Der Bestseller von Ildikó von Kürthy – 2 Millionen verkaufte Exemplare – in wunderschöner Neuausgabe, mit zahlreichen Fotografien und einem Vorwort der Autorin!
Sie wartet. Und wartet. Stundenlang. Warum ruft er denn nicht an? Weiss er nicht, dass er die Liebe ihres Lebens werden könnte? Ist sie ihm zu dick, zu schwierig, zu laut oder zu leise? Und wo steckt eigentlich ihr Selbstbewusstsein, wenn sie es ganz dringend braucht? Sie heisst Cora Hübsch, ist dreissigdreiviertel Jahre alt und wartet. Auf einen Anruf und darauf, dass sich ihr Leben verändert.
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
Immer mal wieder...
5/5
16.01.2024
Buch (Taschenbuch)
Cora Hübsch - Ü30, verliebt und auf seinen Anruf wartend - back to the past
Nach vielen vielen Jahren habe ich Cora Hübsch wiedergetroffen - Der gerade erschienene Folgeroman "Eine halbe Ewigkeit", in dem Cora, die Protagonistin aus "Mondscheintarif", uns mehr als zwei Jahrzehnte später ihre neue/alte Geschichte erzählt, liegt noch auf meinem Nachttisch. Nachdem ich angefangen hatte, die neue Geschichte rund um die Ü50-Cora zu lesen, wollte ich unbedingt nochmal zurückgehen und sie in ihren Dreißigern erleben. Daher habe ich mir das Hörbuch zu "Mondscheintarif" parallel zum Buch "Eine halbe Ewigkeit" angehört.
"Mondscheintarif" ist - wenn man so will - "ein Produkt seiner Zeit" . Der Roman erschien zur Jahrtausendwende (1999). Es gibt viele Anspielungen auf die damalige Werbung. Es existierten noch keine Smartphones und wir Frauen hatten ggf. ein etwas andere Sicht auf die Dinge als Frauen heute. Unbeschwerter ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, aber es es war dennoch eine andere Zeit. Daher kann es gut sein, dass sich Frauen, die heute 30 sind, nicht einhundertprozentig mit Cora Hübsch, einer Frau meiner Generation (und die der Autorin), identifizieren können. Für mich aber war "Mondscheintarif" eine vergnügliche Reise in die Vergangenheit:
Cora Hübsch ist Anfang 30 und verliebt in Daniel, einem äußerst charmanten Arzt, den sie in einer (ihrer vielen) peinlichen Situation zum ersten Mal begegnet.
Nach der ersten Nacht träumt Cora bereits davon, als Gattin dieses gutverdienenden Mediziners, die Blumenbouquets in der gemeinsamen Wohnnung zu arrangieren. Aber Daniel ruft einfach nicht an. Cora, ganz moderne Frau der 90er, versucht stark zu bleiben und ihm nicht hinterherzulaufen. Weiß man doch, dass es bestimmte Regeln gibt, um einen Mann dauerhaft an sich zu binden. Nebenbei hadert Cora mit ihrer Figur, ihrer Frisur und vor allen Dingen mit ihren Füßen (was das ursprüngliche Cover aus den 90er Jahren erklärt) ...
Die erfolgreiche Geschichte wurde verfilmt, ist locker, leicht und humorvoll erzählt. Jede Ü50 Frau wird sich beim Lesen an ihre 30er Jahre erinnert wissen.
War schön mit dir Cora! Mal sehen, wie das Leben für dich weiter verlief. Greife nun zum Nachttisch.
soulcritique
4/5
13.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Was wäre wenn... beeindruckende Hypothese die nachdenklich macht
Beeindrucken schildert die Mareike Fallwickl, was wäre, wenn die Frauen aufhören Care-Arbeit zu leisten. Gelesen wurde das Buch von Marie-Isabel Walke, Astrid Kohrs und Henning Nöhren. Jeder der Leser übernahm einen der drei Hauptfiguren. Elin ist Anfang zwanzig und flüchtet gerne in Sex, zu Beginn des Buches wurde ihr Gewalt angetan. Oder ist doch keine Gewalt, wenn man zu Sex eingewilligt hat und der Partner einfach das Kondom wegwirft? Es sind Fragen über Schuld und Lebenssinn und die Sprecherin schafft es stark, ihren Werdegang zu verfolgen und zu vertiefen. Denn Elin wird zu ihrer Großmutter gerufen, sie macht einen stillen Prozess und legt sich vor ein Krankenhaus einfach hin. Das Warum, ist erschreckend und wird im Buch eindringlich erzählt.
Im Grunde geht es um die toxische Männlichkeit, dieses Selbstverständnis, dass wir Frauen Kochen, Putzen, Kinder erziehen, minderwertige Jobs ausführen und am Ende noch die Eltern pflegen. Es ist die Selbstverständlichkeit, dass es Männer gibt, die unsere Identität nicht anders erkennen und sehen wollen. Und diese Selbstverständlichkeit finde ich sehr bedrückend.
Ruth, ist eine Krankenschwester, in ihren Blickwinkel wird ohne Scham und Schönreden, das Pflegen, die Überarbeitung der Pflegekräfte bis zur völligen Erschöpfung und darüber hinaus beschrieben. Im Laufe des Buches kommt es zu einer ersten Anbandlung einer Liebesbeziehung, welche tragisch endet. In ihren Passagen wird auch thematisiert, wenn man alleinerziehende Mutter eines behinderten Kindes ist. Es ist traurig und leider so realistisch, denn ‘Ironie an’ wie kann man den nur, ein behindertes Kind auf die Welt setzen ‘Ironie aus’... Auch sie entwickelt sich im Laufe des Buches weiter und wird ein wichtiger Part der Sisterhood.
Und dann wäre da noch der Gegenpart oder in meinem Auge, der Change Breaker, denn nicht nur Frauen machen Care-Arbeit, auch Männer. In Fall des Buches ist es Nuri. Er kommt aus einer prekären Situation und versucht über Wasser zu bleiben und auch er wird mit den Füßen getreten. Er muss Arbeiten erledigen, die sind unter aller Würde, er hat mehrere Jobs gleichzeitig, bekommt nicht das Geld, dass ihn zusteht und macht die niederen Jobs. Er zeigt auf, was passiert, wenn die Frauen von heute auf morgen nicht mehr ihren Teil der Arbeit erledigen, und er bringt es doch auch auf den Punkt. Müssen wir Männer immer so sein, wie die Gesellschaft uns haben will?
Ein sehr bedrückender Roman, der durch die Sprecher an Tiefe bekam und ich oft nachdenklich am System das Zweifeln beginn. Vor allem finde ich hier die Thematik Sisterhood großartig herausgearbeitet.
Buechervorhersage
aus Dortmund
4/5
08.06.2024
Buch (Taschenbuch)
Dating in den 30igern als emotionale Frau
In dem Buch Mondscheintarif begleiten wir Cora Hübsch, wie sie nach einem Date mit ihrem Traummann auf den Anruf danach wartet, der einfach nicht kommt. In Tagebuchform erzählt Cora in typisch weiblicher Art vom Kennenlernen, von ihren Zweifeln, von ihren Gesprächen mit Freunden und lässt den Lesenden daran teilhaben, wie Single Frauen Anfang 30, bei denen der gesellschaftliche Druck für eine Beziehung steigt, Dating auf emotionale Weise erleben.
Ich habe mich sehr verstanden und repräsentiert gefühlt, als ich diese Geschichte gelesen habe, auch wenn alles natürlich etwas überspitzt dargestellt ist. Gleichzeitig wird man beim Lesen auch etwas auf den Boden der Tatsachen zurück geholt und daran erinnert, dass Frau ihren Selbstwert nicht über das Interesse eines Mannes definieren sollte und dass es auch nichts bringt und einem nicht gut tut, in alles etwas hinein zu interpretieren und dass eine klare und offene Kommunikation der Schlüssel zu weniger Dramen ist.
Am Ende des Buches findet man eine Leseprobe zur Fortsetzung "Eine halbe Ewigkeit", die einen ganz anderen Ton anschlägt. Einerseits klingt es sehr interessant, bei dieser Geschichte die Uhr um 25 Jahre vorzustellen, andererseits befinde ich mich selbst noch in der Phase der Anfang 30 Jährigen und werde daher noch etwas warten, bis ich die Fortsetzung lesen werde. Insgesamt eine sehr unterhaltsame und kurzweilige Geschichte.
J. Kaiser
4/5
19.12.2023
Buch (Taschenbuch)
Wunderbares Buch mit interessantem Thema
Ihr Name ist Cora Hübsch, ist dreissigdreiviertel Jahre alt und wartet Stundenlang. Weshalb ruft er nicht an? Sie beginnt zu zweifeln, ist sie zu dick, zu schwierig, zu dick, zu laut, oder zu leise? Sie wartet darauf, dass sich ihr Leben verändern soll. Die Bücher von Ildiko von Kürthy sind humorvoll. Die eingebauten Klischees gehören bei ihr immer dazu. Durch die Themen erhalten die Bücher Tiefe. Die Geschichte wird aus der Sicht von Cora erzählt. Man bekommt dadurch das Gefühl, dass eine Freundin eine Geschichte erzählt. Als Struktur wird in der Geschichte die Uhrzeit angegeben. Das fand ich gut gewählt. Dieses Buch hat mir einen beschaulichen Abend beschert. Dieses Buch habe ich als tolle Liebeskomödie empfunden. Das Buch habe ich in einem Rutsch gelesen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen zu Lesen. Sehr unterhaltsam.
Bewertung
1/5
09.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Langweilig
Ich hatte, aufgrund der hohen Verkaufszahlen der Autorin,einige Erwartungen an das Buch aber es ist sooo langweilig und klischeehaft geschrieben,dass ich es nicht mal fertig lesen wollte...