendrik Höfgen von 1926 im Hamburger Künstlertheater bis zum Jahr 1936, als dieser es zum gefeierten Star des sogenannten Neuen Reiches gebracht hat, weil er sich seinen Opportunismus schönredet. Zu spät erkennt er: Er ist zu einem „Affen der Macht“, einem „Clown zur Zerstreuung der Mörder“, geworden. Gröls-Klassiker (Edition Werke der Weltliteratur)
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Bewertung
4/5
17.09.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein Schlüsselroman?
Kurzkommentar: Für mich stellt das Buch eine gelungene Charakterstudie dar, die ausgeprägt und manchmal sogar überzeichnet zeigt, wie vielfältig und opportunistisch Menschen in verschiedenen Situationen handeln. Mein Eindruck war, dass es sich durchaus um eine private Abrechnung des Autors mit der realen Person, gezeichnet als Staatsintendant, handelt.