Poetische Sprache und gute Darstellung der Wilden Jagd
The Song of the Huntress besticht durch eine atmosphärische und bildreiche Sprache, die mich von Anfang an in die Geschichte hineingezogen hat. Die Mischung aus historischer Handlung mit Folklore fand ich sehr gelungen. Die Feen waren undurchschaubar und mächtig, was sie zu wertvollen Verbündeten oder gefürchteten Feinden.
Weniger überzeugen konnte mich allerdings das Erzähltempo. Die Handlung entwickelt sich über weite Strecken sehr langsam, viele Szenen wiederholen sich in Varianten, ohne viel zur Geschichte beizutragen.
Auch einer der zentralen Beziehungskonflikte hat für mich nicht gut funktioniert. Æthelburg und der König stehen aufgrund jahrelanger mangelnder Kommunikation kurz vor dem Scheitern ihrer Ehe, doch dieser Konflikt lässt sich letztlich in einem einzigen offenen Gespräch lösen.
Insgesamt habe ich The Song of the Huntress wegen seiner schönen Sprache und der gelungenen Atmosphäre gerne gelesen. Die Darstellung der Wilden Jagd und des Königs der Anderswelt mochte ich sehr. Wer poetische Fantasy mit starkem Fokus auf die ursprüngliche Darstellung von Feen schätzt, könnte viel Freude an dem Buch haben.