Das Kloster Corral Ich bin, also war ich, also werde ich sein
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
Fr. 7.90
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.07.2023
Verlag
PubliQationSeitenzahl
216 (Printausgabe)
Dateigröße
412 KB
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783757875510
Wir machten Urlaub mit unserer sechsjährigen Enkelin, als uns die Nachricht ereilte, dass der Vater meiner Frau, mein Schwiegervater, gestorben war.
Meine Frau fuhr sofort zu ihrer Mutter und ich blieb mit der Enkelin in unserem Ferienort.
Das Kind war pflegeleicht und so verbrachten wir drei ruhige entspannte Tage.
Wir sassen am Strand, die Enkelin baute Sandburgen und ich passte auf, dass nichts unvorhergesehenes geschah.
Nun hob sie ihr Gesicht und es war zu sehen, dass sie über etwas angestrengt nachdachte.
"Opa, wirst du auch sterben?" fragte sie ernst.
"Natürlich!", antwortete ich so unbefangen wie möglich. "Alle Menschen sterben, die Tiere auch, die Pflanzen auch, alles!"
"Werde ich auch sterben?", fragte sie weiter.
"Ja schon!", musste ich ihr wahrheitsgemäss sagen, "aber du bist ja noch klein, du hast noch viel, viel Zeit!".
"Wo wirst du sein, wenn du gestorben bist?".
"Das weiss ich noch nicht, da muss ich erst gestorben sein, um es zu wissen!".
"Werde ich dich dann noch sehen?", fragte sie ernst.
"Ja natürlich, wenn du die Augen schliesst und dir wünscht mich zu sehen, wirst du mich sehen!".
"Und wenn ich dich nicht sehen will?"
"Dann muss du nur die Augen wieder aufmachen!".
Das kleine Mädchen fand es eigenartig, dass man seinen Grossvater verschwinden und auftauchen lassen konnte wie man wollte, wenn er gestorben war und zog sich wieder in seine tiefe ernste Kinderwelt zurück.
Viele Jahre später schrieb ich dieses Buch.
Meine Frau fuhr sofort zu ihrer Mutter und ich blieb mit der Enkelin in unserem Ferienort.
Das Kind war pflegeleicht und so verbrachten wir drei ruhige entspannte Tage.
Wir sassen am Strand, die Enkelin baute Sandburgen und ich passte auf, dass nichts unvorhergesehenes geschah.
Nun hob sie ihr Gesicht und es war zu sehen, dass sie über etwas angestrengt nachdachte.
"Opa, wirst du auch sterben?" fragte sie ernst.
"Natürlich!", antwortete ich so unbefangen wie möglich. "Alle Menschen sterben, die Tiere auch, die Pflanzen auch, alles!"
"Werde ich auch sterben?", fragte sie weiter.
"Ja schon!", musste ich ihr wahrheitsgemäss sagen, "aber du bist ja noch klein, du hast noch viel, viel Zeit!".
"Wo wirst du sein, wenn du gestorben bist?".
"Das weiss ich noch nicht, da muss ich erst gestorben sein, um es zu wissen!".
"Werde ich dich dann noch sehen?", fragte sie ernst.
"Ja natürlich, wenn du die Augen schliesst und dir wünscht mich zu sehen, wirst du mich sehen!".
"Und wenn ich dich nicht sehen will?"
"Dann muss du nur die Augen wieder aufmachen!".
Das kleine Mädchen fand es eigenartig, dass man seinen Grossvater verschwinden und auftauchen lassen konnte wie man wollte, wenn er gestorben war und zog sich wieder in seine tiefe ernste Kinderwelt zurück.
Viele Jahre später schrieb ich dieses Buch.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung