Das Sinngedicht Nachwort von Ricarda Huch
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Sprache:Deutsch
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Verlag:Boer Verlag
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inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
01.01.2023
Abbildungen
1
Verlag
Boer VerlagSeitenzahl
356
Maße (L/B/H)
21.1/14/3 cm
Gewicht
572 g
Auflage
Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der Ausgabe 1882-1884, erschienen im Verlag W. Hertz, Berlin.
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-96662-360-5
»Im letzten Frühling bat ich meine alte Mutter, mir Ihr Sinngedicht vorzulesen, – und wir beide haben Sie dafür aus vollem Herzen gesegnet (auch aus vollem Halse: denn wir haben viel gelacht): so rein, frisch und körnig schmeckte uns dieser Honig.« [Friedrich Nietzsche in einem Brief an Keller vom 14. Oktober 1886]
Richarda Huch über Keller und sein Werk
Die Wechselwirkung zwischen der Schweiz und Deutschland findet mit allen ihren Folgen und Konflikten vollendeten Ausdruck im Leben und in den Werken ihres letzten grossen Dichters, Gottfried Keller. Im Leben eines jeden Mannes gibt es ein wesentliches Problem, das ihn vom keimenden Bewusstsein an bis zum Ende begleitet: das Verhältnis des Einzelnen zum Ganzen in immer weiteren Kreisen; bei jedem aber stellt es sich nach seinen individuellen Verhältnissen in verschiedener Weise dar. Gottfried Keller hatte vorzüglich drei Aufgaben vom Schicksal zu lösen bekommen: die Beziehung des Sohnes zu seiner verwitweten Mutter; die Beziehung des schweizerischen Mannes zu seinem Volke, und zwar besonders zu seinem Heimatkanton; und die Beziehung des Schweizers, eigentlich des Deutsch-Schweizers, zum Grossen Kanton, zu Deutschland. Von der Art, wie er diese Beziehung erlebte, will ich sprechen. [Aus dem Nachwort]
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