Baden bei Wien unter dem Hakenkreuz "Deutschlands größtes Schwefelbad"
Aus der Reihe
Brill Österreich Ges.m.b.H.
Fr. 65.00
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
14.08.2023
Verlag
Böhlau VerlagSeitenzahl
980 (Printausgabe)
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783205217862
Der Alltag in der Kurstadt Baden während der NS-Herrschaft bestand aus Gewalt, Mangel und Krieg. Dieser Alltag steht im Fokus dieses Buches, das sich mit ganz gewöhnlichen Menschen und ihren Lebensgeschichten - oszillierend zwischen den Polen Opfer und Täter - beschäftigt. Die NS-Herrschaft in der Kaiser- und Biedermeierstadt begann und endete mit einer Gewaltorgie. Während im März 1938 die hiesigen NS-Machthaber Blut vergossen, war es im April 1945 die sowjetische Soldateska. Dazwischen lag die Vernichtung der drittgrössten jüdischen Gemeinde Österreichs der Zwischenkriegszeit und das Ziel der neuen Machthaber 'Deutschlands grösstes Schwefelbad' zu werden. Letzteres konnte nicht erreicht werden. Stattdessen herrschten Terror und Denunziation vor, bald mangelte es an allen Gütern des alltäglichen Lebens. Der Krieg liess die Zahl der Gefallenen steigen, ebenso jene der Zwangsarbeiter. Die Kurstadt wandelte sich in eine Lazarettstadt und der Wunsch, zum grössten Schwefelkurort des Grossdeutschen Reiches emporsteigen, wurde letztendlich durch Bomben und Artilleriebeschuss zunichte gemacht. Was übrig blieb, waren Traumata und zahlreiche Quellen einer langen Zeit verdrängten Geschichte. Viele dieser Quellen wurden in diesem Buch erstmals ausgewertet.
Mag. Dominik Zgierski studierte Geschichte und Politikwissenschaft in Wien. Lebt in Baden bei Wien und arbeitet dort im Rollettmuseum und Stadtarchiv Baden als Historiker sowie in einer Behindertentageswerkstätte als Fachsozialbetreuer.
Mag. Dominik Zgierski studierte Geschichte und Politikwissenschaft in Wien. Lebt in Baden bei Wien und arbeitet dort im Rollettmuseum und Stadtarchiv Baden als Historiker sowie in einer Behindertentageswerkstätte als Fachsozialbetreuer.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung