Im Taumel der Zwanziger 1923: Musik in einem Jahr der Extreme
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
25.04.2023
Verlag
Bärenreiter-VerlagSeitenzahl
315 (Printausgabe)
Dateigröße
8590 KB
Auflage
Auflage 2023
Sprache
Deutsch
EAN
9783761872451
In den 1920er-Jahren gerät nicht nur die Welt, sondern auch die Musik und das Musikleben ins Taumeln: zwischen Krise und Aufbruch, Abschottung und Austausch, dem sehnsüchtigen Blick zurück und neuer Dynamik. Wie eng Musik und Gesellschaft miteinander verflochten sind, zeigt das Jahr 1923. Geprägt ist es durch Geschehnisse, Debatten und Entwicklungen, die uns auch heute noch beschäftigen.
Im besetzten Ruhrgebiet wird Musik zu einem Mittel des politischen Kampfes; in der von der Hyperinflation erschütterten Weimarer Republik verschärft sich die Krise des Konzertlebens und der Kartenpreis steigt im Herbst auf 200 Milliarden Mark; in den USA machen afroamerikanische Blues- und Jazz-Grössen wie Bessie Smith oder Louis Armstrong im Rahmen der sogenannten "race records" ihre ersten Schallplattenaufnahmen; in Wien vollendet Arnold Schönberg seine ersten zwölftönigen Werke; in Paris schockiert Igor Strawinsky die Avantgarde mit seinem neoklassizistischen Bläseroktett und in Budapest setzt Béla Bartók mit seiner "Tanz-Suite" ein musikalisches Zeichen gegen den Nationalismus. Im Berliner Voxhaus wird mit der Ausstrahlung der ersten Funkstunde auf dem Höhepunkt der politischen und ökonomischen Krise das Zeitalter des öffentlichen Rundfunks in Deutschland eingeläutet. Und in Augsburg wagt der 20-jährige Karl Vötterle die Gründung des Bärenreiter-Verlags.
Das Buch von Tobias Bleek erzählt auf faszinierende Weise, wie die Musik in das kulturelle, gesellschaftliche und politische Leben dieses Jahres der Extreme eingebettet ist. Wie die taumelnde musikalische Welt mit Krisen, politischen Erschütterungen und ökonomischer Instabilität, dem rasanten medialen Wandel und mit Identitätsfragen umgegangen ist.
Im besetzten Ruhrgebiet wird Musik zu einem Mittel des politischen Kampfes; in der von der Hyperinflation erschütterten Weimarer Republik verschärft sich die Krise des Konzertlebens und der Kartenpreis steigt im Herbst auf 200 Milliarden Mark; in den USA machen afroamerikanische Blues- und Jazz-Grössen wie Bessie Smith oder Louis Armstrong im Rahmen der sogenannten "race records" ihre ersten Schallplattenaufnahmen; in Wien vollendet Arnold Schönberg seine ersten zwölftönigen Werke; in Paris schockiert Igor Strawinsky die Avantgarde mit seinem neoklassizistischen Bläseroktett und in Budapest setzt Béla Bartók mit seiner "Tanz-Suite" ein musikalisches Zeichen gegen den Nationalismus. Im Berliner Voxhaus wird mit der Ausstrahlung der ersten Funkstunde auf dem Höhepunkt der politischen und ökonomischen Krise das Zeitalter des öffentlichen Rundfunks in Deutschland eingeläutet. Und in Augsburg wagt der 20-jährige Karl Vötterle die Gründung des Bärenreiter-Verlags.
Das Buch von Tobias Bleek erzählt auf faszinierende Weise, wie die Musik in das kulturelle, gesellschaftliche und politische Leben dieses Jahres der Extreme eingebettet ist. Wie die taumelnde musikalische Welt mit Krisen, politischen Erschütterungen und ökonomischer Instabilität, dem rasanten medialen Wandel und mit Identitätsfragen umgegangen ist.
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