Christoph Reuter
1. Wir waren glücklich hier
Wir waren glücklich hier Afghanistan nach dem Sieg der Taliban - Ein Roadtrip
Gesprochen von
1
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Form:Orell Füssli Hörbuch-Abo
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Family Sharing
Ja
Gesprochen von
Erich WittenbergSpieldauer
10 Stunden und 24 Minuten
Abo-Fähigkeit
Ja
Erscheinungsdatum
27.07.2023
Hörtyp
Lesung
Fassung
ungekürzt
Medium
MP3
Anzahl Dateien
27
Verlag
John VerlagSprache
Deutsch
EAN
9783963840975
Die packende Afghanistan-Reportage vom ausgezeichneten Kriegsreporter - mit 16-seitigem Bildteil
"Die Taliban haben über ihren Kampfethos und ihre Kontrollbesessenheit hinaus keine konkreten Vorstellungen, wie sie ein Staatsgebilde, das zuvor schon trotz der Milliarden aus dem Ausland dysfunktional war, zum Funktionieren bringen sollen. Afghanistan ist eine Art Nordkorea mit Bart und Höflichkeitsanspruch, aber ohne Plan." Christoph Reuter
Seit zwanzig Jahren berichtet SPIEGEL-Korrespondent Christoph Reuter aus Afghanistan, kaum ein anderer Reporter kennt das Land so gut wie er. Reuter war in Kabul, als im August 2021 die Taliban die Macht übernahmen, und blieb im Land, als die westlichen Helfer, Soldaten und Journalisten überstürzt abflogen. Mehr noch: Er beschloss, in Regionen zu reisen, in die Landesfremde mitunter seit Jahrzehnten keinen Fuß setzen durften und blieb über Monate. Die Geschichten, die Reuter bei seinem Roadtrip durch das vom Machtwechsel erschütterte Land mitgebracht hat, erzählen von dramatischen Veränderungen und hoffnungslosem Stillstand, von überforderten Taliban und selbstbewussten Provinzgouverneuren, von Bauern, die Staub pflügen, und Frauen, die um ihre Sicherheit bangen. In diesem eindrücklich erzählten, sehr persönlichen Buch taucht Christoph Reuter tief in die Geschichte und Gegenwart Afghanistans ein und fragt, welche Zukunft das Land unter seinen neuen Herrschern haben kann.
"Die Taliban haben über ihren Kampfethos und ihre Kontrollbesessenheit hinaus keine konkreten Vorstellungen, wie sie ein Staatsgebilde, das zuvor schon trotz der Milliarden aus dem Ausland dysfunktional war, zum Funktionieren bringen sollen. Afghanistan ist eine Art Nordkorea mit Bart und Höflichkeitsanspruch, aber ohne Plan." Christoph Reuter
Seit zwanzig Jahren berichtet SPIEGEL-Korrespondent Christoph Reuter aus Afghanistan, kaum ein anderer Reporter kennt das Land so gut wie er. Reuter war in Kabul, als im August 2021 die Taliban die Macht übernahmen, und blieb im Land, als die westlichen Helfer, Soldaten und Journalisten überstürzt abflogen. Mehr noch: Er beschloss, in Regionen zu reisen, in die Landesfremde mitunter seit Jahrzehnten keinen Fuß setzen durften und blieb über Monate. Die Geschichten, die Reuter bei seinem Roadtrip durch das vom Machtwechsel erschütterte Land mitgebracht hat, erzählen von dramatischen Veränderungen und hoffnungslosem Stillstand, von überforderten Taliban und selbstbewussten Provinzgouverneuren, von Bauern, die Staub pflügen, und Frauen, die um ihre Sicherheit bangen. In diesem eindrücklich erzählten, sehr persönlichen Buch taucht Christoph Reuter tief in die Geschichte und Gegenwart Afghanistans ein und fragt, welche Zukunft das Land unter seinen neuen Herrschern haben kann.
Kundinnen und Kunden meinen
Ein Land der Hoffnungslosen
Bewertung aus Attenhofen am 17.09.2023
Bewertungsnummer: 2024025
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Journalist und Islamkenner Christoph Reuter berichtet seit 2002 immer wieder aus dem kriegs- und krisengeplagten Afghanistan. Er wagt sich dorthin, wo die Wenigsten hinkommen. Er spricht mit den Taliban und ihren Gegnern, mit Künstlern, Intellektuellen und einfachen Bauern. Dabei möchte er sich ein Bild von den Problemen dieses Landes machen, mit der Frage nach möglichen Lösungen. Doch sein Fazit ist recht hoffnungslos.
Mit einem Schwerpunkt auf den Ereignissen seit dem Abzug der USA und ihrer Verbündeten greift dieses Buch auch auf weiter zurückliegende Ereignisse zurück, denn das ist notwendig, um die aktuelle Situation zu verstehen. So berichtet der Autor von einer florierenden Baumwollfabrik, von beharrlichen Bauern, die trockenes Ackerland urbar gemacht haben, von der Suche nach Gold und vielem mehr. Er beschreibt seine Reisen über Straßen, die Minenspuren tragen, und seine Erfahrungen in weit abgelegenen Gebieten, die seit Jahren nur sehr schwer erreichbar waren.
Immer wieder kommentiert der Autor das Erlebte. Er stellt fest, wie viel Geld sinnlos investiert worden ist, und erklärt, warum der Versuch, eine Demokratie zu errichten, scheitern musste. Er weist auf großes Unrecht hin, feindselige oder auch gedankenlose Handlungen, die zu einer Vielzahl von Opfern geführt haben. Verursacht von den Taliban, ja, aber auch von den Amerikanern und den Deutschen.
Es ist ein Buch, das erschüttert, nachdenklich macht und zu Tränen rühren kann. Gerade die Schicksale der einfachen Menschen, die wenig oder gar nichts mit den ganzen politischen Scharmützeln zu tun haben, machen betroffen. Neben einigen Berichten von betroffenen Frauen, stehen in diesem Buch Schicksale von Männern im Vordergrund. Das ist schade, aber auch verständlich, denn in diesem geschlechtergetrennten Land ist klar, dass ein männlicher Journalist eher die Geschichten der Männer zu hören bekommt.
Fazit: Ein mutiger Bericht über die großen Hintergründe, aber auch über Einzelschicksale, der hilft, die gegenwärtige Situation in Afghanistan zu verstehen. Sehr empfehlenswert!