Die Synthese der aristotelischen Physik mit der christlichen Schöpfungslehre bei Boethius von Dacien
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Produktdetails
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Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
24.03.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
544 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346841278
Mit dieser Lösung setzt er sich vordergründig dem Vorwurf der doppelten Wahrheit aus, der letztlich dazu führt, dass er die Pariser Fakultät verlassen muss. Es lohnt jedoch ein genauerer Blick auf die Argumentation, um festzustellen, dass dieser Vorwurf so nicht haltbar ist. Dem Begriff der doppelten Wahrheit und dessen Bedeutung im Rahmen der Lehrverurteilung von 1277 wird deshalb ein eigenes Kapitel gewidmet.
Die aristotelische Physik (und Metaphysik) geht von einer ewigen Bewegung aus, die keinen Anfang und kein Ende kennt, aber im sogenannten "unbewegten Beweger" seine Ursache hat. Die christliche Schöpfungslehre hingegen, basierend auf der jüdischen Tradition, postuliert einen absoluten Anfang jeglicher Materie und Bewegung im göttlichen Schöpfungsakt.
Das Thema "Ewigkeit der Welt" nahm in der scholastischen Philosophie des 13. Jahrhunderts breiten Raum ein und wurde von vielen Autoren aufgenommen. Insbesondere Thomas von Aquin war ein Meister der Aristoteles-Interpretation, dem es auf vielen Gebieten gelang, die Lehre des griechischen Philosophen mit christlichen Positionen zu harmonisieren. Aber auch Albertus Magnus und Bonaventura, um nur einige der prominentesten Vertreter zu nennen, setzten sich unter jeweils eigener Akzentsetzung mit dem Thema auseinander.
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